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	<title> Fracci&#243;n Trotskista Cuarta Internacional </title>
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		<title>Mexiko: In einer neuen Phase des Klassenkampfes?</title>
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		<dc:creator>Chucho Kahl</dc:creator>


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		<dc:subject> RIO (Revolution&#228;re Internationalistische Organisation), Deutschland </dc:subject>
		<dc:subject>M&#233;xico: Lucha del Magisterio</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Seit Monaten erlebt Mexiko eine Welle von Protesten, Demonstrationen, Besetzungen und Streiks von Tausenden von LehrerInnen. Es geht um die sogenannte Bildungsreform, die die derzeitige Regierung von Enrique Pe&#241;a Nieto (EPN) in Absprache mit den gro&#223;en Parteien PRI, PAN und PRD im Dezember letzten Jahres eingef&#252;hrt hat und die im Februar f&#252;r verfassungskonform erkl&#228;rt wurde.&lt;/p&gt;

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		</description>


 <content:encoded>&lt;img src='https://estrategiainternacional.org/local/cache-vignettes/L150xH82/arton7148-e3dc0.jpg?1696134410' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='82' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Seit Monaten erlebt Mexiko eine Welle von Protesten, Demonstrationen, Besetzungen und Streiks von Tausenden von LehrerInnen. Es geht um die sogenannte Bildungsreform, die die derzeitige Regierung von Enrique Pe&#241;a Nieto (EPN) in Absprache mit den gro&#223;en Parteien PRI, PAN und PRD im Dezember letzten Jahres eingef&#252;hrt hat und die im Februar f&#252;r verfassungskonform erkl&#228;rt wurde.&lt;br class='autobr' /&gt;
Trotz der anhaltenden Repression durch die Regierung, die die k&#228;mpfenden LehrerInnen geschlagen, eingesperrt und ermordet hat, und inmitten einer aggressiven Kriminalisierungskampagne durch die Massenmedien, haben die LehrerInnen beschlossen, den Kampf fortzusetzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dazu kam eine massive Bewegung der Solidarit&#228;t von Sch&#252;lerInnen, Studierenden, Eltern und sozialen Organisationen, die Streiks und andere Aktionen in Solidarit&#228;t mit den LehrerInnen organisierten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Bewegung, die die LehrerInnen anf&#252;hren, ist aber nicht mehr nur eine Bewegung gegen die sogenannte Bildungsreform, sondern ein Kampf gegen eine autorit&#228;re Regierung, die versucht, der ArbeiterInnenklasse und den unterdr&#252;ckten Sektoren harte Schl&#228;ge zuzuf&#252;gen. Diese Bewegung ist ein Weckruf an alle Unterdr&#252;ckten in Mexiko und damit eine m&#246;gliche neue Etappe des Klassenkampfes in diesem Land.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die R&#252;ckkehr der PRI-Regierung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Mexiko, im Gegensatz zu anderen lateinamerikanischen l&#228;ndern, war die imperialistische &#8220;Therapie&#8221; der Milit&#228;rdiktatur nicht notwendig. In Mexiko wurde eine &#8220;perfekte Diktatur&#8221; im Rahmen einer b&#252;rgerlichen Demokratie aufgebaut, die sich wieder und wieder als das beste Ergebnis der mexikanischen Revolution von 1910 verkauft hat, mit einer Partei &#8211; der PRI &#8211;, die 71 Jahre an der Spitze des Staates war.&lt;br class='autobr' /&gt;
Insbesondere die USA konnten auf eine unterw&#252;rfige Bourgeoisie z&#228;hlen, um ihre Interessen durchzusetzen. Das mexikanische Regime hat sich auf der Grundlage staatlicher Repression erhalten und hat es geschafft, die ArbeiterInnen-und Bauern/B&#228;uerinnenbewegungen und ihre Organisationen seit der Gr&#252;ndung zu steuern.&lt;br class='autobr' /&gt;
Im Jahr 2000, nachdem die PRI alle m&#246;glichen Man&#246;ver versucht hatte (Betrug, Stimmenkauf etc.), musste sie einen demokratischen &#204;bergang mit den anderen beiden Parteien verhandeln, die die Basis des mexikanischen Regimes bilden: die konservative Partei der Nationalen Aktion (PAN) und die Mitte-Links-Partei der Demokratischen Revolution (PRD). Sie musste dies tun, um die Entwicklung von starken Protesten zu verhindern, die dem Regime und der gesamten mexikanischen herrschenden Klasse einen harten Schlag h&#228;tte versetzen k&#246;nnen. So trat die PRI die Pr&#228;sidentschaft (nicht jedoch die Kontrolle des Landes) an die PAN ab und kanalisierte dadurch die angesammelte Unzufriedenheit der Massen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gab zwei Wahlperioden, in denen die PAN das Land regierte und in denen sich nichts ver&#228;nderte. Die zweite Regierungsperiode konnte sie nur durch einen Wahlbetrug erreichen, sowie durch den Beginn eines vermeintlichen Krieges gegen die Drogen, mit dem die Armee auf die Stra&#223;en geschickt und das ganze Land militarisiert wurde. So bekam die PAN die Legitimit&#228;t, die sie nicht durch die Wahlen erreichen konnte, durch die Angst. Der Krieg verursachte den Tod von Zehntausenden von Frauen, M&#228;nnern, Jugendlichen und Kindern, quasi ein sinnloser B&#252;rgerInnenkrieg, in dem die Armen die gr&#246;&#223;ten Opfer waren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In all diesen Jahren war die mexikanische Bourgeoisie so in der Lage, geeignete Regierungen nach ihren Interessen einzurichten und das Rezept neoliberaler Privatisierungen anzuwenden, gegen die es keinen gro&#223;en Widerstand gab. Aber drei strategische Bereiche erwiesen sich als &#8220;unreformierbar&#8221;, aufgrund der breiten Ablehnung in der Bev&#246;lkerung: die &#214;lforderung, die Bildung und der Arbeitsmarkt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am 1. Dezember kehrte die Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI) an die Regierung zur&#252;ck. F&#252;r diese Operation waren Millionen von Dollar f&#252;r eine Kampagne erforderlich, bei der die gro&#223;en Kommunikationsmonopole den Sieg garantierten. Und trotz der skandal&#246;sen Art, wie sie den Sieg erreicht hatte, konnte die PRI schnell ihre Legitimit&#228;t auf der Grundlage eines Abkommens mit den beiden anderen Parteien, der PAN und der PRD erreichen, der sich &#8222;Pakt f&#252;r Mexiko&#8220; nennt. Ein echtes B&#252;ndnis gegen die arbeitenden MexikanerInnen und die wenigen Errungenschaften der Revolution, die noch bleiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In einem Jahr der Regierung von EPN und dem &#8222;Pakt f&#252;r Mexiko&#8220; gelang es, zwei wichtige Reformen durchzusetzen: zum Einen die Ver&#228;nderung am Arbeitsmarkt (Reformierung des f&#246;deralen Arbeitsrechts), die die Flexibilisierung in Gesetzesform gie&#223;t, welche die meisten Unternehmen bereits illegal praktizierten, und sie weiter vertieft, so dass noch mehr Vorteile f&#252;r die UnternehmerInnen auf Kosten der Rechte der ArbeiterInnen entstehen. Eine krasse Reform, die die CTM-Gewerkschaftsb&#252;rokratie erst nach ihrer Durchsetzung zu kritisieren begann. Zum Anderen die sogenannte Bildungsreform, die Schritte zur Privatisierung der Bildung in Mexiko geht und die LehrerInnen f&#252;r den beklagenswerten Zustand verantwortlich macht, in dem sich die Grundbildung seit Jahren befindet. Dabei war diese Situation nur wegen der Vernachl&#228;ssigung durch die verschiedenen Regierungen m&#246;glich, unter denen die einzigen Nutznie&#223;erInnen von Finanzierungen die VertreterInnen der nationalen und der Provinzregierungen waren, sowie die Gewerkschaftsb&#252;rokratie, die eine der gr&#246;&#223;ten LehrerInnengewerkschaften in ganz Amerika steuert: die Nationale Gewerkschaft der BildungsarbeiterInnen (SNTE) mit mehr als 1,5 Millionen Mitgliedern.&lt;br class='autobr' /&gt;
Im August letzten Jahres legte EPN dem Parlament eine weitere Reform vor, die &#8220;Energiereform&#8221;, die eine der landesweit wichtigsten Industrien, die &#214;lforderung, privatisieren soll. PEMEX ist ein Unternehmen, das unter der Regierung von Lazaro C&#225;rdenas im Jahr 1938 verstaatlicht wurde, was eine Errungenschaft der Massen gegen den imperialistischen Einfluss und f&#252;r die nationale Souver&#228;nit&#228;t bedeutete. Wenn die Reform genehmigt w&#252;rde, w&#252;rde dies eine massive Beteiligung ausl&#228;ndischen Kapitals erlauben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angesichts dieses neuen Angriffs, der viel Emp&#246;rung ausgel&#246;st hat, hat sich eine gro&#223;e und sehr heterogene Bewegung entwickelt, die w&#228;chst und gegen diese Privatisierungen k&#228;mpft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Kampf der BildungsarbeiterInnen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#204;ber das grundlegende mexikanischen Bildungssystem (sechsj&#228;hrige Grundschule und dreij&#228;hrige Oberschule) sagt die Regierung, dass sie es f&#252;r das ganze Land &#8220;universal&#8221; gemacht habe. Doch Tatsache ist, dass es immer noch eine betr&#228;chtliche Anzahl von Kindern und Jugendlichen im Alter von 5 bis 17 Jahren &#8211; fast drei Millionen Menschen &#8211; gibt, die nicht zur Schule gehen und zwischen 1 und 2 Prozent der Bev&#246;lkerung im Alter von 6 bis 11, die wegen Arbeit oder k&#246;rperlichen Behinderungen nicht zur Schule gehen k&#246;nnen. Zus&#228;tzlich m&#252;ssen wir den beklagenswerten Zustand in Betracht ziehen, in dem die meisten Schulen im Land sind, ohne zu vergessen, dass in vielen Regionen die LehrerInnen in provisorischen Einrichtungen unter wirklich erstaunlichen Bedingungen unterrichten, denn seit Jahren teilt der Staatshaushalt der Bildungsinfrastruktur kein Geld zu.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ganz abgesehen davon, dass ein Lehrer in Mexiko mit einem der niedrigsten l&#246;hne der qualifizierten Besch&#228;ftigungen bezahlt wird (durchschnittlich 8.000 Pesos monatlich, etwa 450 Euro). Um das Bild abzurunden, muss ber&#252;cksichtigt werden, dass nur zwei von zehn MexikanerInnen nicht als arm gelten oder unter irgendwelchen M&#228;ngeln in Bezug auf Wohnraum, Bildung, Gesundheit und soziale Sicherheit leiden, wie ein Bericht betont, der im November letzten Jahres vom &#8222;Nationalrat der Bewertung der Politik der sozialen Entwicklung&#8220; (Coneval) ver&#246;ffentlicht wurde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Bildungsreform von EPN und des &#8222;Paktes f&#252;r Mexiko&#8220;, der von mexikanischen Unternehmen konzipiert wurde, pr&#228;sentieren angeblich eine l&#246;sung dieses Problems. Wie? Sie definieren die LehrerInnen als Ursache und schlagen ein Bewertungssystem vor (ein System von Bedrohung und Einsch&#252;chterung mit der M&#246;glichkeit, automatisch entlassen zu werden &#8211; ein System, dass ihre Arbeitsbedingungen nicht verbessert und sogar die M&#246;glichkeit beseitigt, sich zu organisieren und zu verteidigen) und f&#252;hren Geb&#252;hren f&#252;r die Eltern ein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Reform nennt nicht die Gr&#252;nde, warum das Bildungssystem so ist. Sie ber&#252;cksichtigt nicht die Verantwortungslosigkeit, mit der die mexikanische Regierung Ma&#223;nahmen ergriffen hat, um ein Problem zu l&#246;sen, das seit Jahrzehnten existiert. Verschwiegen wird die Menge an Geld, die sich jede der Regierungen, die f&#252;r das Sekretariat f&#252;r Bildung verantwortlich waren, selbst eingesteckt haben. Sie verschweigen das Ausma&#223; der Korruption in jedem Bundesstaat, wodurch die zugewiesenen Ressourcen nie die Schulen erreichen. Und zus&#228;tzlich ignorieren sie die Ausgaben f&#252;r die Aufrechterhaltung einer der gr&#246;&#223;ten Gewerkschaftsb&#252;rokratien, die es gibt, um die LehrerInnen unter Kontrolle zu halten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angesichts dieser Situation mussten die LehrerInnen, die in der &#8222;Nationalen Koordinierung der BildungsarbeiterInnen&#8220; (CNTE) gruppiert sind, auf die Stra&#223;e gehen, um diese Reform zu st&#252;rzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Perspektiven des Kampfes&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In den letzten Tagen und Wochen hat sich der Kampf der LehrerInnen auf zehn Bundesstaaten ausgeweitet und k&#246;nnte sich auf zw&#246;lf weitere ausdehnen. Die LehrerInnen unterhalten ein permanentes Besetzungscamp in Mexiko-Stadt mit Zehntausenden von LehrerInnen aus verschiedenen Teilen des Landes. Hinzu kam die Zusammenf&#252;hrung mit einer weit verbreiteten Unzufriedenheit mit der aktuellen PRI-Regierung, die zus&#228;tzlich zum Versuch, antisoziale Reformen durchzusetzen, die LehrerInnen brutal unterdr&#252;ckt und kriminalisiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dies hat eine breite gesellschaftliche Reaktion erzeugt, in der sich Sch&#252;lerInnen, Studierende (wie seit 1999-2000 nicht mehr), Eltern und soziale Organisationen sich dem Kampf anschlie&#223;en und sich solidarisieren. Selbst reformistische Sektoren, die die Verbindung von K&#228;mpfen vermieden haben, weil sie die CNTE f&#252;r zu radikal halten, mussten sich gegen die Repression aussprechen, die die Regierung gegen die LehrerInnen veranlasste, wo der bedeutendste Fall die Besetzung des zentralen Platzes von Mexiko-Stadt, des Z&#243;calo, gewesen ist, der am 13. September brutal ger&#228;umt wurde, wo neben vielen verletzten LehrerInnenn und Jugendlichen auch drei&#223;ig Menschen verhaftet wurden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die linksreformistischen Politiker Andres Manuel Lopez Obrador (AMLO) und Cuauhtemoc C&#225;rdenas wollen den Kampf gegen die Privatisierung von PEMEX f&#252;hren. Doch diese Beschwerde von wichtigen Pers&#246;nlichkeiten des mexikanischen Reformismus bedeutet nicht, dass sie wirklich die Vereinigung der K&#228;mpfe schaffen wollen. Jeder f&#252;rchtet den k&#228;mpferischen Geist der LehrerInnen, denn dessen Verbreitung k&#246;nnte (wie schon teilweise geschehen) auch andere Sektoren dazu bringen, auf die Stra&#223;e zu gehen und kein Vertrauen mehr in Institutionen wie das Parlament zu setzen. Nur ein entschlossener Kampf auf den Stra&#223;en und ein Generalstreik kann die Reformen von EPN und dem &#8222;Pakt f&#252;r Mexiko&#8220; zu Fall bringen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Kampf der LehrerInnen kann siegreich sein &#8211; daf&#252;r ist es unabdingbar, allein auf die eigene Kraft und das B&#252;ndnis mit der Gesamtheit der Ausgebeuteten und Unterdr&#252;ckten zu vertrauen. Dazu muss jede Verhandlung einer politisch unabh&#228;ngigen Strategie untergeordnet werden, die auf der Kraft der Einheitsfront und des Streiks der LehrerInnen basiert, auf der Mobilisierung in den Stra&#223;en und dem Aufruf zur Vorbereitung und Durchf&#252;hrung eines landesweiten Generalstreiks gemeinsam mit anderen Sektoren der arbeitenden Massen. In Verbindung damit ist es notwendig, einen vereinten Kampf aufrechtzuerhalten, wodurch die Man&#246;ver der Regierung zur&#252;ckgewiesen werden k&#246;nnen, die versucht, die verschiedenen Sektoren getrennt zu Verhandlungen zu bringen, um die Bewegung zu spalten und zu schw&#228;chen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gleichzeitig m&#252;ssen die ArbeiterInnen angesichts des Ausma&#223;es der Offensive des &#8222;Paktes f&#252;r Mexiko&#8220; ihre Kr&#228;fte in den Stra&#223;en vereinen. Als Avantgarde-Sektor im Kampf gegen die Regierung und das Regime hat die LehrerInnenbewegung die politische Autorit&#228;t, um von den Gewerkschaftsf&#252;hrungen, die sich oppositionell nennen (z.B. UNT), aktive Solidarit&#228;t zu fordern und einen landesweiten Streik zu organisieren, nicht nur gegen die Bildungs- und die Arbeitsmarktreformen, sondern auch gegen die Privatisierung von PEMEX.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit dieser Perspektive k&#228;mpfen unsere GenossInnen von der Liga der ArbeiterInnen f&#252;r den Sozialismus (LTS) im Innern der CNTE und in den Universit&#228;ten und verwirklichen das B&#252;ndnis der Sch&#252;lerInnen und Studierenden mit den LehrerInnen und den anderen ausgebeuteten Sektoren.&lt;/p&gt;
&lt;hr&gt;&lt;h2 class=&#034;spip&#034;&gt;Was ist die CNTE?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Warum versucht die Regierung, diese Bewegung mit allen Mitteln zu kriminalisieren? Die Teile der mexikanischen ArbeiterInnenklasse, die in den Gewerkschaften organisiert sind (heute etwa 11%), wurden schnell durch die PRI zentralisiert, kooptiert und der Regierung untergeordnet. Eine Kaste von Gewerkschaftb&#252;rokratInnen &#8211; &#8222;Charros&#8220; wie es in Mexiko hei&#223;t &#8211; hat die ArbeiterInnenklasse unterworfen, die seit den &#8216;30er Jahren keinen Generalstreik organisierte hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die CNTE wurde 1979 innerhalb der SNTE gegr&#252;ndet und entstand als eine Bewegung gegen die Gewerkschaftsb&#252;rokratie, f&#252;r Demokratisierung und die R&#252;ckeroberung der Gewerkschaft. Zun&#228;chst existierte sie in f&#252;nf mexikanischen Staaten, konnte sich bis heute auf 23 Staaten ausdehnen. Sie mobilisiert etwa 400.000 LehrerInnen. In den 30 Jahren ihres Bestehens gab es viele Versuche, sie aufzul&#246;sen. Mehr als 150 ihrer Mitglieder wurden get&#246;tet, entf&#252;hrt oder inhaftiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die CNTE ist ein sehr k&#228;mpferischer Avantgarde-Sektor innerhalb der mexikanischen ArbeiterInnenklasse, die historische K&#228;mpfe durchgef&#252;hrt hat. Zum Beispiel im Jahr 2006, als ein echter Aufstand der LehrerInnen, in der &#8220;Kommune von Oaxaca&#8221;, einen gro&#223;en Teil der Bev&#246;lkerung angef&#252;hrt und sogar Teile dieses Bundesstaates gegen eine mordende Regierung dominiert hat,. Diese Bewegung konnte nur mit Hilfe der nationalen Regierung und ihrer Armee besiegt werden.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
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		<title>Mexiko: Nein zur Privatisierung von PEMEX und zur Bildungsreform!</title>
		<link>https://estrategiainternacional.org/Mexiko-Nein-zur-Privatisierung-von-PEMEX-und-zur-Bildungsreform</link>
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		<dc:subject>M&#233;xico: Lucha del Magisterio</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;In nur einem Jahr, in dem die Institutionelle Revolution&#228;re Partei (PRI) in die Regierung zur&#252;ckkehrte, lie&#223;en die Angriffe gegen die ArbeiterInnen und unterdr&#252;ckten Sektoren nicht auf sich warten.&lt;/p&gt;

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 <content:encoded>&lt;img src='https://estrategiainternacional.org/local/cache-vignettes/L150xH82/arton7009-c6faa.jpg?1696134410' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='82' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Nein zur Privatisierung von &#8222;Petr&#243;leos Mexicanos&#8220; (PEMEX) und der Bildungsreform!&lt;br class='autobr' /&gt;
Nieder mit der Repression gegen die sozialen K&#228;mpferInnen!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In nur einem Jahr, in dem die Institutionelle Revolution&#228;re Partei (PRI) in die Regierung zur&#252;ckkehrte, lie&#223;en die Angriffe gegen die ArbeiterInnen und unterdr&#252;ckten Sektoren nicht auf sich warten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;PEMEX, das gr&#246;&#223;te nationale Besitzgut, welches nur durch den konsequenten Kampf f&#252;r die Unabh&#228;ngigkeit und Souver&#228;nit&#228;t m&#246;glich war, wird heute, in Anbetracht der imperialistischen Interessen, die seine Reicht&#252;mer rausziehen und auspl&#252;ndern wollen, von der aktuellen pri-istischen Regierung privatisiert. Dies geschah in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder teilweise, heute wird jedoch versucht, es zu legalisieren und damit den massenhaften Eintritt von privatem Kapital zu erm&#246;glichen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zur gleichen Zeit wurde eine neue Bildungsreform angenommen, die die &#196;nderung des 3. Verfassungsartikels beinhaltet, der den LehrerInnen die Schuld f&#252;r das Scheitern des Schulsystems gibt, ihre Arbeitsrechte k&#252;rzt und den Weg zur Privatisierung der Bildung &#246;ffnet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beide der komplett antisozialen Ma&#223;nahmen sind nicht ohne die Unterst&#252;tzung und Guthei&#223;ung der gr&#246;&#223;ten Parteien des Kongresses m&#246;glich. Der Mangel an Legitimit&#228;t, mit der Enrique Pe&#241;a Nieto an die Regierung kam wurde schnell wieder behoben, in dem die F&#252;hrungsschichten der drei gr&#246;&#223;ten Parteien, der PRI, PAN und der PRD einen Pakt schlossen. Dieser sogenannte &#8222;Pakt f&#252;r Mexiko&#8220; ist ein Pakt gegen die historischen Errungenschaften Mexikos und zeigt klar, dass das Problem nicht nur die schon bekannte antidemokratische und repressive PRI ist, sondern das gesamte Regime.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Widerstand gegen diese Auflagen hat sich in verschiedenen Teilen des Landes schon zu organisieren begonnen. Die geschah mit Streiks und Mobilisierungen, wie man es bei den demokratischen LehrerInnen gesehen hat. Dies wurde begleitet von einer Kampagne aggressivster Diffamation der Kommunikationsunternehmen im Dienste des Regimes. Das hat ein Szenario vorbereitet, um die K&#228;mpfe zu unterdr&#252;cken, soziale K&#228;mpfer einzusperren und sie zu t&#246;ten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die internationale Solidarit&#228;t ist fundamental und noch mehr aus einem Land wie Deutschland, welches ebenso wie die USA sich aufgrund der niedrigen Kosten der Arbeitskr&#228;fte und der nat&#252;rlichen Ressourcen unterentwickelten l&#228;ndern wie es mit Mexiko in Lateinamerika der Fall ist und mit S&#252;d- und Osteuropa im Koloss Europa. Regierungen, die sich als die reinen Demokratien darstellen, die jedoch kein Problem damit haben, diejenigen Regierungen und Reformen zu unterst&#252;tzen, die es ihnen erm&#246;glichen, die nat&#252;rlichen und menschlichen Ressourcen zugunsten der Hochtechnologie-Unternehmen ausbeuten zu lassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Deshalb solidarisieren wir uns mit all denjenigen, die sich in Mexiko gegen diese Reformen wenden mit einer unabh&#228;ngigen Perspektive von den Parteien. Dabei fordern wir die Wiederverstaatlichung von PEMEX unter Kontrolle der ArbeiterInnen, die Einheit der K&#228;mpfe und den Generalstreik, um sie zu erreichen. Wir stellen uns gegen die brutale Repression der sozialen K&#228;mpfer, die die demokratischen LehrerInnen erleiden m&#252;ssen und schlie&#223;lich auch gegen die imperialistische Einmischung von den USA und Deutschland in Bezug auf S&#252;d- und Osteuropa.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;
&lt;br /&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Nein zu Privatisierung von PEMEX! Wiederverstaatlichung unter ArbeiterInnenkontrolle!
&lt;br /&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Nieder mit dem reaktion&#228;ren Pakt f&#252;r Mexiko! Widerstand gegen die antidemokratische PRI-Regierung vorbereiten! F&#252;r eine Regierung der ArbeiterInnen und der armen Massen!
&lt;br /&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Imperialismus raus aus Lateinamerika und Europa!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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<item xml:lang="de">
		<title>Ra&#250;l Godoy in Berlin ((Zanon: Die Fabrik ohne Chefs)) </title>
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		<dc:date>2013-05-29T00:28:00Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Chucho Kahl</dc:creator>


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		<dc:subject> RIO (Revolution&#228;re Internationalistische Organisation), Deutschland </dc:subject>
		<dc:subject>Alemania</dc:subject>

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-
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		<title>Prekarisierung in der BRD</title>
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		<dc:date>2012-10-02T01:00:00Z</dc:date>
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		<dc:creator> RIO | Revolution&#228;ren Internationalistischen Organisation, Deutschland , Chucho Kahl</dc:creator>


		<dc:subject>Europa</dc:subject>
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		<dc:subject>An&#225;lisis</dc:subject>
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		<description>&lt;p&gt;Im Gegensatz zur Propaganda der Regierung wurden die ArbeiterInnen in den letzten 20 Jahren immer wieder gebeten, Ma&#223;nahmen zur Abfederung von Krisen zu akzeptieren.&lt;/p&gt;

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 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;span class='spip_document_3125 spip_documents'&gt;
&lt;img src='https://estrategiainternacional.org/local/cache-vignettes/L500xH177/putzen-Hauptbahnhof1-360733_960x340-ed1bb.jpg?1701295613' width='500' height='177' alt=&#034;&#034; /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Von Chucho Kahl&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Gegensatz zur Propaganda der Regierung wurden die ArbeiterInnen in den letzten 20 Jahren immer wieder gebeten, Ma&#223;nahmen zur Abfederung von Krisen zu akzeptieren. Der Aufschwung bis 2008 war nur auf Kosten der Prekarisierung von Millionen und dem Verlust der Zukunft neuer Generationen m&#246;glich: Die Jugend, die nach Schule und Studium (oder nebenbei) Arbeit sucht, findet einen Arbeitsmarkt vor, der nur flexible Arbeit, kurzfristige Vertr&#228;ge und sehr niedrige l&#246;hne bietet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Eine &#8222;wunderbare&#8220; &#214;konomie&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das sogenannte deutsche &#8222;Wirtschaftswunder&#8220; in den 50er Jahren erm&#246;glichte eine Reihe von Zugest&#228;ndnissen in der Nachkriegs-BRD (Renten, Arbeitsschutzgesetze, Sozialversicherung, etc.). Die KapitalistInnen propagierten einen &#8222;Interessenausgleich&#8220; zwischen den KapitalistInnen und ArbeiterInnen, mit voller Unterst&#252;tzung der Gewerkschaftsb&#252;rokratie. In diesem sogenannten &#8222;Wohlfahrtsstaat&#8220; setzten sich die Herrschenden, im Rahmen des Kalten Krieges, f&#252;r den &#8222;sozialen Frieden&#8220; als politische und ideologische Kampagne gegen die degenerierten ArbeiterInnenstaaten ein. Es war eine Zeit, in der Arbeitslosigkeit nicht zu den gro&#223;en Fragen geh&#246;rte. Dann aber kam die weltweite Rezession 1974-77, w&#228;hrend der die Arbeitslosigkeit auf fast 13 Millionen allein in den Industriestaaten anstieg. Im Fall der BRD erh&#246;hte sich die Arbeitslosigkeit von 0,7% (1962) auf 5,9% (1976). Die Zahl der KurzarbeiterInnen stieg in der gleichen Periode von 4.000 auf 493.000[1].&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die l&#246;sung der KapitalistInnen und der Regierung, um das Problem der Arbeitslosigkeit zu l&#246;sen, war, neue Arbeitspl&#228;tze zu schaffen, aber mit flexiblen Arbeitsbedingungen. Diese l&#246;sung hat einen langsamen Ver&#228;nderungsprozess der deutschen Arbeitswelt eingeleitet, der sich auf die Interessen und die Lebensqualit&#228;t der Lohnabh&#228;ngigen auswirkte. Die ersten Reformen erfolgten in den 80er Jahren unter der Regierung von Helmut Kohl: &#8222;Flexibilisierung&#8220; des Arbeitsmarktes und Privatisierung von Staatsunternehmen[2].&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit der Annexion der DDR und der damit einhergehenden Aufnahme von Millionen von ArbeiterInnen[3] in den Arbeitsmarkt der BRD (viele von ihnen wurden sehr bald arbeitslos), haben die KapitalistInnen profitiert, weil die meisten dieser ArbeiterInnen unter den neuen Bedingungen nicht konkurrieren konnten. Sie wurden in der Folge oft in prek&#228;re Arbeitsverh&#228;ltnisse gedr&#228;ngt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;2003 konnten (anders als die christlich-liberale Koalition) die Sozialdemokratie und die Gr&#252;nen vertiefte Strukturreformen durchsetzen. Mit der Agenda 2010 wurde unter anderem geregelt, dass in den neuen &#8222;Hartz IV&#8220;-Regelungen die Arbeitslosenversicherung und die Sozialhilfe zusammengelegt und neue &#8222;Anreize&#8220; f&#252;r den Eintritt in den Arbeitsmarkt geschaffen werden sollten[4]. Die rot-gr&#252;ne Regierung f&#252;hrte so die von Kohl vorbereitete Politik weiter und f&#252;hrte sie zu ihrem H&#246;hepunkt &#8211; rot-gr&#252;n setzte so durch, was die schwarz-gelbe Regierung nie geschafft hatte, n&#228;mlich die tiefgreifendste Umstrukturierung des deutschen Arbeitsmarktes seit dem Zweiten Weltkrieg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Prekarisierung ist nicht irgendein Problem!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie wir sehen konnten, ist die Ausweitung von prek&#228;ren Besch&#228;ftigungsverh&#228;ltnissen das Ergebnis eines langfristigen Plans, der von der Regierung und den KapitalistInnen umgesetzt wurde und wird, mit dem Ziel, die Kosten der Produktion zu senken[5]: Gek&#252;rzt wird bei l&#246;hnen, Tarifvertr&#228;gen, Renten, Steuern, sowie &#8211; nat&#252;rlich &#8211; der rechtlichen und administrativen Verantwortung gegen&#252;ber den ArbeiterInnen, die an Vertragspartner wie Manpower und Adecco, ausgelagert werden, wenn nicht neue wie die CFM geschaffen werden. Diese Situation vertieft die Spaltung zwischen den ArbeiterInnen (Versch&#228;rfung von Wettbewerbsf&#228;higkeit, Produktivit&#228;t und Rating) und sorgt f&#252;r ein hohes Ma&#223; an Vereinzelung (die Mehrheit der prekarisierten ArbeiterInnen geh&#246;rt keiner Gewerkschaft an), um so Arbeitsk&#228;mpfe zu vermeiden; eine Aufgabe, bei der die KapitalistInnen von der Gewerkschaftsb&#252;rokratie treu unterst&#252;tzt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Ausweitung von prek&#228;ren Besch&#228;ftigungsverh&#228;ltnissen ist nichts Anderes als eine Verbilligung der Arbeitskraft bzw. des Arbeitsmarktes und seiner Bedingungen, sodass Unternehmen mit gro&#223;en Gewinnen ihre Schulden bezahlen und die Wirtschaft ankurbeln k&#246;nnen. Diese Situation schreitet auch in Deutschland voran, und in weiten Teilen Europas hat sie l&#228;ngst zu einer Verarmung gro&#223;er Teile der Bev&#246;lkerung gef&#252;hrt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber wie wir sehen k&#246;nnen, ist dies kein konjunkturelles Problem, sondern markiert eine tiefgreifende Ver&#228;nderung in der Beziehung zwischen Kapital und Arbeit, die einen krassen Weg zur&#252;ck in die Vergangenheit weist, zu Situationen der &#204;berausbeutung und des Missbrauchs durch die UnternehmerInnen. Leider sind die Organisationen der ArbeiterInnenklasse, wie der DGB, heute stark b&#252;rokratisiert und sind l&#228;ngst keine Instrumente des Kampfes f&#252;r die Interessen unserer Klasse mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute wie gestern zeigen diese Angriffe gegen die ArbeiterInnen das wahre Gesicht dieses Systems, das nichts mit guten Lebensbedingungen f&#252;r alle zu tun hat, sondern im Interesse einer Minderheit arbeitet, basierend auf der Ausbeutung der Mehrheit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Minijob, Mini-l&#246;hne, Mini-Zukunft&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach offiziellen Daten ist Deutschland eines der EU-l&#228;nder mit einer Arbeitslosenrate (knapp 7%) unter dem europ&#228;ischen Durchschnitt. Nat&#252;rlich spiegeln diese Zahlen nicht die Realit&#228;t wieder (z.B. die hohe Zahl der &#8222;Schwarzarbeit&#8220;), weil in der gleichen Zahl all jene mit Ein-Euro-Jobs oder Minijobs[6] fehlen, deren Anteil angesichts der kurzen Dauer dieser Arbeitspl&#228;tze starken Schwankungen unterliegt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Rund 7,5 Millionen Menschen suchen einen Arbeitsplatz, da sie arbeitslos sind oder ihre aktuelle Arbeitssituation verbessern wollen. Zu den 2,5 Millionen Arbeitslosen, die aktiv Arbeit suchen, sind weitere 3,5 Millionen hinzuzuf&#252;gen, die mehr arbeiten m&#246;chten. Innerhalb dieser Gruppe von ArbeiterInnen, die mehr arbeiten wollen, gibt es etwa zwei Millionen Teilzeitbesch&#228;ftigte, die ihre Arbeit verl&#228;ngern m&#246;chten. Zus&#228;tzlich dazu gibt es 1,7 Millionen Menschen mit Vollzeitstellen, die zus&#228;tzliche Arbeit m&#246;chten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was diese Zahlen schlie&#223;lich bedeuten, und was in der Statistik nicht deutlich wird, ist, dass durch die stagnierenden l&#246;hne ein einzelner Arbeitsplatz nicht mehr ausreicht, um die grundlegenden Lebenshaltungskosten (Miete, Lebensmittel, Transport, etc.) zu bezahlen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Derzeit ist jeder f&#252;nfte Arbeitsplatz ein Minijob. F&#252;r insgesamt fast f&#252;nf Millionen ArbeiterInnen ist das ihre Hauptt&#228;tigkeit. Dadurch, zusammen mit dem Fehlen eines gesetzlichen Mindestlohns, haben die UnternehmerInnen freie Hand, um nur zu den schlimmsten Bedingungen einzustellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;ImmigrantInnen, Jugendliche&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In einer besonders prek&#228;ren Situation leben ImmigrantInnen in Deutschland, sowohl jene aus der EU wie aus anderen l&#228;ndern. Deutschland hat viel von regionaler Armut profitiert, um seine Wirtschaft aufzubauen und zu dynamisieren. Schon seit den 1960er Jahren, damals im Rahmen der Politik der &#8222;Gastarbeiter&#8220;, sind t&#252;rkische Besch&#228;ftigte (die gr&#246;&#223;te Einwanderungsgruppe bisher mit 2,5 Millionen), sowie italienische, spanische etc. daf&#252;r verantwortlich, all jene Arbeiten zu erledigen, die keine &#8222;Qualifikation&#8220; ben&#246;tigen und bei denen es zu wenig einheimische Arbeitskraft gibt: Bau, Bergbau, Stahl, usw. Dabei wurden bestehende Qualifikationen der ArbeitsmigrantInnen oftmals nicht anerkannt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die DGB-Gewerkschaften befassten sich erst Anfang der 70er mit der Arbeits- und Lebenssituation der MigrantInnen, als in einigen Betrieben eigene Listen f&#252;r die Betriebsratswahlen gegr&#252;ndet wurden und so beispielsweise die IG Metall in den K&#246;lner Ford-Werken nur noch 30% der Sitze inne hatte. Gest&#246;rt hat dabei wohl auch, dass die &#8222;Gastarbeiter&#8220; die &#8222;deutsche Gastfreundschaft missbrauchten&#8220; und bei den gro&#223;en Streikwellen der Zeit (bei denen die Gewerkschaften teilweise die Kontrolle verloren) oft eine f&#252;hrende Rolle spielten. Die Herrschenden reagierten auf das Ende eines chronischen Mangels an Arbeitskr&#228;ften mit einem &#8222;Anwerbestopp&#8220; 1973. Die Kohl-Regierung vollzog die offene Reaktion zun&#228;chst mit einer verzweifelten &#8222;R&#252;ckkehrf&#246;rderung&#8220; und schlie&#223;lich mit einer rassistischen Asyldebatte (&#8222;Das Boot ist voll&#8220;).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier spielt die Trennung der ArbeiterInnenklasse zwischen ausl&#228;ndischen und inl&#228;ndischen, die von der Regierung, den UnternehmerInnen und der Gewerkschaftsb&#252;rokratie aufrechterhalten wird, eine &#228;u&#223;erst reaktion&#228;re Rolle und erschafft aktive Diskriminierung und Rassismus gegen EinwandererInnen (einschlie&#223;lich Fl&#252;chtlinge). Heute hat die Vertiefung der Wirtschaftskrise in der Eurozone zum starken Anwachsen der Migration unter anderem aus Griechenland (+90%) und Spanien (+60%) gef&#252;hrt: meist gut ausgebildete junge Menschen, die angesichts der wachsenden Armut und Arbeitslosigkeit[7] in ihren l&#228;ndern ebendiese verlassen mussten, in der Hoffnung, in Deutschland Arbeit, wenn auch prek&#228;re, zu finden &#8211; dem gleichen Land, welches sie gemeinsam mit den Bourgeoisien ihrer l&#228;nder ihrer Zukunft beraubt und ihnen die Kosten einer Krise, die sie nicht verursacht haben, aufgeladen hat. Das ist eine einmalige Gelegenheit f&#252;r das deutsche Kapital, um seine Bedingungen aufzubessern und qualifizierte Arbeitskr&#228;fte zu niedrigen Kosten in die Produktion zu integrieren. Aber auch deutsche Jugendliche wissen oft nach dem Schulabschluss nicht, wo sie hin k&#246;nnen. Immer &#246;fter erhalten sie befristete Arbeitsvertr&#228;ge und sind in den Tarifvertr&#228;gen viel schlechter gestellt als &#196;ltere.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Frauen sind besonders von Arbeitslosigkeit und Prekarisierung betroffen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Zeit von 1991-2010 ist die Anzahl von m&#228;nnlichen Besch&#228;ftigten in Deutschland bedeutend gesunken (-8%), w&#228;hrend die weiblicher Besch&#228;ftigter gestiegen ist (+16%). Die Vollzeitarbeit reduzierte sich drastisch f&#252;r beide Gruppen (-20%), aber insbesondere bei Frauen sind Ganztagsjobs durch Teilzeitt&#228;tigkeiten ersetzt worden und in h&#246;herem Ma&#223;e sind sie Opfer prek&#228;rer Arbeitsbedingungen geworden: Minijobs und Ein-Euro-Jobs haben die geschlechtliche L&#252;cke in Bezug auf die Menge und Qualit&#228;t der Jobs vergr&#246;&#223;ert[1].&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die 23.000 Arbeiterinnen von Schlecker, vor kurzem ihrer Arbeitspl&#228;tze beraubt, sind ein Beispiel f&#252;r die Unsicherheit, die der aktuelle Arbeitsmarkt bietet. Sie hatten schon sehr schlechte Arbeitsbedingungen, ihr Tarifvertrag wurde entgegen ihrer Interessen ver&#228;ndert, und sie mussten massive Gehaltsk&#252;rzungen erdulden. Doch das alles war dennoch nicht genug, um ihre Arbeitspl&#228;tze zu sichern. Die Willk&#252;r der KapitalistInnen im Bunde mit der Gewerkschaftsb&#252;rokratie spielte eine sch&#228;ndliche Rolle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dass fast ausschlie&#223;lich Frauen von den schlechten Arbeitsbedingungen, wie sie bei Schlecker herrschten, betroffen sind, ist kaum Zufall, da der Beruf der Verk&#228;uferin im Drogeriegesch&#228;ft als &#8222;typischer&#8220; Frauenberuf gilt. Die KapitalistInnen gehen auf diese gesellschaftlichen Erwartungen ein. Solche Berufe sind wie u.a. die der Friseurin und Erzieherin im Durchschnitt viel schlechter bezahlt als &#8222;M&#228;nnerberufe&#8220;. Hier ist die Diskriminierung also strukturell.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Frauen werden in der Arbeitswelt also nicht nur von m&#228;nnlichen Kapitalisten oder Kollegen direkt sexuell unterdr&#252;ckt, sondern leiden unter der geschlechtlichen Struktur des Arbeitsmarktes selbst. &#8222;Frauenberufe&#8220; gelten zum einen als weniger wert. Zum anderen nehmen sie &#246;fter die Form von Teilzeitarbeit an, weil Frauen &#246;fter einer Doppelbelastung ausgesetzt sind: Sie m&#252;ssen Familie und Beruf vereinen, was selbst im &#8222;aufgekl&#228;rten&#8220; Deutschland &#252;berproportional Frauen statt M&#228;nner in einer Partnerschaft trifft. Gleichzeitig entscheiden sich Elternpaare oft daf&#252;r, dass der Vater, weil er bereits mehr verdient, nicht zu Hause bleibt, sondern weiter arbeiten geht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das vertieft dauerhafte Ungleichheiten, unter denen Frauen leiden, nicht nur bei der Arbeit. Denn die bessere Stellung der M&#228;nner in der Wirtschaft ist auch die Grundlage f&#252;r den Sexismus in allen anderen Lebensbereichen. Aus diesem Grund m&#252;ssen Strategien zur &#204;berwindung von sexueller Diskriminierung an den kapitalistischen Verh&#228;ltnissen ansetzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Daher reicht beispielsweise allein die Forderung nach einer durch die Regierung festgesetzten Frauenquote nicht aus, um die Situation aller Frauen zu &#228;ndern. Denn das gr&#246;&#223;te Problem der Frauenunterdr&#252;ckung besteht nicht darin, dass es zu wenige weibliche ManagerInnen g&#228;be, sondern in der strukturellen Unterdr&#252;ckung der gro&#223;en Mehrheit der Frauen im Niedriglohnbereich. Der Kampf f&#252;r Gleichberechtigung muss &#252;ber den Kampf gegen prek&#228;re Arbeit, gegen ungleiche l&#246;hne und f&#252;r ausreichende Kinderbetreuung gehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fu&#223;note&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[1]. &#8222;Ungenutzte Potenziale in der Teilzeit: Viele Frauen w&#252;rden gerne l&#228;nger arbeiten&#8220;. Susanne Wanger. IAB Kurzbericht 9/2011.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;F&#252;r die Einheit der ArbeiterInnenklasse&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es sind die ArbeiterInnen, die den gesellschaftlichen Reichtum schaffen und die dieses System am Laufen halten. H&#246;here Lebensqualit&#228;t ist kein Geschenk eines Staates, sondern das Ergebnis der gro&#223;en K&#228;mpfe der ArbeiterInnenklasse[8]. Wir haben hier versucht zu verdeutlichen, dass es dem Staat und der Regierung vor allem darum geht, die Interessen der Bourgeoisie sicherzustellen und zu gew&#228;hrleisten. Die Herrschenden stellen ihr Interesse als ein allgemeines Interesse der Gesellschaft dar. Aber im Gegenteil: Sie bereichern sich nur auf unsere Kosten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zu dieser Situation der prek&#228;ren Arbeit ist es nicht nur durch die konsequenten und entschlossenen Angriffe der Bourgeoisie und ihrer Regierungen gekommen, sondern auch durch die schockierende Komplizenschaft der Gewerkschaftsb&#252;rokratie, die gegen&#252;ber der offensichtlichen Verschlechterung der Arbeits- und Lebensbedingungen der ArbeiterInnen nichts tut, au&#223;er verbal diese Situation anzuprangern, ohne einen Finger zu r&#252;hren, um f&#252;r richtige Arbeit zu k&#228;mpfen, w&#228;hrend sie immer wieder den Abbau von Arbeitspl&#228;tzen, Tarifvertr&#228;gen und l&#246;hnen unterzeichnet. So &#252;berl&#228;sst sie Millionen von Besch&#228;ftigten ihrem Schicksal. Die Gewerkschaften stehen unter der F&#252;hrung einer B&#252;rokratie, die nicht f&#252;r die Rechte der ArbeiterInnen und gegen die KapitalistInnen k&#228;mpft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute brauchen wir mehr denn je die Einheit aller ArbeiterInnen, mit Vollzeit- und prek&#228;rer Arbeit, mit und ohne Arbeit, mit und ohne deutschen Pass (nicht zu vergessen, dass die ArbeiterInnenklasse kein Vaterland hat, sondern eine internationale Klasse ist!), um die Prekarisierung zur&#252;ckzuschlagen. Der Kampf f&#252;r menschenw&#252;rdige Arbeit f&#252;r alle kann nur gelingen als ein kombinierter Kampf, gegen Sexismus und Rassismus und f&#252;r R&#252;ckeroberung unserer Organisationen von der Gewerkschaftsb&#252;rokratie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir brauchen keine &#8222;faire&#8220; Leiharbeit, sondern ihre Abschaffung (wie es zuletzt beim UFO-Streik gefordert wurde) durch gemeinsame K&#228;mpfe von allen, die im Betrieb sind. Wir d&#252;rfen uns nicht nur auf Gewerkschaftsmitglieder beziehen. Diese Praxis ist letztlich Ausdruck der Vorstellung von Gewerkschaften als &#8222;mitgliederbasierten&#8220; Organisationen. Dies lehnen wir ab und k&#228;mpfen f&#252;r eine Demokratisierung der Gewerkschaften, damit sie im Kampf das Sprachrohr aller Besch&#228;ftigten werden. &#8222;Stammbelegschaft&#8220; und prek&#228;re ArbeiterInnen k&#246;nnen nicht ohne einander ihre Interessen durchsetzen. Prek&#228;re allein sind zu schwach, weil sie zu einem sehr geringem Grad organisiert sind, geringere Arbeitsschutzrechte haben und ihr Vertrag auch mal einfach nicht verl&#228;ngert werden kann. Daher brauchen sie die Solidarit&#228;t der Stammbelegschaft. Aber auch diese muss im eigenen Interesse auf die Abschaffung prek&#228;rer Arbeit dr&#228;ngen, weil prek&#228;re Arbeit sonst immer weiter ausgeweitet wird, bis sie selbst in prek&#228;re Arbeiter umgewandelt werden. Ihre &#8222;Privilegien&#8220; sind also bedroht, denn die Kapitalisten wollen am Liebsten die totale Flexibilit&#228;t aller ArbeiterInnen erreichen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um den Kampf gegen Leiharbeit und Prekarisierung effektiv zu f&#252;hren, m&#252;ssen wir, wie schon erw&#228;hnt, die Gewerkschaften wieder zu Kampforganen der ArbeiterInnenbewegung machen, indem wir basisdemokratische, klassenk&#228;mpferische, antib&#252;rokratische Str&#246;mungen in den Gewerkschaften aufbauen und die F&#252;hrung der B&#252;rokratie in Frage stellen. Die Schw&#228;che der b&#252;rokratischen Kampagnen f&#252;r &#8222;faire&#8220; Leiharbeit und gegen die Verdichtung der Arbeitszeit liegt nicht in Planungsfehlern, sondern darin, dass die Gewerkschaftsb&#252;rokratie kein Interesse an einer wirklichen Mobilisierung ihrer Mitglieder hat. Stattdessen m&#252;ssen wir von der Gewerkschaftsbasis aus Massenkampagnen f&#252;r die Abschaffung der Leiharbeit und die R&#252;cknahme der Hartz-Gesetze organisieren, als einen ersten Schritt der Beendigung der Prekarisierung in Deutschland.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_ps'&gt;&lt;p&gt;Fu&#223;noten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[1]. Ernest Mandel / Winfried Wolf: Ende der Krise oder Krise ohne Ende?, Bilanz der Weltwirtschaftsrezession und der Krise in der Bundesrepublik. Berlin 1977. S. 120-21&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[2]. Das Ziel dieser Reformen war es, die Rolle des Staates in der Wirtschaft und das Staatsdefizit zu reduzieren, Steuern zu senken, staatliche Beschr&#228;nkungen und Vorschriften zu beseitigen, und die Flexibilit&#228;t und Leistungsf&#228;higkeit des Arbeitsmarktes zu verbessern. Dazu gab es eine Reihe von Privatisierungen: F&#252;r rund 10 Milliarden Euro wurden staatliche Institutionen wie VEBA, VIAG, Volkswagen, Lufthansa und Salzgitter verkauft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[3]. Der DGB hat mehr als drei Millionen von diesen ArbeiterInnen aufgenommen. Im Jahr 1990 waren 7.937.923 Mitglieder und f&#252;r das Jahr 1991 11.300.412 Mitglieder organisiert. Aber acht Jahre sp&#228;ter sank die Mitgliederzahl wieder auf das Niveau von 1990.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[4]. Eine weitere wichtige Neuregelung war die grundlegende &#196;nderung des Arbeitnehmer&#252;berlassungsgesetzes. Mit Beginn des Jahres 2004 wurden das besondere Befristungsverbot (eine Besch&#228;ftigung kann nicht wiederholt befristet werden, ohne dass ein sachlicher Grund in der Person des Leiharbeiters vorliegt), das Wiedereinstellungsverbot (Leiharbeitsfirmen d&#252;rfen gek&#252;ndigte MitarbeiterInnen innerhalb eines Zeitraums von drei Monaten nicht erneut einstellen), das Synchronisationsverbot (MitarbeiterInnen d&#252;rfen von einer Zeitarbeitsfirma nicht nur f&#252;r die Zeit der Leiht&#228;tigkeit eingestellt sein) sowie die Beschr&#228;nkung der &#204;berlassungsdauer auf 24 Monate ersatzlos aufgehoben. Zudem sind Ausnahmen vom Verbot der Arbeitnehmer&#252;berlassung in Betrieben des Baugewerbes durch Tarifvertr&#228;ge erm&#246;glicht worden. Vgl. &lt;a href=&#034;http://www.bpb.de/politik/innenpolitik/arbeitsmarktpolitik/55357/leiharbeit-zeitarbeit&#034; class=&#034;spip_url spip_out auto&#034; rel=&#034;nofollow external&#034;&gt;http://www.bpb.de/politik/innenpolitik/arbeitsmarktpolitik/55357/leiharbeit-zeitarbeit&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[5]. Die Anzahl von Vollzeitarbeitspl&#228;tzen ist zwischen 2003 und 2008 von 22,6 auf 22,4 Millionen gefallen. Besonders betroffen waren die Bergbauindustrie (-16,3%), die Bauindustrie (-13,0%), Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (-2,3%), die &#246;ffentliche Verwaltung (-12,1%) und das Bildungssystem (-10,9%). Dem ist hinzuzuf&#252;gen, dass Vollzeitarbeitspl&#228;tze nicht wieder besetzt, sondern von prek&#228;rer Arbeit, d.h. befristete Vertr&#228;ge und geringe l&#246;hne, ersetzt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[6]. Innerhalb der Prekarisierung der Arbeit ist der Minijob ein Modell der staatlich subventionierten Besch&#228;ftigung mit einem Gehalt von maximal 400&#8364; und 40 Stunden monatlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[7]. Seit M&#228;rz 2012 wurde die M&#246;glichkeit, als &#8222;EU-B&#252;rger&#8220; Sozialhilfe (Hartz IV) zu beantragen und zu erhalten, beseitigt. Im Gegenzug wurden Trainingsprogramme (Auswahlfilter f&#252;r junge und qualifizierte Arbeitskr&#228;fte) zum schnellen Einf&#252;gen in den Arbeitsmarkt entwickelt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[8]. Auf dem Genfer Kongress der Internationalen Arbeiter Assoziation (IAA) 1866 wurde unter Mitwirkung von Karl Marx und Friedrich Engels die internationale gesetzliche Einf&#252;hrung des Achtstundentages gefordert und somit zur allgemeinen Forderung der ArbeiterInnenklasse der gesamten Welt erhoben. Sie musste von der ArbeiterInnenbewegung erst erk&#228;mpft werden, und so war der 8-Stundentag in Deutschland das Ergebnis der Novemberrevolution.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
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	</item>
<item xml:lang="es">
		<title>Los resultados profundizan la crisis del gobierno alem&#225;n </title>
		<link>https://estrategiainternacional.org/Los-resultados-profundizan-la-crisis-del-gobierno-aleman</link>
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		<dc:creator> RIO | Organizaci&#243;n Revolucionaria Internacionalista, Alemania , Chucho Kahl, Wladek Flakin</dc:creator>


		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Pol&#237;tica Internacional</dc:subject>
		<dc:subject>An&#225;lisis</dc:subject>
		<dc:subject>Crisis capitalista mundial</dc:subject>
		<dc:subject>Alemania</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;El 18 de septiembre se celebraron elecciones parlamentarias en Berl&#237;n. El alcalde Klaus Wowereit, del partido socialdem&#243;crata SPD, que gobierna desde 2001, gan&#243; con un 28,3% de los votos...&lt;/p&gt;

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		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;span class='spip_document_2231 spip_documents'&gt;
&lt;img src='https://estrategiainternacional.org/local/cache-vignettes/L500xH325/Berlin-69cb8.jpg?1701295613' width='500' height='325' alt=&#034;&#034; /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;por Wladek Flakin y Chucho Kahl, Grupo RIO desde Alemania&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;El 18 de septiembre se celebraron elecciones parlamentarias en Berl&#237;n. El alcalde Klaus Wowereit, del partido socialdem&#243;crata SPD, que gobierna desde 2001, gan&#243; con un 28,3% de los votos, lo que le permitir&#225; ser por tercera vez consecutiva gobernador de esta ciudad. Pero en realidad todos los partidos han perdido, expresi&#243;n de una creciente crisis en el gobierno que dirige Angela Merkel en el marco de la crisis capitalista, que aunque todav&#237;a no ha golpeado a Alemania tan fuertemente como a otros pa&#237;ses europeos est&#225; provocando un cuestionamiento del sistema pol&#237;tico entre cada vez m&#225;s capas de la poblaci&#243;n.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&#191;C&#243;mo puede ser que todos los partidos perdieron?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Si bien el SPD sali&#243; por tercera vez como mayor partido, baj&#243; un 2,5% comparado con las elecciones de 2006. Entre tanto, el partido conservador CDU (de la canciller Angela Merkel) subi&#243; dos puntos (23,4%), pero es muy probable que quede fuera de la coalici&#243;n que har&#225; el SPD para gobernar. Los Verdes sacaron un resultado hist&#243;rico en Berl&#237;n (17,6%), cuatro puntos arriba de 2006. Contrario a su pron&#243;stico que se hab&#237;a planteado hace medio a&#241;o cuando ganaron elecciones en la provincia de Baden-Wurtemberg: salir como principal fuerza con 30% o m&#225;s. El partido DIE LINKE (&#8220;La Izquierda&#8221;) baj&#243; casi dos puntos a 11,7%. Desde 2002 hab&#237;an formado el llamado &#8220;gobierno rojo-rojo&#8221; junto con el SPD con quienes aplicaron pol&#237;ticas en contra de los sectores m&#225;s desprotegidos.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;La p&#233;rdida m&#225;s dram&#225;tica ha sido la del partido liberal FDP, socio del CDU en el actual gobierno nacional. Con s&#243;lo 1,8% (incluso por debajo del partido fascista NPD que obtuvo 2,1%!) quedando muy por debajo de los 5% necesarios para entrar al parlamento. Su presidente y actual ministro de econom&#237;a Philipp R&#246;sler, hab&#237;a intentado en la &#250;ltima semana frenar la descomposici&#243;n de su partido proclam&#225;ndose a favor de una insolvencia ordenada de Grecia, parando los pagos de rescate por parte del estado alem&#225;n. Este intento de populismo de &#250;ltima hora para evitar el fracaso no sirvi&#243; para ocultar el hecho de que el FDP representa nada m&#225;s que intereses clientelares de pocos sectores burgueses.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Los &#250;nicos ganadores electorales fueron los Piratas, un partido muy nuevo y muy joven que se form&#243; hace cinco a&#241;os para luchar por libertad en internet y, a partir de eso, por m&#225;s transparencia y participaci&#243;n ciudadana lograron un 8,9% de la nada lo que sorprendi&#243; hasta ellos mismos. Este partido que carece de programa ya se ha pronunciando a favor de la econom&#237;a de mercado y la propiedad privada, por lo cual es cuesti&#243;n de tiempo que se integren al r&#233;gimen burgu&#233;s, como hicieron los verdes hace 30 a&#241;os. Este &#233;xito de un partido sin ninguna tradici&#243;n u experiencia es expresi&#243;n de la crisis de un r&#233;gimen que ha perdido legitimidad.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Una crisis que se profundiza&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;El r&#233;gimen de posguerra que a partir de la restauraci&#243;n capitalista en Alemania Oriental inici&#243; un proceso lento para recuperar su rol de tim&#243;n de mando con la constituci&#243;n de la Uni&#243;n Europea y donde cada vez m&#225;s impulsa su pol&#237;tica imperialista, imponiendo su designio a los imperialismos menores como Grecia, en un claro proceso de semicolonizacion de la regi&#243;n, le ha permitido exportar la crisis y evitar tener una mayor inestabilidad econ&#243;mica en su propia casa.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sin embargo este proceso no ha sido sin contradicciones ya que a nivel de gobierno la actual coalici&#243;n entre Cristiano-Dem&#243;cratas (CDU) y Liberales (FDP) con Angela Merkel al frente ha perdido legitimidad, este gobierno metido en constantes conflictos internos ha sido incapaz de lograr avanzar en acuerdos. Un caso extremo de esta crisis fue la falta de acuerdo frente a la deuda soberana griega donde no hay acuerdo en c&#243;mo resolverla, tanto en el gobierno como incluso en el mismo partido de Merkel. Esto genera una crisis permanente entre la clase gobernante y una p&#233;rdida de legitimidad frente a la poblaci&#243;n, no olvidemos que las elecciones que le dieron la canciller&#237;a a la coalici&#243;n resaltaron por la p&#233;rdida de votos entre las principales fuerzas pol&#237;ticas y de un abstencionismo cercano al 40%, mostrando claramente una p&#233;rdida de credibilidad del sistema de partidos entre la poblaci&#243;n y que hoy frente a los resultados electorales en Berl&#237;n (donde los liberales sufrieron un fuerte golpe) ya hay sectores que plantean la imposibilidad de mantener un gobierno sin legitimidad, poniendo en la mesa la necesidad de llamar a elecciones anticipadas.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;En medio de una crisis econ&#243;mica de trascendencia hist&#243;rica que se ha instalado en Europa y donde el rol de Alemania ser&#225; clave, la estabilidad que aparenta tener cada vez es m&#225;s fr&#225;gil, por lo que dada la din&#225;mica que podemos ver en Europa es posible que r&#225;pidamente los efectos de la crisis que tanto a buscado evitar el gobierno alem&#225;n, comiencen a impactar la econom&#237;a alemana y con ello a los sectores m&#225;s pobres y desprotegidos, por lo que la posibilidad de ver movimientos radicalizados en las calles del coloso europeo es cada vez m&#225;s probable.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Nadie representa los intereses de los trabajadores&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;En las elecciones se presentaron dos listas a la izquierda de DIE LINKE. El peque&#241;o Partido Comunista Alem&#225;n (DKP), la vieja representaci&#243;n diplom&#225;tica de la RDA estalinista en Alemania del Oeste, hizo una campa&#241;a en apoyo a las luchas por mejoras salariales y viviendas pagables. Pero a la vez defendieron el estalinismo alem&#225;n y la construcci&#243;n del muro de Berl&#237;n &#8211;incluso presentaron como candidato al viejo ministro de defensa de la RDA, &#161;de 90 a&#241;os!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;A la vez, el todav&#237;a m&#225;s peque&#241;o Partido por la Igualdad Social (PSG), que reclama ser de la Cuarta Internacional y viene de la tradici&#243;n de Gerry Healy, hizo una campa&#241;a cl&#225;sicamente ultraizquierdista, rechazando cualquier trabajo en sindicatos o alg&#250;n frente de lucha. Las mayores organizaciones que reclaman el legado de Le&#243;n Trotsky, Marx21 (vinculado al SWP brit&#225;nico) y el SAV (vinculado al Comit&#233; por una Internacional de los Trabajadores), trabajan dentro de DIE LINKE y llamaron a votarlo cr&#237;ticamente.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Desde RIO (Organizaci&#243;n Internacionalista Revolucionaria), secci&#243;n simpatizante de la FT-CI en Alemania, hicimos una campa&#241;a a favor de votar en blanco en estas elecciones ya que ning&#250;n partido representa los intereses de los trabajadores y sectores desprotegidos y llamamos a construir una alternativa obrera, socialista y revolucionaria, a trav&#233;s de una declaraci&#243;n que repartimos en diversos eventos electorales.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;21-09-2011&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
<item xml:lang="es">
		<title>Huelga por la contrataci&#243;n colectiva de los tercearizados </title>
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		<dc:language>es</dc:language>
		<dc:creator> RIO | Organizaci&#243;n Revolucionaria Internacionalista, Alemania , Chucho Kahl, Wladek Flakin</dc:creator>


		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Movimiento Obrero</dc:subject>
		<dc:subject>An&#225;lisis</dc:subject>
		<dc:subject>Alemania</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;La huelga de la CFM (Charite Facility Management) en el Hospital Universitario de la Charite (el hospital m&#225;s grande de Europa) ha iniciado su segunda semana y en ella los trabajadores que buscan la contrataci&#243;n colectiva...&lt;/p&gt;

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		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;La huelga de la CFM (Charite Facility Management) en el Hospital Universitario de la Charite (el hospital m&#225;s grande de Europa) ha iniciado su segunda semana y en ella los trabajadores que buscan la contrataci&#243;n colectiva y con ello mejorar sus condiciones laborales (como la mayor&#237;a de sus compa&#241;eros) est&#225;n dando una pelea que en los hechos cuestiona el avance de la precarizaci&#243;n laboral. En Alemania en los &#250;ltimos diez a&#241;os la oferta laboral se ha llenado con trabajo tercerizado y es lo que explica los n&#250;meros positivos con los que el gobierno habla de disminuci&#243;n de la tasa de desempleo.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;La CFM es una filial del Hospital de la Charite que subcontrata gente con contratos individuales y temporales, bajos salarios, malas condiciones de trabajo y aunque est&#225;n sindicalizados son permanentemente amenazados con el despido si se rebelan. Son alrededor de 2.500 trabajadores los que manejan esta filial y de ellos el 51% da &#8220;servicio&#8221; al Hospital de la Charite en labores como la cocina, Correo, Log&#237;stica, Mantenimiento, Esterilizaci&#243;n y Transporte. La huelga actual, que tiene como antecedente la lucha de mayo de los trabajadores del Hospital de la Charite con contrato colectivo (huelga que dur&#243; cinco d&#237;as con la demanda de nivelaci&#243;n de los salarios por la media nacional, lo que representaba un aumento directo de 300 Euros; logrando conseguir el 50% inmediato y el resto para 2012) busca la contrataci&#243;n directa de los trabajadores tercerizados que dan &#8220;servicio&#8221; al Hospital, as&#237; como su colectivizaci&#243;n, lo que implicar&#237;a un mejora considerable en las condiciones de los trabajadores que por ahora enfrentan entre otras cosas, una diferencia salarial que oscila entre 70 y 90%,seg&#250;n Sylvi Krisch, Secretaria del sindicato, Verdi.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sin embargo los trabajadores no solo tienen en contra a la patronal y al gobierno, sino tambi&#233;n a su propia direcci&#243;n sindical de bur&#243;cratas profesionales que no han hecho nada para que la huelga tenga un mayor acatamiento y al mismo tiempo mayor solidaridad de otros trabajadores que tambi&#233;n est&#225;n representados por el Verdi.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Desde RIO (Organizaci&#243;n Internacionalista Revolucionaria) hemos buscado llenar de solidaridad esta lucha, que consideramos clave dada la situaci&#243;n de la clase obrera alemana y del avance impresionante en la precarizaci&#243;n laboral, desde la universidad junto con otras organizaciones y estudiantes independientes, participando junto a los trabajadores desde el primer momento, pues consideramos que el triunfo de esta huelga puede animar a otros trabajadores a luchar contra la tercerizaci&#243;n y en ese camino recuperar sus propias organizaciones de lucha que por ahora est&#225;n en manos de la burocracia sindical. &#161;Viva la lucha de la CFM del Hospital de la Charite!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;21-09-2011&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		

	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>Zanon: Ein historischer Sieg</title>
		<link>https://estrategiainternacional.org/Zanon-Ein-historischer-Sieg</link>
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		<dc:date>2009-11-03T23:00:00Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Chucho Kahl</dc:creator>


		<dc:subject>Am&#233;rica Latina</dc:subject>
		<dc:subject>Movimiento Obrero</dc:subject>
		<dc:subject>Argentina</dc:subject>

		<description>
&lt;p&gt;Dieser Artikel gibt wichtige Teile der Arbeiten von Tintin Moreira, La Verdad Obrera No. 338, 13.8.2009 und Mariano Predero, Suplemento Especial LVO, 20.8. 2009 wieder. Ein Interview mit dem Gewerkschaftsf&#252;hrer Raul Godoy ver&#246;ffentlichten wir in der letzten Ausgabe des Internationalen Klassenkampfes N&#176;3 &lt;br class='autobr' /&gt; Chronik Am vergangenen 13. August wurde endlich und endg&#252;ltig f&#252;r das Gesetz zur Enteignung von Zanon gestimmt, ein gro&#223;er Tag f&#252;r die ArbeiterInnen dieser Kachelfabrik, die sie 2001 (&#8230;)&lt;/p&gt;


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&lt;a href="https://estrategiainternacional.org/Internationaler-Klassenkampf-Nr-4" rel="directory"&gt;Internationaler Klassenkampf Nr. 4&lt;/a&gt;

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&lt;a href="https://estrategiainternacional.org/America-Latina" rel="tag"&gt;Am&#233;rica Latina&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://estrategiainternacional.org/Movimiento-Obrero" rel="tag"&gt;Movimiento Obrero&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://estrategiainternacional.org/Argentina-100" rel="tag"&gt;Argentina&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_chapo'&gt;&lt;p&gt;Dieser Artikel gibt wichtige Teile der Arbeiten von Tintin Moreira, La Verdad Obrera No. 338, 13.8.2009 und Mariano Predero, Suplemento Especial LVO, 20.8. 2009 wieder. Ein Interview mit dem Gewerkschaftsf&#252;hrer Raul Godoy ver&#246;ffentlichten wir in der letzten Ausgabe des Internationalen Klassenkampfes N&#176;3&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Chronik&lt;br class='autobr' /&gt;
Am vergangenen 13. August wurde endlich und endg&#252;ltig f&#252;r das Gesetz zur Enteignung von Zanon gestimmt, ein gro&#223;er Tag f&#252;r die ArbeiterInnen dieser Kachelfabrik, die sie 2001 besetzten und unter Arbeiterkontrolle zum Laufen brachten.&lt;br class='autobr' /&gt;
&#8222;Acht Jahre sind schon vergangen, wir wollen keine weiteren Hinhaltungen mehr, wir wollen die Enteignung&#8220;, schrien die KachelarbeiterInnen &#8211; begleitet von einer langen Schlange von Unterst&#252;tzern: Lehrer, Professoren, Beamte, soziale Organisationen und linke Parteien versammelten sich vor dem Neuquinischen Rathaus, wo die Enteignung verhandelt wurde.&lt;br class='autobr' /&gt;
Zu der langen und schwerwiegenden Sitzung waren etwa 50 Vertreter angetreten; unter ihnen einige der alten Veteranen von Zanon, begleitet von einigen Frauen der Madres de la Plaza de Mayo1,einige Delegationen der CTA (Argentinischer Gewerkschaftsbund), ArbeiterInnen des Statistikamtes INDEC, der U-Bahn, der Textilarbeiterinnen Brukmans.W&#228;hrenddessen wurde drau&#223;en eine Kundgebung abgehalten, auf der alle sich solidarisch erkl&#228;renden politischen Organisationen sprachen. Die Aufregung war sp&#252;rbar. Und um Mitternacht, nach diesem langen Tag des 12. August, der so kalt war, dass die Lagerfeuer kaum w&#228;rmen konnten, war es schlie&#223;lich soweit: der Enteignung wurde zugestimmt. Die Freudenrufe begannen: &#8222;Endlich!..&#8220;, riefen alle &#8222;...und dies, obwohl einige immer noch dachten, wir w&#252;rden es nie schaffen!&#8220;. Sie sangen, sprangen, tanzten, umarmten sich und einige Tr&#228;nen liefen die Wangen hinunter. Die &#196;ltesten erinnerten sich an den langen Streik von 2001, der 34 Tage andauerte. Sie erinnerten sich an diesen Sieg nach einer harten Anspannung. Dieser wichtige Streik &#246;ffnete damals den Weg f&#252;r die sp&#228;tere Besetzung und Inbetriebnahme unter Arbeiterkontrolle der wichtigsten Kachelfabrik Argentiniens. &lt;br class='autobr' /&gt;
Da sich die ArbeiterInnen bewusst waren, dass die erreichte Enteignung noch nicht das Ende ihres Kampfes sein wird und dass der Enteignungsvertag Artikel f&#252;r Artikel untersucht werden m&#252;sste, da ihnen Fallen gestellt werden k&#246;nnten (wie die des &#8222;sozialen Friedens&#8220; oder der Zahlung von Verlusten), stimmten sie f&#252;r eine erneute Mobilisierung am n&#228;chsten Tag vor dem Rathaus. Dieser Tag ist das Ende eines wichtigen St&#252;cks Geschichte und gleichzeitig der Beginn eines neuen, nicht weniger schwierigen und k&#228;mpferischen Weges. Denn, wie Raul Godoy immer wieder wiederholt: &#8222;Zanon ist keine Insel&#8220;, wie eindeutige Beispiele wie die Keramikfabrik Stefani de Cutral C&#243; zeigen, die sich seit mehr als einem Monat gegen Provokationen der Unternehmer im Streik befindet. Der Kampf von Zanon und seiner Gewerkschaft geht weiter.&lt;br class='autobr' /&gt;
Ein nationales und internationales Beispiel&lt;br class='autobr' /&gt;
Der Kampf in und um Zanon ist in ganz Argentinien anerkannt, hat aber auch auf internationaler Ebene wichtige Verbreitung gefunden. Mit der Zeit haben dieses Prestige und diese Ausweitung eher zu als abgenommen. Gerade im letzten Jahr ist dieses sehr bemerkbar gewesen. Dies ist nicht nur der Verdienst der ArbeiterInnen und ihrer F&#252;hrung: Die globale Kapitalismuskrise, die Millionen Entlassungen und tausende Fabrikschlie&#223;ungen auf der Welt herbeif&#252;hrte, brachte die Erfahrung der besetzten Fabriken in Argentinien nach seiner Finanzkrise im Jahr 2001, die international verbreitet wurde, wieder auf die Tagesordnung. Acht Jahre sp&#228;ter scheint das Licht von Zanon mit neuer Kraft. Seine Politik der Arbeiterkontrolle, anders und progressiver als die von normalen Kooperativen, die die meisten besetzten Fabriken gew&#228;hlt hatten, seine klassenk&#228;mpferische Gewerkschaft, seine Koordinationspolitik, seine Politik der direkten Arbeiterdemokratie, in der die Gesamtversammlung entschieden wird, die periodische Kontrolle der Arbeiterbasis &#252;ber die Fabrikgesch&#228;fte, seine aktive Solidarit&#228;t mit tausenden Konflikten im ganzen Land, seine Unterst&#252;tzung mit &#228;rmeren Sektoren, in denen ihnen stets, wie sie es nennen &#8222;die Arbeit mit der Gemeinschaft&#8220; wichtig war, die Rockkonzerte wie La Rengla, la Bersuit oder Attaque, die sonst unbezahlbar waren und nun gratis f&#252;r Jugendliche der Region veranstaltet wurden &#8211; letztendlich also eine Keramikfabrik voller Aktivismus, die sich die Enteignung verdient hat.&lt;br class='autobr' /&gt;
Niemand hat sie ihnen geschenkt, sie haben sie nicht alleine erreicht. Die au&#223;erordentliche Unterst&#252;tzung von Arbeitern der Region und des ganzen Landes war entscheidend. &#8222;Sie gewannen die Enteignung, sie entrissen sie dem neuquinischen Regime mit voller Kraft. Sie verlassen das Rathaus voller Zufriedenheit &#252;ber die gewonnene Schlacht. Die frierende Nacht gibt das Echo dieser Siegeshymne wieder, die nat&#252;rlich auch in dieser Nacht nicht fehlte. &#8222;Es lebe der Kampf von Zanon, es lebe die Arbeiterkontrolle, diese Fabrik geh&#246;rt dem Volk, in Zanon kommt keiner rein!&#8220;&lt;br class='autobr' /&gt;
Zur Bedeutung der Enteignung&lt;br class='autobr' /&gt;
Zanons Enteignungsgesetz ist ein gro&#223;er Schritt nach vorne f&#252;r die Arbeiterselbstkontrolle. Denn das Gesetz N&#176;2656 der neuquinischen Verfassung sieht vor, dass sowohl das Grundst&#252;ck, als auch das Fabrikgel&#228;nde, die Maschinerie bis hin zum Nachnamen der ausbeuterischen Unternehmer (die Marke &#8222;Zanon&#8220;) in die &#246;ffentliche Hand &#252;bergehen, enteignet und ohne weitere Bedingungen oder Zahlungen an die ArbeiterInnen &#252;bergeben werden. &lt;br class='autobr' /&gt;
Obgleich das Gesetz auf der Grundlage eines Gesetzesvorhabens der Provinzialregierung erarbeitet wurde, das die Auszahlung von 23 Millionen Dollar an privilegierte Gl&#228;ubiger beinhaltete und eine Verstaatlichung nicht ber&#252;cksichtigte, r&#252;ckt seine Aufhebung die M&#246;glichkeit des Verkaufs, die Bedrohung einer R&#228;umung und die M&#246;glichkeit, dass sich die Fabrik in ein leeres Geb&#228;ude umwandelt, in weite Ferne. Die Enteignung entzieht die G&#252;ter dem Einflussbereich des Konkursverwalter, wodurch das Damoklesschwert verschwindet.&lt;br class='autobr' /&gt;
Au&#223;erdem legt sie der Arbeiterverwaltung keine weiteren Bedingungen auf, beschr&#228;nkt auch nicht die Unabh&#228;ngigkeit der Versammlungen, die weiterhin das h&#246;chste Diskussions- und Entscheidungsorgan der ArbeiterInnen bleiben werden. Einige Abgeordnete sahen vor, eine Klausel des &#8222;sozialen Friedens&#8220; einzuf&#252;gen, die jedoch von den ArbeiterInnen zur&#252;ck- gewiesen wurde. Dabei ist auch wichtig zu bemerken, dass Zanon keine Produkte, also auch keine Kacheln, als eine m&#246;gliche Art der Bezahlung einreichen muss, dem Staat die Kacheln nur f&#252;r &#246;ffentliche Bauvorhaben zum Produktionspreis (dieser umfasst auch die Arbeitskraft und den Maschinenverschlei&#223;) verkauft. &lt;br class='autobr' /&gt;
Dies ist ein Zeichen daf&#252;r, dass die ArbeiterInnen der Kachelfabrik sich gegen die Entlassungen und Werksschlie&#223;ung im Jahre 2001 erfolgreich zur Wehr gesetzt haben und, wenn die Resignation in diesen Krisenzeiten nicht siegt, ArbeiterInnen die Kraft besitzen, der Zerst&#246;rung der Produktionsmittel, die die Kapitalisten vorantreiben, entschieden zu begegnen.&lt;br class='autobr' /&gt;
Die Hintergr&#252;nde&lt;br class='autobr' /&gt;
In den Wochen vor den Verhandlungen zum Enteignungsgesetz fand eine heftige Debatte statt: In den Zeitungen, Radio- und Fernsehsendungen der Region multiplizierten sich geradezu die Diskussionen und Positionen zu Zanon. Die Arbeitgeberverb&#228;nde riefen zum Gefecht auf: &#8222;Dem Enteignungsgesetz zuzustimmen, bedeutet den Klassenkampf anzukurbeln!&#8220;, verk&#252;ndete immer wieder der Leiter der ACIPAN (Industrie, Handels- und Berufsvereinigungen &#8211; also ein Unternehmensverband). Seine Anh&#228;nger folgten gleich seinen Rufen: &#8222;Enteignungen sind ein Angriff auf das Privateigentum!&#8220;, erkl&#228;rte der Generalsekret&#228;r des argentinischen Gewerkschaftsbundes CGT, w&#228;hrend Journalisten auf die unterschiedlichsten Arten und Weisen versuchten, Verleumdungen und gek&#252;nstelte Angriffe gegen Zanon zu verbreiten. So versuchten Unternehmer und Verteidiger des Kapitalismus bis zur letzten Minute, gegen die Enteignung von Zanon zu k&#228;mpfen, da diese einen Pr&#228;zedenzfall statuieren w&#252;rde. &lt;br class='autobr' /&gt;
Sie (die Kapitalisten) bereiten sich darauf vor, die Kosten der Wirtschaftskrise auf dem R&#252;cken der Arbeiter abzuladen, mit einem einfachen Programm: Werks- und Unternehmensschlie&#223;ungen, massive Entlassungen, Einfrierung der Geh&#228;lter und K&#252;rzungen. Und sie haben Angst, dass sich eine neue Bewegung von Fabrikbesetzungen verbreiten und ausweiten k&#246;nnte, die die Programmpunkte der Arbeiterkontrolle und Enteignung verst&#228;rkt aufnehmen k&#246;nnte. &lt;br class='autobr' /&gt;
Zanon: Laboratorium f&#252;r revolution&#228;re Strategie und Politik&lt;br class='autobr' /&gt;
&#8222;Durch die Tat, statt durch Argumente, bewiesen sie, da&#223; Produktion auf gro&#223;er Stufenleiter und im Einklang mit dem Fortschritt moderner Wissenschaft vorgehen kann ohne die Existenz einer Klasse von Meistern (masters), die eine Klasse von &#8222;H&#228;nden&#8220; anwendet; da&#223;, um Fr&#252;chte zu tragen, die Mittel der Arbeit nicht monopolisiert zu werden brauchen als Mittel der Herrschaft &#252;ber und Mittel der Ausbeutung gegen den Arbeiter selbst&#8220; (Marx 1864: Inauguraladresse der Internatioanlen Arbeiterorganisation)&lt;br class='autobr' /&gt;
Es wurde viel diskutiert &#252;ber das Ph&#228;nomen besetzter Fabriken in Argentinien. Wichtig ist festzustellen, dass nicht alle denselben Weg gegangen sind. W&#228;hrend fast alle sich dazu entschlossen, als Kooperative (als Genossenschaft) zu funktionieren, unterscheidet sich die Perspektive der Zanon-ArbeiterInnen um einiges. F&#252;r sie war die Enteignung und Verwaltung unter Arbeiterkontrolle immer der Schl&#252;ssel, d.h. den Unternehmern die Produktionsmittel zu entrei&#223;en, damit sie in die H&#228;nde der ArbeiterInnen und der Gesellschaft &#252;bergehen.&lt;br class='autobr' /&gt;
Diese Perspektive erschien vielen als sehr gewagt, als unerreichbar oder wenig sinnvoll aufgrund der Wirtschaftslage. Doch nun haben die Kachelfabrikanten gezeigt, dass es mit einem konsequenten politischen Kampf m&#246;glich ist, das Unm&#246;gliche zu erreichen. Dennoch wissen wir, dass neben der au&#223;erordentlichen Wichtigkeit und Bedeutung der Enteignung und der M&#246;glichkeit, so der Welt zu zeigen, zu was die organisierte Arbeiterklasse ohne Bosse im Stande ist, es sehr schwierig sein wird, diese Enteignung aufrechtzuerhalten, wenn der Klassenkampf in Argentinien und der Welt sich nicht verst&#228;rkt. So ist den Zanon-ArbeiterInnen sehr klar, dass, w&#228;hrend heute die Abgeordneten zu ihrem Vorteil abgestimmt haben, morgen die Situation ganz anders aussehen kann und zu jeder Zeit erneut gegen das Dekret angegangen werden kann. Dies auch vor allem im Hinblick auf die Auswirkungen, die dieser harte Schlag gegen die Interessen der Kapitalisten f&#252;r die Bourgeoisie hat. Doch es ist nicht nur die Verteidigung von Zanon selbst, die die ArbeieterInnen stetig den Krieg gegen die Unternehmer und die Gewerkschaftsb&#252;rokratien ausrufen l&#228;sst, sondern vor allem auch ihr Klassenbewusstsein, ihre Unterst&#252;tzung f&#252;r sich entwickelnde Arbeiterk&#228;mpfe und ihre Ermutigungen an die Arbeiterklasse, endlich die Ketten der kapitalistischen Unterwerfung von sich zu werfen. Deswegen k&#228;mpfen sie f&#252;r die R&#252;ckeroberung von heute b&#252;rokratisierten und pro-unternehmerischen Arbeiterorganisationen, wie zum Beispiel dem argentinischen Gewerkschaftsbund CTA, indem sie stets mit ihrem Beispiel der direkten Arbeiterdemokratie vorangehen. &lt;br class='autobr' /&gt;
&#8222;Den ArbeiterInnen von Zanon kann man eigentlich nicht mehr abverlangen, als die ganze Kraft und Anstrengung, die sie in die Verteidigung der Fabrik nach innen und au&#223;en gelegt haben, um sie am Leben zu halten.. Mit Zanon haben wir eine Bastion erbaut, umringt von einem von uns gegrabenen Sch&#252;tzengraben um uns im Inneren organisieren zu k&#246;nnen. Zanon ist eine Art Krafthebel, ein Laboratorium f&#252;r viele Arbeiter, die an ihren Arbeitspl&#228;tzen verstehen werden, dass sie es sind, die das Land bewegen. Was uns und allen Arbeitern fehlt, ist eine gemeinsame Perspektive aufzubauen. Deswegen denken wir an ein klares politisches Projekt und k&#228;mpfen f&#252;r unser Programm.&#8220;2&lt;br class='autobr' /&gt;
Die Enteignung von Zanon ist ein eindeutiges Beispiel daf&#252;r, wie die Arbeiterklasse sich gegen Reformen, Pl&#228;ne und Taktiken der Regierung zum Abladen der Krisenkosten wehren kann. (wie z. Bsp. Privatisierungen, Lohn &#8211; oder Arbeitszeitverk&#252;rzungen). So gibt es keinen Grund, Abfindungen oder sonstige Versprechen zu akzeptieren, denn Fabriken k&#246;nnen besetzt werden und zum Dienste der Allgemeinheit die Produktion wieder aufnehmen. Unternehmer produzieren, um ihre Gewinnlust zu stillen und nicht im Sinne sozialer Bed&#252;rfnisse. Jede schlie&#223;ende Fabrik, jedes schlie&#223;ende Unternehmen ist eine Vergeudung der Produktivkr&#228;fte: ArbeiterInnen, die arbeitslos werden, und Maschinerien, die ohne Inbetriebnahme keine sozial oder gesellschaftlich notwendigen G&#252;ter mehr herstellen. Doch die Arbeitslosigkeit, der Hunger und die Misere sind kein unumg&#228;ngliches Schicksal. Die Arbeiterklasse hat die Kraft, sich dagegen zu wehren. Das kleine Beispiel der Enteignung von Zanon soll dazu dienen, auch anderen Lohnabh&#228;ngigen Kraft und Mut zu geben, Entlassungen und Werksschlie&#223;ungen nicht zu erlauben, um das &#204;berleben eines Systems, das der gesamten Menschheit nichts mehr zu bieten hat, zu verhindern.&lt;br class='autobr' /&gt;
Eine wahrhaft revolution&#228;re F&#252;hrung&lt;br class='autobr' /&gt;
Die ArbeiterInnen von Zanon sehen es f&#252;r die Aufrechterhaltung ihres Kampfes seit nunmehr mehr als zehn Jahren als besonders wichtig an, dass eine politische Bewegung in und au&#223;erhalb der Fabrik sie bis jetzt unterst&#252;tzt und mit ihnen gearbeitet hat. Die organisierte direkte Demokratieform erm&#246;glicht es, dass in den Werksver-sammlungen ArbeiterInnen mit oder ohne Mitgliedschaft in Parteien oder sozialen Organisationen ihre Standpunkte &#228;u&#223;ern, erh&#246;rt werden und f&#252;r ihrer Meinung nach richtige politische Strategien einstehen k&#246;nnen. Lange und erhitze Diskussionen sind immer Teil des Alltags in Zanon gewesen, wodurch eine einmal abgestimmte Resolution auch bis zum Ende von allen verteidigt werden konnte.&lt;br class='autobr' /&gt;
Doch die Idee der Arbeiterselbstkontrolle und der Enteignung sind nicht einfach so vom Himmel gefallen. Die F&#252;hrungsrolle, die die Partei PTS (argentinische Organisation der Trotzkistischen Fraktion f&#252;r den Wiederaufbau der Vierten Internationale, der wir von IK angeh&#246;ren) in diesem wichtigen Kampf &#252;bernommen hat, ist von zentraler Bedeutung. Raul Godoy (seit vielen Jahren PTS-Mitglied und Zanonarbeiter) konnte St&#252;ck f&#252;r St&#252;ck die Sympathie, das Vertrauen und den Respekt seiner Kollegen gewinnen. Er erlangte zusammen mit einigen Kollegen, nach einem harten Kampf gegen die b&#252;rokratisierte Gewerkschaftsf&#252;hrung der Keramikgewerkschaft Neuquens SOECN im Jahr 2000, den Sieg in den internen Wahlen zur Gewerkschaftsf&#252;hrung, um dann dieses Instrument der ArbeiterInnen auf radikale Weise zu einem Schl&#252;ssel f&#252;r die Organisation des Arbeiterkampfes zu wandeln. &lt;br class='autobr' /&gt;
Mit der Unterst&#252;tzung von Mariano Pedrero ( PTSler und Anwalt der SOECN) trieben sie eine revolution&#228;re Perspektive in der Gewerkschaft voran, indem sie das Beste der Geschichte der argentinischen und globalen Arbeiterbewegung aufnahmen: Produktion unter Arbeiterkontrolle, Arbeiterselbst-verwaltung, direkte Demokratie, Abw&#228;hlbarkeit der Gewerkschaftsfunktionen, Arbeiterversammlung als h&#246;chstes Entscheidungsorgan, Klassenunabh&#228;ngigkeit, proletarischer Internationalismus, aufrichtiger Kampf gegen die Gewerkschaftsb&#252;rokratien und deren Wiedereroberung, die Notwendig der Organisierung der ArbeiterInnen und K&#228;mpfenden, die Suche nach Allianzen mit studentischen und indigen (Mapuche) Sektoren auf regionaler Ebene und mit anderen ArbeiterInnen &#8211; Allianzen, die in schwierigen Zeiten der Repression entscheidend waren. Eine politsiche Praxis, die weit von dem opportiunistischen Verhalten rechter oder linker Reformisten zu unterscheiden ist, die angesichts der objektiven Bedingungen eine angebliche Unm&#246;glichkeit sehen, ein radikaleres Programm umzusetzen, und somit lieber &#8222;vern&#252;nftig&#8220; nach den besten Verhandlungsstrategien mit der Regierung suchen wollen. Auch weit entfernt von linkeren Utopien, wie anarchistische oder autonome Perspektiven, die den Traum einer kleinen Insel zu verfolgen versuchen, in der der Kommunismus hinter den Fabriktoren erprobt wird. &lt;br class='autobr' /&gt;
Es waren Jahre der konstanten politischen Arbeit und Hingabe im Kampf f&#252;r ein eindeutig revolution&#228;res Programm und seine Strategie, die auf dem revolution&#228;ren Marxismus fu&#223;t. Dieses Programm wurde stetig im Alltag diskutiert und im t&#228;glichen Kampf auf die Probe gestellt. Doch f&#252;r revolution&#228;re Marxisten gibt es nichts Beeindruckenderes als diesen Moment, wenn das revolution&#228;re Programm schlie&#223;lich eins wird mit der Realit&#228;t und durch die Arbeiterklasse aufgenommen wird. So erz&#228;hlt Raul Godoy, wie die Diskussion unter seinen Kollegen &#252;ber die Forderung der Produktion unter Arbeiterkontrolle sich entwickelte:&lt;br class='autobr' /&gt;
Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass unsere Kamaraden der PTS die Begleitung der ArbeiterInnen von Zanon bei diesen Erfahrungen stets h&#246;chste Priorit&#228;t und ihre zentrale Aufgabe darstellt. Zanon erm&#246;glicht uns, gerade in diesen Zeiten der weltweiten Kapitalismuskrise, die Effektivit&#228;t und das Wirken des Programms und der Strategiedes revolution&#228;ren Marxismus aufzuzeigen, gerade in objektiv so schwierigen Zeiten der Massenentlassungen. Der Schl&#252;ssel zum Erfolg, die jetzige Moral der ZanonarbeiterInnen kommt aus ihrer wahrhaft und unverf&#228;lscht revolution&#228;ren F&#252;hrung und so sagte Alejandro Lopez (bis vor einiger zeit Gewerkschaftsf&#252;hrer der SOECN): &#8222;Wir erkennen die Unterst&#252;tzung, die uns die PTS gegeben hat, sehr an. Ich denke, dass sie ein sehr interssanten Projekt verfolgen. Ich bin kein Mitglied in einer Partei, aber ich kann nicht aufh&#246;ren, die enorme Kraft anzuerkennen, die Ihr f&#252;r das Fortschreiten der Arbeiterklasse in seiner Gesamtheit aufbringt, damit sie beginnen kann etwas viel Gr&#246;&#223;eres aufzubauen. Ihr habt eine entscheidende Rolle in unsrem Kampf gespielt.&#8220;3 Dies fehlt vielen K&#228;mpfen, die sich gerade weltweit entwickeln. Deshalb ist es so wichtig, die Erfahrungen von Zanon zu verbreiten, damit sie Teil des theoretischen und praktischen Ger&#252;stes der ArbeiterInnen werden angesichts der bevorstehenden Auseinandersetzungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fu&#223;noten&lt;br class='autobr' /&gt;
1 Nichtstaatliche Organisation der M&#252;tter der in der Milit&#228;rdiktatur Argentiniens ermordeten und verschwundenen Jugendlichen sowie linken Aktivisten.&lt;br class='autobr' /&gt;
2 &#8222;La Dirigencia gremial de la fabrica recuperada vuelve al trabajo&#8220;, Interview mit Ra&#250;l Godoy und Alejandro L&#243;pez in der argentinische Tageszeitung Pagina12.&lt;br class='autobr' /&gt;
3 Interview mit Alejandro L&#243;pez La Verdad Obrera, 20.8.2009&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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