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	<title> Fracci&#243;n Trotskista Cuarta Internacional </title>
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		<title>Nach dem Waffenstillstand</title>
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		<dc:date>2014-11-19T16:47:10Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Mara Singer</dc:creator>


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		<dc:subject>Pol&#237;tica</dc:subject>
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		<dc:subject> RIO (Revolution&#228;re Internationalistische Organisation), Deutschland </dc:subject>
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		<description>&lt;p&gt;Am 5. September unterzeichneten die Verhandlungsf&#252;hrerInnen der ukrainischen Regierung, Russ-lands, der OSZE und der RebellInnen aus Donezk und Lugansk einen Waffenstillstand f&#252;r die Ostu-kraine. Auch wenn es vereinzelt immer wieder Gefechte gibt, so ist die gro&#223;e milit&#228;rische Konfron-tation vorerst beendet. Die Bilanz des Krieges: mehr als 3.000 Tote und circa 600.000 Gefl&#252;chtete.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Aufmerksamkeit der politischen AkteurInnen in der Ukraine lag in letzter Zeit auf der Vorbereitungen f&#252;r die Parlamentswahlen am 26. Oktober. Wie zu erwarten war, hat sich die Partei des Oligarchen und amtierenden Pr&#228;sidenten Petro Poroschenko, der &#8222;Block Petro Poroschenko&#8220;, als st&#228;rkste Kraft durchgesetzt.&lt;/p&gt;

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 <content:encoded>&lt;img src='https://estrategiainternacional.org/local/cache-vignettes/L150xH80/arton8720-3a922.jpg?1696526356' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='80' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;// Die politischen AkteurInnen sichern sich ihre Stellungen nach dem Ukraine-Krieg. //&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Am 5. September unterzeichneten die Verhandlungsf&#252;hrerInnen der ukrainischen Regierung, Russ-lands, der OSZE und der RebellInnen aus Donezk und Lugansk einen Waffenstillstand f&#252;r die Ostu-kraine. Auch wenn es vereinzelt immer wieder Gefechte gibt, so ist die gro&#223;e milit&#228;rische Konfron-tation vorerst beendet. Die Bilanz des Krieges: mehr als 3.000 Tote und circa 600.000 Gefl&#252;chtete.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Aufmerksamkeit der politischen AkteurInnen in der Ukraine lag in letzter Zeit auf der Vorbereitungen f&#252;r die Parlamentswahlen am 26. Oktober. Wie zu erwarten war, hat sich die Partei des Oligarchen und amtierenden Pr&#228;sidenten Petro Poroschenko, der &#8222;Block Petro Poroschenko&#8220;, als st&#228;rkste Kraft durchgesetzt.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Russisches Milit&#228;r&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem die Volksrepubliken Donezk und Lugansk milit&#228;risch zwischen Juni und August immer weiter in die Defensive gerieten, konnten sie mit dem aktiven Eingreifen des russischen Milit&#228;rs Ende August eine Offensive starten, die den ukrainischen Kr&#228;ften herbe Verluste zuf&#252;gte, zu Um-zingelungen f&#252;hrte und Nachschubwege abschnitt. Somit war es den ukrainischen Truppen nicht m&#246;glich die milit&#228;rische Kontrolle &#252;ber Donezk und Lugansk zu gewinnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angesichts der milit&#228;rischen Lage ist die ukrainische Regierung mit dem Waffen-stillstand gut be-dient. Keine einzige Hauptforderung der russischen Seite wurde erf&#252;llt, weder der Abzug ukraini-scher Truppen aus dem Donbass, noch die Anerkennung der Volksrepubliken, die im Abkommen nicht einmal als solche erw&#228;hnt wurden. Der Waffenstillstand ist ein Versuch der ukrainischen Re-gierung, ihre Truppen neu zu sortieren und sich mit politischen Mitteln Vorteile zu verschaffen. Poroschenko brauchte zudem eine Stabilisierung der Lage, um seine Macht in den Parlamentswahlen zu festigen. Der Donbass d&#252;rfte nun auf absehbare Zeit verloren sein, was den Druck von rechts auf Poroschenko erh&#246;ht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch wenn die Volksrepubliken weiterhin formal Teil der Ukraine sind, so ist Poroschenko doch bereit ihr weitgehende Autonomie zu gestatten, da er ohnehin keinen Einfluss mehr auf sie hat. Un-ter den RebellInnen steht auch das russisch-nationalistische Projekt einer Abspaltung unter dem Namen &#8222;Neurussland&#8220; in hohem Kurs. Eine Angliederung des Donbass an Russland ist aber aufgrund der hohen wirtschaftlichen und politischen Kosten f&#252;r den Kreml ausgeschlossen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Waffenstillstand schafft auch f&#252;r die RebellInnen M&#246;glichkeiten f&#252;r eine politische l&#246;sung. Dies ist f&#252;r sie entscheidend, da Putin niemals eine Ausweitung der Offensive plante, die f&#252;r Russland milit&#228;risch und politisch mit hohen Risiken behaftet gewesen w&#228;re. Mit der Einigung konnte Russ-land weiteren Sanktionen der EU vorbeugen und hat mit der Kontrolle &#252;ber den Donbass sein wich-tigstes Ziel erreicht: einen NATO-Beitritt der Ukraine zu verhindern. Putin will eine &#8222;neutrale&#8220; Ukrai-ne, die er allerdings durch Handelsbeziehungen, insbesondere durch Gaslieferungen in Ab-h&#228;ngigkeit halten m&#246;chte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Deutsche Interessen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Trotz des Konflikts ist es durchaus wahrscheinlich, dass das EU-Assoziierungsabkommen zustande kommen wird. In dieser Hinsicht konnte Deutschland einen Erfolg verbuchen. In der hei&#223;en Phase des Konflikts war es noch getrieben von den USA. Durch die milit&#228;rische Eskalation hatte Deutsch-land seine eigenst&#228;ndige Position aufgeben m&#252;ssen, die auf einem Ausgleich mit Russland bedacht war. Die moderierende Haltung h&#228;tte bedeutet, sich gegen die USA zu stellen, die mit einer aggres-siven Linie sowohl Russland isolieren, als auch Deutschland auf seinen Platz verweisen wollten. Es zeigte sich, dass Deutschland tats&#228;chlich nicht aus dem Schatten der USA treten konnte und so trug es immer neue Sanktionen gegen Russland auf Druck der USA hin mit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mittlerweile hat sich der milit&#228;rische Konflikt allerdings gelegt und der deutsche Spielraum f&#252;r eine von den USA unabh&#228;ngige Politik d&#252;rfte wieder steigen. Eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine war von Deutschland ohnehin noch nie gewollt und konnte mit dem Krieg &#8211; allerdings auf Kosten der wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu Russland &#8211; abgewendet werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Parlamentswahlen erlauben nun eine bessere Einsch&#228;tzung der Kr&#228;fteverh&#228;ltnisse nach dem Krieg. Die pro-westlichen Parteien haben die &#252;berwiegende Mehrheit der Stimmen gewonnen, wenngleich die Wahlbeteiligung relativ niedrig ausfiel. Die Partei von Petro Poroschenko, die eine Ann&#228;herung an die EU vollzie- hen m&#246;chte ist gleichauf mit der &#8222;Volksfront&#8220; des Vor- sitzenden und amtierenden Ministerpr&#228;sidenten Arsenji Jazenjuk der als Kandidat der USA gilt die st&#228;rkste Kraft.Die pro-westlichen Parteien werden voraussichtlich eine gemeinsame Regierungskoalition bilden, wodurch die &#196;mter von Pr&#228;si-dent und Ministerpr&#228;sident weiterhin an Poroschenko und Jazenjuk gehen d&#252;rften.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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