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	<title> Fracci&#243;n Trotskista Cuarta Internacional </title>
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		<title>Am Wendepunkt?</title>
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		<dc:creator>Victor Jalava</dc:creator>


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		<dc:subject>An&#225;lisis</dc:subject>
		<dc:subject>Francia: La construcci&#243;n una izquieda obrera y revolucionaria en el NPA</dc:subject>
		<dc:subject>Francia</dc:subject>
		<dc:subject> RIO (Revolution&#228;re Internationalistische Organisation), Deutschland </dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Die Geschichte der zum Trotzkismus gez&#228;hlten Str&#246;mungen ist voll mit politischer Verlegenheit. Der vergleichsweise geringe Einfluss und die Attacken der politischen GegnerInnen haben TrotzkistInnen mehrfach dazu gebracht, ihr revolution&#228;res Programm zu verbiegen, zu verbergen oder endg&#252;ltig zu verlassen. Eine der j&#252;ngeren Entwicklungen dieser Art war die Gr&#252;ndung der Neuen Antikapitalistischen Partei (NPA, Nouveau Parti Anticapitaliste) im Jahr 2009 in Frankreich. Zuerst von vielen, nicht nur trotzkistischen, Str&#246;mungen gefeiert und nachgeahmt, befindet sie sich seitdem im Niedergang.&lt;/p&gt;

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		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;// FRANKREICH: Auf dem NPA-Kongress Ende Januar k&#246;nnte sich der revolution&#228;re Sozialismus in Frankreich erneuern. //&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Geschichte der zum Trotzkismus gez&#228;hlten Str&#246;mungen ist voll mit politischer Verlegenheit. Der vergleichsweise geringe Einfluss und die Attacken der politischen GegnerInnen haben TrotzkistInnen mehrfach dazu gebracht, ihr revolution&#228;res Programm zu verbiegen, zu verbergen oder endg&#252;ltig zu verlassen. Eine der j&#252;ngeren Entwicklungen dieser Art war die Gr&#252;ndung der Neuen Antikapitalistischen Partei (NPA, Nouveau Parti Anticapitaliste) im Jahr 2009 in Frankreich. Zuerst von vielen, nicht nur trotzkistischen, Str&#246;mungen gefeiert und nachgeahmt, befindet sie sich seitdem im Niedergang.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Post-Trotzkismus&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als im Jahr 2008 die Ligue Communiste R&#233;volutionnaire (LCR, franz&#246;sische Sektion des Vereinigten Sekretariats der Vierten Internationale) sich entschloss, ihre Organisation aufzul&#246;sen und eine neue, nicht-trotzkistische Partei zu gr&#252;nden, zog sie damit eine Schlussfolgerung aus ihren Wahlerfolgen bei den Pr&#228;sidentschaftswahlen. Der Brieftr&#228;ger Olivier Besancenot hatte 2007 beeindruckende 1,5 Millionen Stimmen erhalten und einen gro&#223;en Bekannt-heits-grad erreicht. Um den &#252;ber die Wahlurnen hergestellten Kontakt daf&#252;r zu nutzen, aus dem Dasein als kleine Organisation herauszukommen, lancierte man die Gr&#252;ndung einer politisch breiten Partei.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine neue Partei, links von den alten reformistischen Parteien, der Kommunistischen und vor allem der (sozialdemokratischen) Sozialistischen Partei. Dabei gab sich die LCR alle M&#252;he, den &#8222;Stallgeruch des Trotzkismus&#8220; loszuwerden: &#8222;diese [neue] Partei kann nicht die LCR sein. Sie besitzt eine historische Pr&#228;gung, den Trotzkismus, und sie ist das Produkt einer bestimmten [&#8230;] Vorstellung von dem, was eine Organisation der radikalen Linken ist. Deshalb kann die LCR [&#8230;] keine passende Antwort sein&#8220;, schrieb Guillaume Li&#233;gard, F&#252;hrungsmitglied der LCR und ihrer internationalen Str&#246;mung.&lt;br class='autobr' /&gt;
Doch die Schlussfolgerung war falsch. Die NPA erwies sich gerade wegen ihrer politischen Beliebigkeit als unf&#228;hig, effektiv in den Klassenkampf einzugreifen. In den K&#228;mpfen, wie zum Beispiel bei der Streikwelle gegen die Rentenreform 2010, konnte die NPA oft keine vorantreibende Rolle spielen und stellte keine Alternative zu den Gewerkschaftsf&#252;hrungen dar. Diese Unf&#228;higkeit, den k&#228;mpfenden ArbeiterInnen eine konsequente Politik anzubieten, wurde noch verst&#228;rkt, als auf der politischen B&#252;hne die Parti de Gauche (Linkspartei) als Abspaltung von der Sozialistischen Partei entstand und sich mit der Kommunistischen Partei zur Front de Gauche (Linksfront) verband.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Linksfront schob die NPA nicht nur beiseite, sie &#252;bte geradezu einen Sog auf die Partei der antikapitalistischen Beliebigkeit aus. Die Frage, die von der F&#252;hrungsmehrheit der NPA seitdem diskutiert wird, ist: Wie soll man mit der Linksfront zusammengehen? Rechtere Teile der NPA verlie&#223;en die Partei nach und nach in Richtung Linksfront. Die Unf&#228;higkeit der NPA, eine klare revolution&#228;re Alternative zum allgemeinen Links-Sein aufzuzeigen, f&#252;hrte zu einer fortw&#228;hrenden Krise. Nach fast 10.000 Mitgliedern zur Gr&#252;ndung 2009, erscheint es heute sogar unklar, ob noch 1000 GenossInnen f&#252;r den kommenden Kongress abstimmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der dritte Kongress&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum dritten Kongress der NPA Ende Januar treten f&#252;nf verschiedene politische &#8222;Plattformen&#8220; an, die miteinander konkurrieren. Die traditionelle F&#252;hrungsmehrheit hat sich in zwei &#8222;weiter so&#8220;-Plattformen gespalten, von der die rechtere (Plattform 1) knapp die Nase vorn hat. Das neue, wichtige an der aktuellen Situation der NPA ist nun, dass dieser Kongress endlich eine entscheidende Wende f&#252;r die Entwicklung der Partei bringen kann. Diese M&#246;glichkeit verwirklicht sich in der Plattform 3, die in der Vorabstimmung in der Leitung mit 24 von 71 Stimmen nur drei Stimmen hinter der f&#252;hrenden Plattform 1 lag.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Plattform 3 bildet den Gegenpol zur historischen F&#252;hrung und politischen Linie der NPA. Mit unseren GenossInnen von der Revolution&#228;r-Kommunistischen Str&#246;mung (CCR) und der Str&#246;mung Antikapitalismus und Revolution (A&amp;R) bietet sie eine selbstbewusste trotzkistische Perspektive an. Das hei&#223;t, sie steht f&#252;r die Zentralit&#228;t der ArbeiterInnenklasse und ihrer K&#228;mpfe, f&#252;r die notwendige Verankerung der Partei in Schulen und Universit&#228;ten, vor allem aber in den Betrieben, f&#252;r ein internationalistisches Programm der klaren politische Unabh&#228;ngigkeit der ArbeiterInnenklasse.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kurzum: Plattform 3 steht f&#252;r eine revolution&#228;re Partei, die sich nicht auf politische Bl&#246;cke mit der Linksfront einl&#228;sst, sondern sie &#8211; und die Gewerkschaftsb&#252;rokratie &#8211; politisch bek&#228;mpft, auch durch die Zusammenarbeit in Einheitsfronten. Die zwischen uns und der bisherigen F&#252;hrung polarisierte Situation ist neu. Darin stellt sich die Existenz der kleinen Plattformen 4 und 5 als m&#246;glicherweise verh&#228;ngnisvoll dar. Die jeweils eigenst&#228;ndigen Plattformen der Tendance CLAIRE und der Fraction l'Etincelle (Schwestergruppe der deutschen SAS), die eigentlich beide politisch zu unserem Pol geh&#246;ren sollten, k&#246;nnten der rechten Plattform 1 zum Siege verhelfen. Dabei sollte eine &#8222;Fraktion&#8220; um die F&#252;hrung k&#228;mpfen und in Grundsatz-fragen eben nicht den Abstand zueinander suchen. Noch besteht die M&#246;glichkeit des Zusammengehens und damit der Verbesserung der historischen Chance, die NPA zu einer politischen Alternative zu machen, die sich nicht von Wahlerfolgen blenden l&#228;sst, sondern die K&#228;mpfe der ArbeiterInnen und der Jugend vorantreibt.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
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		<title>Erneuerung von oben</title>
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		<dc:creator>Victor Jalava</dc:creator>


		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Historia</dc:subject>
		<dc:subject>Actualidad</dc:subject>
		<dc:subject>Pol&#237;tica</dc:subject>
		<dc:subject>An&#225;lisis</dc:subject>
		<dc:subject> RIO (Revolution&#228;re Internationalistische Organisation), Deutschland </dc:subject>
		<dc:subject>Alemania</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Am 3. Oktober fanden die zentralen Feierlichkeiten zur deutschen Wiedervereinigung in Hannover statt. Merkel, Gauck und Co. feierten den Siegeszug des deutschen Kapitals gegen die Errungenschaften der ArbeiterInnenbewegung. Dass unsere Klasse sich von der Epoche der b&#252;rgerlichen Restauration erholen wird und die besten Traditionen ihres Kampfes erneuern wird, ist sicher. In wie weit die Konferenz &#8222;Erneuerung durch Streik II&#8220;, die vom 2.-4. Oktober ebenfalls in Hannover stattfand, ein gro&#223;er Schritt in dieser Richtung war, steht auf einem anderen Blatt.&lt;/p&gt;

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		</description>


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		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;// Wie viel &#8222;Erneuerung&#8220; steckte in der Hannoveraner Streikkonferenz? //&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Am 3. Oktober fanden die zentralen Feierlichkeiten zur deutschen Wiedervereinigung in Hannover statt. Merkel, Gauck und Co. feierten den Siegeszug des deutschen Kapitals gegen die Errungenschaften der ArbeiterInnenbewegung. Dass unsere Klasse sich von der Epoche der b&#252;rgerlichen Restauration erholen wird und die besten Traditionen ihres Kampfes erneuern wird, ist sicher. In wie weit die Konferenz &#8222;Erneuerung durch Streik II&#8220;, die vom 2.-4. Oktober ebenfalls in Hannover stattfand, ein gro&#223;er Schritt in dieser Richtung war, steht auf einem anderen Blatt.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Proudly presented by&#8230;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Rosa-Luxemburg-Stiftung, der ver.di Bezirk Hannover/Leine-Weser und das ver.di Bildungswerk Hannover waren die GastgeberInnen der Konferenz. Die Vorg&#228;ngerkonferenz Anfang 2013 hatte in Stuttgart als Kooperation von RLS und ver.di Stuttgart stattgefunden. Die politische Organisation lag allerdings auch dieses Mal ma&#223;geblich in der Hand des post-trotzkistischen Netzwerks Marx21. Diese Gruppe ist eine der konsequentesten Ausdr&#252;cke des Ph&#228;nomens der politischen Anpassung revolution&#228;rer Organisationen an den Reformismus. Dazu geh&#246;rt, dass die sich als LeninistInnen verstehenden GenossInnen lieber von &#8222;sozialer Transformation&#8220; denn von sozialistischer Revolution reden und in der Linkspartei Mandate und Positionen im Apparat bekommen, vor allem bei Linke.SDS und der RLS. Von diesem Standort aus versucht Marx21 nun (und das kann man den GenossInnen immerhin zugute halten) auf die ArbeiterInnenbewegung Einfluss zu nehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So entsprachen soziale Struktur und Inhalte der Konferenz auch weitgehend der Ausrichtung von Marx21. Unter den &#252;ber 600 TeilnehmerInnen waren neben AkademikerInnen vor allem linke Teile der unteren und mittleren Gewerkschaftsb&#252;rokratie. Doch neben AktivistInnen von Gruppen der gewerkschaftlichen und radikalen Linken waren eben auch einige k&#228;mpferische ArbeiterInnen da. Dies machte die Konferenz zu einer Gelegenheit der Vernetzung, die es sonst selten gibt. So konnten VertreterInnen des Kampfes bei Amazon &#252;berregional zusammenkommen. Auch wichtige Schritte zu einer bundesweiten Solidarit&#228;tsstruktur f&#252;r diese zentrale Klassenauseinandersetzung in Deutschland wurden gemacht. Weitere K&#228;mpfe wurden bekannter gemacht, wie der f&#252;r eine Personalbemessung beim Berliner Uniklinikum Charit&#233; oder die anstehenden Tarifrunden bei Einzelhandel und ErzieherInnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Einige Beschl&#252;sse&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Au&#223;erordentlich wichtig war die Besch&#228;ftigung mit der Frage der gefl&#252;chteten KollegInnen. Unter dem Eindruck der gewaltsamen R&#228;umung von gefl&#252;chteten KollegInnen aus dem Berliner Gewerkschaftshaus wenige Stunden vor Konferenzbeginn, war diese Frage auf das Konferenzpodium gekommen. Gefl&#252;chtete sudanische KollegInnen vom Protestcamp in Hannover, Asuko Udo (Mitglied von &#8222;Lampedusa in Hamburg&#8220; und ver.di) und Peter Bremme (Leiter Fachbereich 13, ver.di Hamburg) kamen zu Wort und die Solidarit&#228;t wurde greifbar. Die vorgestellte eigens verfasste Erkl&#228;rung h&#228;tte man leicht sofort als Resolution beschlie&#223;en k&#246;nnen. Der Versuch, die Erkl&#228;rung zum Konferenzabschluss zu machen, wurde dann aber aus angeblichen Zeitgr&#252;nden abgeblockt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Resolution gegen die Einschr&#228;nkung des Streikrechts dagegen wurde schnell und einstimmig beschlossen. Dies bedeutet einen Schritt voran im Vergleich zur Stuttgarter Konferenz, wo gemeinsame Beschl&#252;sse als unm&#246;glich deklariert wurden. Kaum eine Rolle mehr spielte in Hannover jedoch die Diskussion &#252;ber &#8222;Partizipation&#8220; der Streikenden an den Entscheidungen des Streiks, die in Stuttgart eine Kernfrage war. Diese Diskussion birgt Sprengkraft in sich f&#252;r die Illusion der trauten linken Einheit, inklusive der linken Gewerkschaftsb&#252;rokratie. Diese scheinbare Einheit wurde professionell inszeniert. Nutzbar war die Streikkonferenz dennoch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Welche Perspektiven?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir m&#252;ssen die M&#246;glichkeiten, aber auch die Grenzen der aktuellen &#8222;Erneuerung&#8220; in den Gewerkschaften genau einsch&#228;tzen. Die Konferenz in Hannover hat gezeigt, dass sich langsam ein linker Fl&#252;gel im Gewerkschaftsapparat konsolidiert, vor allem innerhalb von ver.di. Das hat verschiedene Gr&#252;nde, wie die st&#228;rkeren Tendenzen zu Arbeitsk&#228;mpfen, die in den letzten Jahren gerade prek&#228;re Dienstleistungsbereiche erfasst haben. Diese neue Generation von gr&#246;&#223;tenteils unteren und mittleren Gewerkschaftsfunktion&#228;rInnen steht auch selbst unter einem materiellen Druck, den eine k&#228;mpferischere Basis st&#228;rker nutzen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Insofern ist diese Entwicklung ein Zeichen f&#252;r gr&#246;&#223;ere Auseinandersetzungen, auf die k&#228;mpferische ArbeiterInnen und Revolution&#228;rInnen sich vorbereiten m&#252;ssen. Doch wir d&#252;rfen uns nicht der Illusion hingeben, dass k&#228;mpferische linke B&#252;rokratInnen nicht mindestens den selben materiellen Druck von oben erfahren. Gewerkschaften stehen bei sch&#228;rfer werdenden Klassenauseinandersetzungen entweder auf der Seite des Kapitals oder des Proletariats. Daran &#228;ndern auch k&#228;mpferische Funktion&#228;rInnen nichts, solange ihnen keine klassenk&#228;mpferische und antib&#252;rokratische Basis entgegensteht. Deshalb m&#252;ssen Revolution&#228;rInnen die aktuellen Entwicklungen in der deutschen Gewerkschaftslandschaft genau beobachten und f&#252;r den Aufbau einer solchen Str&#246;mung nutzbar machen.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
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		<title>Ende des Streikrechts?</title>
		<link>https://estrategiainternacional.org/Ende-des-Streikrechts</link>
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		<dc:date>2014-11-09T10:28:00Z</dc:date>
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		<description>&lt;p&gt;Aktuell finden Streiks bei der Deutschen Bahn und Lufthansa statt. Die PilotInnen der Vereinigung Cockpit streiken vor allem gegen die Angriffe des Lufthansa-Managements auf Betriebsrenten und &#204;bergangsversorgungen. Bei der Deutschen Bahn AG erkl&#228;rte der Konzern die Tarifverhandlungen f&#252;r das Zugpersonal f&#252;r gescheitert &#8211; mit Verweis auf ein m&#246;gliches Tarifeinheitsgesetz. Provoziert wurden die jetzigen Streiks also von den Konzernspitzen. DGB-Gewerkschaften &#8211; ver.di und insbesondere die EVG &#8211; schw&#228;chen diese Streiks. Man muss nicht Jack Londons &#8222;Streikbrecher&#8220; zitieren, um dies als Verrat zu verurteilen. Besonders die Streitigkeiten zwischen den Apparaten von GDL und EVG sind enorm sch&#228;dlich f&#252;r die KollegInnen. Nur eine gewerkschaftliche Einheit im Kampf kann die Vorst&#246;&#223;e der Konzerne zusammenbrechen lassen &#8211; doch dazu bedarf es der praktischen Solidarit&#228;t!&lt;/p&gt;

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&lt;a href="https://estrategiainternacional.org/Articulos-en-aleman" rel="directory"&gt;Art&#237;culos en alem&#225;n&lt;/a&gt;

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&lt;a href="https://estrategiainternacional.org/Tapa-Central" rel="tag"&gt;Actualidad&lt;/a&gt;, 
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&lt;a href="https://estrategiainternacional.org/Alemania" rel="tag"&gt;Alemania&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src='https://estrategiainternacional.org/local/cache-vignettes/L150xH84/arton8686-52650.jpg?1695958711' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='84' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;// Die Streiks von GDL und Vereinigung Cockpit dienen als Munition f&#252;r den Feldzug gegen das Streikrecht. Wir ArbeiterInnen m&#252;ssen aus der Deckung kommen! //&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aktuell finden Streiks bei der Deutschen Bahn und Lufthansa statt. Die PilotInnen der Vereinigung Cockpit streiken vor allem gegen die Angriffe des Lufthansa-Managements auf Betriebsrenten und &#204;bergangsversorgungen. Bei der Deutschen Bahn AG erkl&#228;rte der Konzern die Tarifverhandlungen f&#252;r das Zugpersonal f&#252;r gescheitert &#8211; mit Verweis auf ein m&#246;gliches Tarifeinheitsgesetz. Provoziert wurden die jetzigen Streiks also von den Konzernspitzen. DGB-Gewerkschaften &#8211; ver.di und insbesondere die EVG &#8211; schw&#228;chen diese Streiks. Man muss nicht Jack Londons &#8222;Streikbrecher&#8220; zitieren, um dies als Verrat zu verurteilen. Besonders die Streitigkeiten zwischen den Apparaten von GDL und EVG sind enorm sch&#228;dlich f&#252;r die KollegInnen. Nur eine gewerkschaftliche Einheit im Kampf kann die Vorst&#246;&#223;e der Konzerne zusammenbrechen lassen &#8211; doch dazu bedarf es der praktischen Solidarit&#228;t!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Tarifeinheit&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Attacken der Konzerne auf der &#246;konomischen Ebene des Klassenkampfes sind zugleich Teil von gr&#246;&#223;eren Angriffen des Kapitals auf der politischen Ebene: Die KapitalistInnen machen Druck f&#252;r Einschr&#228;nkungen des Streikrechts. &lt;a href=&#034;http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/gewerkschaften-die-streikhanseln-1.2157321&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Der Kleinb&#252;rger Detlef Esslinger schimpfte&lt;/a&gt; beispielsweise: &#8222;Kein Bahn- und kein Lufthansa-Kunde wei&#223;, ob er sich auf eine Buchung verlassen kann, und niemand z&#228;hlt mehr, zum wievielten Mal eigentlich Millionen Menschen sich von ein paar Zehntausend Streikhanseln diktieren lassen m&#252;ssen.&#8220; Doch zu seinem Gl&#252;ck sieht der Schreiberling &#8222;derzeit eine ganz gro&#223;e Koalition aus CDU, CSU, SPD, Arbeitgeberverb&#228;nden und klammheimlich auch dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB)&#8220;, die solch k&#228;mpferischem Treiben einen Riegel vorschieben will.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine weitgehend reibungslose Verteidigung der Profitraten setzt eine schwache ArbeiterInnenbewegung voraus. Ein Verhindern von Alternativen zu korrumpierten Gewerkschaftsapparaten, dazu das Unterbinden eines Wettkampfes verschiedener Gewerkschaftsapparate um Mitglieder &#8211; das erschwert den Widerstand gegen Lohnsenkungen, Entlassungen und Betriebsschlie&#223;ungen. Insbesondere aber ein weiter eingeschr&#228;nktes Streikrecht st&#228;rkt die Position der besitzenden Klassen gegen die ArbeiterInnen. Dies ist eine internationale Agenda: Im Spanischen Staat wurden die FluglotsInnen unter milit&#228;rischem Druck zur Arbeit gebracht. Und in Griechenland ist die Phase der Mobilisierung der ArbeiterInnen auch durch eine Reihe von Einschnitten in das Streikrecht vorl&#228;ufig beendet worden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Pl&#228;ne zur gesetzlichen Regelung der &#8222;Tarifeinheit&#8220; sind deshalb aus dem Wunsch heraus geboren, die Ruhe und Ordnung in der deutschen ArbeiterInnenklasse zu sichern. &lt;a href=&#034;http://www.wiwo.de/politik/deutschland/nahles-plaene-zur-tarifeinheit-jahrelange-verfahren-und-nachzahlungen-moeglich/10280018.html&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Der dem Kapital treu dienende M&#252;nchener Arbeitsrechtler Richard Giesen erkl&#228;rte&lt;/a&gt; den Sinn der Gesetzespl&#228;ne so: &#8222;Steuert die Politik nicht gegen, wird die Zahl der Streiks vor allem in gro&#223;en, arbeitsteilig und kapitalintensiv wirtschaftenden Unternehmen steigen. Bestimmte Funktionseliten k&#246;nnen Betriebe in unserer vernetzten &#214;konomie mit minimalem Aufwand nahezu stilllegen. Die Konkurrenz der Spartengewerkschaften zwingt auch etablierte DGB-Gewerkschaften, ihre Aggressivit&#228;t zu erh&#246;hen.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die B&#252;rokratie&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diesem Zwang wollen die DGB-F&#252;hrungen entgegenwirken. Streiks, generell Bewegungen an der Basis, verunsichern die Apparate. Streikfeindlichkeit dient nicht nur dem Reichtum der KonzernbesitzerInnen, sondern auch dem Prestige der Gewerkschaftsb&#252;rokratInnen, deren verhandelnde, taktierende Rolle damit wichtiger erscheint und deren Privilegien damit begr&#252;ndbar werden. Deswegen die Unterst&#252;tzung der Gewerkschaftsspitzen f&#252;r die Tarifeinheits-Gesetzgebung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Unterst&#252;tzung ist allerdings inzwischen weniger offen. Die Arbeitsministerin Nahles wollte urspr&#252;nglich die &#8222;Tarifeinheit&#8220; im Paket mit dem Mindestlohn durchwinken. Davon nahm sie wieder Abstand, winkte aber unbemerkt dennoch einen Angriff durch: Gewerkschaften k&#246;nnen nun schneller gerichtlich ihres Gewerkschaftsstatus&#8216; beraubt werden. Doch auch die gr&#246;&#223;ere Attacke der Regierung auf das Streikrecht ist aktuell. Ministerin Nahles will noch dieses Jahr einen Gesetzentwurf vorlegen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Initiative &#8222;H&#228;nde weg vom Streikrecht!&#8220; spielt eine wichtige Rolle, die kritische Diskussion in die Gewerkschaften zu tragen. Ohne sie w&#228;re auf der Konferenz &#8222;Erneuerung durch Streik&#8220; das Thema Streikrecht gar ausgeklammert worden! Das zeigt, dass es nicht nur im &#246;ffentlichen Bewusstsein noch zu wenig Verst&#228;ndnis ob der Gefahr gibt. Dabei wird in juristischen Kreisen &#252;ber eine Vielfalt von Einschr&#228;nkungen diskutiert, beispielsweise &#252;ber ein Streikverbot in Verkehrsunternehmen und Krankenh&#228;usern, wo der Rentabilit&#228;tswahn K&#228;mpfe besonders notwendig macht. Diese breite Offensive gegen unsere Rechte wird durch eine weiterhin schwache Abwehrhaltung unsererseits nicht gestoppt werden k&#246;nnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wo ist die Front der Kr&#228;fte, die in Parlamenten und auf verschiedenen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gewerkschaftskongressen das Recht auf politischen Streik f&#252;r notwendig erkl&#228;rten? W&#228;re es f&#252;r all jene von uns, angesichts des rechten Ansturms gegen das Streikrecht, nicht an der Zeit, sich zumindest vor Ort in Komitees zu versammeln? Unsere Gegenoffensive ist &#252;berf&#228;llig. Unsere Losung ist nicht neu, aber von gro&#223;er Aktualit&#228;t: Einheit der Gewerkschaften! Politischer Streik!&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>B&#252;rokratie der IG Metall zeigt sich solidarisch&#8230; mit den Konzernen</title>
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		<dc:creator> RIO | Revolution&#228;ren Internationalistischen Organisation, Deutschland , Victor Jalava</dc:creator>


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		<description>&lt;p&gt;&#8222;Die Solidarit&#228;t, das Engagement und der bemerkenswerte Einsatz unserer Mitglieder haben sich gelohnt&#8220;, erkl&#228;rte IG Metall-Oberbonze Berthold Huber nach dem Abschluss der Tarifverhandlungen der Metall- und Elektro-Branche in Baden-W&#252;rttemberg, der jetzt bundesweit &#252;bernommen wird. Ein wirklicher Kampf &#8211; also ein Streik &#8211; h&#228;tte sich noch mehr gelohnt, denn das Ergebnis liegt nicht gerade nah an den noch vor kurzem notwendig genannten Forderungen.&lt;/p&gt;

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 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;span class='spip_document_2787 spip_documents'&gt;
&lt;img src='https://estrategiainternacional.org/local/cache-vignettes/L400xH300/igmetal-61881.jpg?1692694643' width='400' height='300' alt=&#034;&#034; /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Von Victor Jalava&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;// Stolze SozialpartnerInnen: Zum Ergebnis der Tarifrunde in der Metall- und Elektro-Industrie //&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Die Solidarit&#228;t, das Engagement und der bemerkenswerte Einsatz unserer Mitglieder haben sich gelohnt&#8220;, erkl&#228;rte IG Metall-Oberbonze Berthold Huber nach dem Abschluss der Tarifverhandlungen der Metall- und Elektro-Branche in Baden-W&#252;rttemberg, der jetzt bundesweit &#252;bernommen wird. Ein wirklicher Kampf &#8211; also ein Streik &#8211; h&#228;tte sich noch mehr gelohnt, denn das Ergebnis liegt nicht gerade nah an den noch vor kurzem notwendig genannten Forderungen. Eigentlich ist das jedoch keine besondere &#204;berraschung &#8211; leider. Innerhalb des Gewerkschaftsapparats war schon vor Beginn der Tarifrunde eine Zielvorgabe so um die 4% kursiert. Die hohen Herrinnen und Herren der IG Metall hatten die Belegschaften in den letzten Wochen wieder einmal Gassi gef&#252;hrt, um Druck abzulassen. Da wurden k&#228;mpferische Reden gehalten: &#8222;Schaut her KollegInnen, wir machen was!&#8220;, war die Aussage an die Metall- und Elektro-Besch&#228;ftigten. Ja und es war f&#252;r alle Glieder des riesigen Apparats sicher anstrengend, die Warnstreik-Wochen zu organisieren. Nur gen&#252;tzt hat es nichts.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Denn auch wenn bei den Warnstreikreden den KollegInnen noch vorgerechnet wurde, warum die 6,5% unbedingt drin sein m&#252;ssten, war der Kurs schon festgelegt: auf Verhandlungen mit schlechtem Kompromiss. Oder besser gesagt: auf einen Kompromiss, der von den KollegInnen noch mit Murren akzeptiert werden w&#252;rde. Mit der teilweise harten &#204;berzeugungsarbeit qu&#228;len sich nun dienstfertige Funktion&#228;rInnen an der Basis, w&#228;hrend sich die Gewerkschaftsspitze wieder &#8222;wichtigen&#8220; Aufgaben zuwenden kann: vielleicht bei irgendeinem Empfang Schulterklopfer abholen. Denn ob vier oder sechskommaf&#252;nf, ob neun Prozent oder Nullrunde &#8211; Leute wie IG Metall-Chef Berthold Huber kassieren ihr hohes Gehalt unabh&#228;ngig von dem, was sie aushandeln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Das Ergebnis &#8222;harter Verhandlungen&#8220;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schon die Anfangsforderung war bescheiden: 6,5% Erh&#246;hung, &#8222;faire Leiharbeit&#8220; und unbefristete &#204;bernahme der Auszubildenden. Das hie&#223;: etwas Ausgleich angesichts der Preissteigerung der letzten Jahre (und der Nullrunde der IG Metall vor zwei Jahren), entrechtete KollegInnen im Betrieb nur nach mehr Gespr&#228;chen mit dem Betriebsrat und die neue Praxis des Ausgebildeten-Feuerns bitte zur&#252;cknehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erreicht wurden 4,3%, was zudem die MehrverdienerInnen weiter von den &#252;brigen KollegInnen trennt. IngenieurInnen sollen etwa 200 Euro, FacharbeiterInnen etwa 100 Euro mehr bekommen. Je tiefer in der Lohngruppe, desto weniger hilft der Abschluss gegen die steigenden Preise. Die KollegInnen in Leiharbeit werden k&#252;nftig kaum mehr als zwei Jahre im Betrieb besch&#228;ftigt werden, denn das Verhandlungsergebnis sieht danach automatische &#204;bernahme in die Stammbelegschaft vor. Aus der Service-Tochter des Berliner Universit&#228;ts-Klinikums Charit&#233; z.B. kennen wir schon eine solche &#204;bernahme-Regelung bei den Befristeten, die sich oft Alles gefallen lassen, weil sie sich die &#204;bernahme sonst ganz abschminken k&#246;nnen. Sie werden dann meist trotzdem gefeuert und durch neue Zweij&#228;hrliche ersetzt. Nach diesem Abschluss bietet dies auch einen Blick in die Zukunft im Metall-Elektro-Sektor, wo aber ohnehin mehr als zweij&#228;hrige Besch&#228;ftigung von LeiharbeiterInnen alles andere als Standard ist. Die als gro&#223;artiger Sieg gefeierte &#204;bernahme-Sicherheit f&#252;r Azubis wurde f&#252;r die Unternehmen gleich mit Schlupfl&#246;chern ausgestattet. Ausgebildeten, die ja alle ihre Pr&#252;fungen bestanden haben, kann immer noch die &#204;bernahme verweigert werden, wenn die wirtschaftliche Situation genug Rechtfertigung bietet oder die fertigen Azubis als nicht geeignet etikettiert werden. Industrie-Verbandschef Kannegie&#223;er kommentierte dreist: &#8222;&#8230;ohne Leistungsbereitschaft wird das nicht gehen. Wer bei uns in ein Lehrverh&#228;ltnis kommt, der geht nicht in eine Ruhematte, sondern er muss sich bew&#228;hren&#8230;&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wer nicht k&#228;mpft, hat schon verloren&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit solchen Bossen wird dann allerdings trotzdem am Verhandlungstisch ein nur f&#252;r sie sehr gutes Ergebnis vereinbart, denn f&#252;r die Gewerkschaftsb&#252;rokratie ist ein Arbeitskampf die gef&#252;rchtete &#8222;ultima ratio&#8220;, wie Berthold Huber es in seiner &#8222;k&#228;mpferischen&#8220; 1. Mai-Rede ausdr&#252;ckte. Aber gerade ein solcher Streik der st&#228;rksten Gewerkschaft in Deutschland h&#228;tte es m&#246;glich gemacht, der boomenden Metall- und Elektro-Industrie wenigstens die notwendigsten Forderungen aufzuzwingen. Auch w&#228;re es ein Zeichen an Lohnabh&#228;ngige aller Branchen gewesen, dass K&#228;mpfen notwendig und m&#246;glich ist. Auch den geschundenen KollegInnen in Griechenland, dem Spanischen Staat oder Portugal h&#228;tte es ein Zeichen geben k&#246;nnen: Wir ArbeiterInnen in Deutschland stehen nicht mit unseren profithungrigen Banken und Konzernen im Bunde! Doch die Furcht vor einer Kritik seitens der Konzerne, ihrer PolitikerInnen und der Presse, ist bei unseren Funktion&#228;rInnen stets gr&#246;&#223;er als die Furcht vor Entrechtung und Verarmung von ArbeiterInnen in der Metallbranche. Kein Wunder eigentlich, k&#246;nnen sich die gro&#223;en Funktion&#228;rInnen immer noch eine Zukunft in Unternehmensf&#252;hrungen, Parteien oder Verb&#228;nden erhoffen, wenn ihr ArbeiterInnen-Vertreter-Sessel nicht mehr angenehm warm ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In dem sie Leiharbeit grunds&#228;tzlich akzeptiert, l&#228;sst die Gewerkschaftsb&#252;rokratie zu, dass die Belegschaften immer tiefer gespalten werden: in einen fest angestellten Teil mit einigen Rechten und prekarisierte Teile ohne Rechte. Dass sie einen Prozentpunkt Lohnerh&#246;hung mehr ausgehandelt hat, als der UnternehmerInnenverband urspr&#252;nglich angeboten hat, nutzt wenig. So schrieb sogar Spiegel Online: &#8220;Es ging bei diesen Tarifverhandlungen gar nicht in erster Linie um einige Zehntel Prozentpunkte mehr oder weniger Gehalt. Der Lohnkostenanteil in der hochtechnisierten Metallindustrie liegt inzwischen so niedrig, dass es sich f&#252;r die Arbeitgeber l&#228;ngst nicht mehr lohnt, deswegen einen fl&#228;chendeckenden Streik zu riskieren. Lieber den Arbeitern etwas mehr zahlen, so die vorherrschende Logik, als zu riskieren, dass teure Maschinen w&#228;hrend eines Streiks stillstehen und wichtige Auftr&#228;ge verlorengehen.&#8221; Durch die immer gr&#246;&#223;eren Spaltungen in den ArbeiterInnenreihen ist das Kapital f&#252;r die n&#228;chsten Angriffe besser aufgestellt, sobald sich die Krise versch&#228;rft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieses Ergebnis zeigt besonders deutlich, wie wenig Lohnabh&#228;ngige vom aktuellen Wirtschaftsaufschwung des deutschen Imperialismus profitieren. W&#228;hrend die Metallkonzerne Rekordprofite verzeichnen, bekommen MetallarbeiterInnen eine Lohnerh&#246;hung, die vom Prozentsatz her gerade einmal der Inflation der letzten Jahre entspricht &#8211; und das nur unter der Bedingung, dass die Prekarisierung voranschreiten kann. Dabei handelt es sich um den bestorganisierten Sektor der ArbeiterInnenklasse in Deutschland, und zwar in dem Bereich, in dem die Profite auch am h&#246;chsten sind. Andere Sektoren unserer Klasse bekommen nicht einmal diese Kr&#252;mel. Deswegen kann nur konsequente Solidarit&#228;t mit den ArbeiterInnen in anderen l&#228;ndern Europas, die gerade auf Druck des deutschen Imperialismus angegriffen werden (der sich dadurch deutlich st&#228;rkt), die Rechte der ArbeiterInnen hierzulande verteidigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In diesem Sinne brauchen wir eine antib&#252;rokratische Bewegung an der Basis der Gewerkschaften, um die B&#252;rokratie zu entmachten und die vers&#246;hnlerischen Apparatschiks aus unseren Gewerkschaften zu jagen. Es kann nicht sein, dass privilegierte Funktion&#228;rInnen so frank und frei unsere Zukunft verspielen. In der Metall- und Elektro-Industrie, wie auch in allen anderen Bereichen, m&#252;ssen wir Initiativen der Selbstorganisation an der Basis als k&#228;mpferischen Gegenpol zum Verhandlungsfetischismus der sozialpartnerschaftlichen Gewerkschaftsapparate aufbauen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; F&#252;r die Abschaffung von Leiharbeit! Gleicher Lohn f&#252;r gleiche Arbeit!&lt;br&gt;
&lt;br /&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; F&#252;r die &#204;bernahme aller Ausgebildeten! Gleiche Rechte f&#252;r junge ArbeiterInnen!&lt;br&gt;
&lt;br /&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; F&#252;r die automatische Anpassung der Lohnsteigerungen an die Lebenshaltungskosten!&lt;br&gt;
&lt;br /&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Gegen Standortlogik und Sozialpartnerschaft! F&#252;r eine antib&#252;rokratische Str&#246;mung in den Gewerkschaften!&lt;br&gt;
&lt;br /&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; F&#252;r Streiks mit demokratischen Streikversammlungen und jederzeit abw&#228;hlbaren Streikkomitees!&lt;br&gt;
&lt;br /&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; F&#252;r ein Programm gegen Arbeitslosigkeit durch allgemeine Arbeitszeitverk&#252;rzung!&lt;br&gt;
&lt;br /&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; F&#252;r den Aufbau einer revolution&#228;ren Partei der ArbeiterInnen, die die vielen K&#228;mpfe strategisch verbindet und den Verelendungs-Kurs der rot-gr&#252;n-schwarz-orange-gelben Parteienkoalition stoppt!&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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