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	<title> Fracci&#243;n Trotskista Cuarta Internacional </title>
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		<title>Der Kampf gegen Rassismus ist eine Klassenfrage</title>
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		<dc:date>2014-12-15T18:55:48Z</dc:date>
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		<dc:creator>Max Karlmann</dc:creator>


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		<description>&lt;p&gt;Am 25. November um 20:32 Uhr Ortszeit wurde der Polizist Darren Wilson, der M&#246;rder des afroamerikanischen Teenagers Michael Brown, freigesprochen. Sieben Sch&#252;sse auf eine Person, die sich bereits ergeben hatte, waren &#8222;nicht hinreichend&#8220; f&#252;r eine Anklage. Bei einem wei&#223;en Opfer h&#228;tte das Urteil wohl anders ausgesehen, aber Brown war schwarz. Tausende gingen in dieser Nacht auf die Stra&#223;e und eine Welle des Protestes durchzieht seitdem die USA.&lt;br class='autobr' /&gt;
Voller Emp&#246;rung dar&#252;ber verk&#252;ndete Pr&#228;sident Barack Obama, f&#252;r Gewalt gebe es niemals eine Rechtfertigung &#8211; und meinte damit nicht etwa die Polizeigewalt, sondern die Proteste gegen Rassismus und Unterdr&#252;ckung. W&#228;hrenddessen erh&#228;lt die Polizei zus&#228;tzlich milit&#228;rische Ausr&#252;stung.&lt;/p&gt;

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		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;// Wie k&#246;nnen rassistische Polizeimorde wie in Ferguson oder New York gestoppt werden? //&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am 25. November um 20:32 Uhr Ortszeit wurde der Polizist Darren Wilson, der M&#246;rder des afroamerikanischen Teenagers Michael Brown, freigesprochen. Sieben Sch&#252;sse auf eine Person, die sich bereits ergeben hatte, waren &#8222;nicht hinreichend&#8220; f&#252;r eine Anklage. Bei einem wei&#223;en Opfer h&#228;tte das Urteil wohl anders ausgesehen, aber Brown war schwarz. Tausende gingen in dieser Nacht auf die Stra&#223;e und eine Welle des Protestes durchzieht seitdem die USA.&lt;br class='autobr' /&gt;
Voller Emp&#246;rung dar&#252;ber verk&#252;ndete Pr&#228;sident Barack Obama, f&#252;r Gewalt gebe es niemals eine Rechtfertigung &#8211; und meinte damit nicht etwa die Polizeigewalt, sondern die Proteste gegen Rassismus und Unterdr&#252;ckung. W&#228;hrenddessen erh&#228;lt die Polizei zus&#228;tzlich milit&#228;rische Ausr&#252;stung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Proteste haben sich nach weiteren Polizeimorden an AfroamerikanerInnen mittlerweile auf die ganze USA ausgebreitet. Angesto&#223;en vom Mord in Ferguson, sind die Proteste mehr als nur ein punktueller Kampf f&#252;r Gerechtigkeit f&#252;r Michael Brown, sie sind eine Bewegung, welche die von Obama und seinen HandlangerInnen propagierte &#204;berwindung des Rassismus in der US-amerikanischen Gesellschaft hinterfragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ferguson enth&#252;llt die tiefgreifende rassistische Spaltung der US-a-merikanischen Gesellschaft besonders. In den Gef&#228;ngnissen der USA sind 37% der InsassInnen afroamerikanisch, bei einem Anteil von 12,6% in der Gesamtbev&#246;lkerung. Nach 50 Jahren der Versprechungen von Integration ist die Spaltung der Gesellschaft lange nicht &#252;berwunden. Heute wird alle 28 Stunden einE AfroamerikanerIn von der Polizei oder von privaten Sicherheitskr&#228;ften ermordet. 99,9% dieser F&#228;lle enden mit dem Freispruch der Poli-zistInnen.&lt;br class='autobr' /&gt;
Das ist erschreckend, aber keine &#204;berraschung. Erstens arbeiten die Staatsanwaltschaften jeden Tag mit der Polizei zusammen, um an Informationen f&#252;r ihre F&#228;lle zu gelangen. Dieses Verh&#228;ltnis will die Justiz nicht gef&#228;hrden. Noch weniger m&#246;chten die KapitalistInnen dieses Verh&#228;ltnis in einer Krise erleben, wo sie doch ihr Privateigentum von Polizei und Justiz verteidigen lassen. Zweitens zeigen Umfragen, dass Wei&#223;e viel eher der Polizei vertrauen, als AfroamerikanerInnen. Eine Jury mit einer wei&#223;en Mehrheit, wie im Fall von Michael Brown, entscheidet verl&#228;sslich f&#252;r die Polizei. Deshalb muss der Fall von einer Jury von gew&#228;hlten VertreterInnen von AfroamerikanerInnen &#252;bernommen werden, die sich aus ArbeiterInnen und Jugendlichen zusammen setzt. Au&#223;erdem m&#252;ssen die politisch Verantwortlichen in Ferguson und Washington sofort zur&#252;cktreten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber Rassismus ist nicht einfach ein moralisches Problem. Vorurteile in den K&#246;pfen der Menschen existierten zwar, es ist jedoch wichtig zu sehen, dass Rassismus in der Geschichte der USA (und vieler anderer l&#228;nder) eine bedeutende Rolle gespielt hat: fr&#252;her, um SklavInnen unterdr&#252;ckt zu halten, heute, um die ArbeiterInnenklasse zu spalten. Der Kampf gegen Rassismus ist eine Klassenfrage. Wei&#223;e und afroamerikanische ArbeiterInnen bei Walmart haben viel mehr gemeinsam, als zum Beispiel mit Obama. Die ersten beiden werden ausgebeutet, die afroamerikani-schen ArbeiterInnen sogar noch st&#228;rker. Beide haben ein Interesse daran, diese Ausbeutung zu &#252;berwinden. Obama dagegen handelt nur im Interesse derjenigen, die ausbeuten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das gleiche passiert bei lateinamerikanischen ArbeiterInnen, welche die gr&#246;&#223;te prek&#228;r be-sch&#228;ftigte Kraft auf dem US-amerikanischen Arbeitsmarkt sind. Der Kampf gegen Polizeigewalt, f&#252;r das Recht, sich f&#252;r bessere l&#246;hne zu organisieren, muss durch alle diese Unterdr&#252;ckten gemeinsam organisiert werden. Denn dann sind sie nicht nur in der &#204;berzahl, dann haben sie auch die Macht, etwas zu ver&#228;ndern. Dazu m&#252;ssen sie sich unabh&#228;ngig von allen Handlangern der KapitalistInnen selbst organisieren und in ihren Gewerkschaften f&#252;r einen politischen Generalstreik k&#228;mpfen, der die Forderungen der Bewegung durchsetzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Deshalb ist es besonders spannend, dass es bei den gro&#223;en Protesten vor &#252;ber 1.600 Wal-mart-Filialen beim &#8222;Black Friday&#8220;, wo ArbeiterInnen gegen niedrige l&#246;hne und f&#252;r gewerkschaftliche Organisierung protestierten, zu einer Einheit mit DemonstrantInnen der Ferguson-Proteste kam. Gemeinsam demonstrierten sie auch gegen Polizeigewalt. In die Institution der Polizei darf es keinerlei Vertrauen geben. Die Polizei wird von einem Staat, der im Interesse der KapitalistInnen handelt, bezahlt. Sie ist direkt von ihm abh&#228;ngig und wird deshalb auch immer im Interesse der KapitalistInnen handeln, wird immer rassistisch handeln. Die j&#252;ngsten Ereignisse beweisen das. Deshalb brauchen die Jugendlichen und ArbeiterInnen Selbstverteidigungskommitees gegen die Polizei und gegen bewaffnete, rassistische Schl&#228;gerInnentrupps. Eine Gesellschaft, die frei von Rassismus ist, m&#252;ssen sich alle Unterdr&#252;ckten gemeinsam erk&#228;mpfen.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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