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	<title> Fracci&#243;n Trotskista Cuarta Internacional </title>
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		<title>Generalstreik in Italien</title>
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		<dc:creator>Mark Turm</dc:creator>


		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Movimiento Obrero</dc:subject>
		<dc:subject>Actualidad</dc:subject>
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		<dc:subject> RIO (Revolution&#228;re Internationalistische Organisation), Deutschland </dc:subject>
		<dc:subject>Italia</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Der Ministerpr&#228;sident Italiens, Matteo Renzi, versucht, InvestorInnen und die deutsche Regierung von seiner Entschlossenheit zu &#252;berzeugen. Diese fordern rasche Reformen zur Senkung des italienischen Staats-defizits. Renzis aktuelles Projekt &#8211; getauft &#8222;Jobs Act&#8220; &#8211; stellt einen brutalen Angriff auf eine der historischen Errungenschaften der italienischen ArbeiterInnenklasse, den K&#252;ndigungsschutz, dar.&lt;/p&gt;

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		</description>


 <content:encoded>&lt;img src='https://estrategiainternacional.org/local/cache-vignettes/L150xH77/arton8856-6897c.jpg?1696742587' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='77' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;// Der Ministerpr&#228;sident Matteo Renzi bl&#228;st zum Angriff auf die Lohnabh&#228;ngigen. //&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Ministerpr&#228;sident Italiens, Matteo Renzi, versucht, InvestorInnen und die deutsche Regierung von seiner Entschlossenheit zu &#252;berzeugen. Diese fordern rasche Reformen zur Senkung des italienischen Staats-defizits. Renzis aktuelles Projekt &#8211; getauft &#8222;Jobs Act&#8220; &#8211; stellt einen brutalen Angriff auf eine der historischen Errungenschaften der italienischen ArbeiterInnenklasse, den K&#252;ndigungsschutz, dar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kanzlerin Merkel &#228;u&#223;erte sich positiv &#252;ber diesen &#8222;wichtigen Schritt&#8220;. Die Abschaffung des Artikels 18 w&#228;re &#8222;ein sehr starkes Signal, besonders an die ausl&#228;ndischen Investoren&#8220;, dass sich die Politik in Italien auch gegen die Gewerkschaften durchsetzen k&#246;nne, sagte dazu Giorgio Squinzi, Pr&#228;sident des UnternehmerInnenverbandes Confindustria.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch diese Reform geht den B&#252;rokratien der Mehrheitsgewerkschaften CGIL und UIL zu weit, denn der Angriff zielt auf ihre Basis. Der Zankapfel zwischen Regierung und Gewerkschaften ist der Artikel 18 des &#8222;Statuts der Arbeiter&#8220; von 1970, der K&#252;ndigungen erschwert. Dabei gilt der Artikel 18 nur f&#252;r ein Drittel der Besch&#228;ftigten in Italien &#8211; jene in Betrieben mit mehr als 15 Besch&#228;ftigten. Der Rest der etwa 22 Millionen Besch&#228;ftigten in Italien arbeitet in Kleinbetrieben bzw. in Subunternehmen ein und desselben Betriebes mit formell weniger als 15 Besch&#228;ftigten. Dies ist das Ergebnis der jahrzehntelang praktizierten Sozialpartnerschaft der italienischen Mehrheitsgewerkschaften, denn sie zeigten kein Interesse, den Artikel 18 auch auf Kleinbetriebe auszudehnen. Folglich genie&#223;t ein Drittel der Besch&#228;ftigten einen relativ starken rechtlichen Schutz &#8211; der Rest ist der Willk&#252;r der Bosse ausgeliefert. Nun aber soll auch genau jenes Drittel der Besch&#228;ftigten bluten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Gewerkschaften veranstalteten einen Generalstreik am 12. Dezember. In vielen St&#228;dten Italiens gab es Demonstrationsz&#252;ge und eine offensichtliche Eskalation seitens der Polizei. Jedoch beschr&#228;nkt sich die Gewerkschaftsb&#252;rokratie auf eine Taktik der &#8222;Nadelstiche&#8220;, also auf kleine, sporadische Streiks, um etwas Dampf aus dem Kessel zu lassen. Viele Sektoren der ArbeiterInnenklasse zeigten aber, dass sie bereit sind, den Kampf gegen die Regierung aufzunehmen: &#204;ber 60 Prozent der Besch&#228;ftigten streikten, 1,5 Millionen DemonstrantInnen machten ihrem &#196;rger auf den Stra&#223;en und Pl&#228;tzen Italiens Luft. Nun geht es darum, dieses Potential auszunutzen.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>Folter in Gefl&#252;chtetenheimen und Asylrechtsversch&#228;rfung</title>
		<link>https://estrategiainternacional.org/Folter-in-Gefluchtetenheimen-und-Asylrechtsverscharfung</link>
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		<dc:date>2014-10-08T21:54:26Z</dc:date>
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		<dc:creator>Mark Turm</dc:creator>


		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Actualidad</dc:subject>
		<dc:subject>Libertades Democr&#225;ticas</dc:subject>
		<dc:subject>Pol&#237;tica</dc:subject>
		<dc:subject>An&#225;lisis</dc:subject>
		<dc:subject> RIO (Revolution&#228;re Internationalistische Organisation), Deutschland </dc:subject>
		<dc:subject>Alemania</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Nach den Misshandlungen von AsylbewerberInnen in einer ehemaligen Kaserne in der sogenannten Notaufnahmestelle Burbach (NRW) durch Mitarbeiter von European Homecare GmbH. Dieses Unternehmen beschreibt sich selbst als &#8220;Familienunternehmen aus der Region&#8221;, das nach eigenen Angaben bundesweit rund 40 Asylunterk&#252;nfte in staatlichem Auftrag betreibt, und Subunternehmen mit der Betreuung der lager&#228;hnlichen Unterk&#252;nfte beauftragt.&lt;/p&gt;

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		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Nach den Misshandlungen von AsylbewerberInnen in einer ehemaligen Kaserne in der sogenannten Notaufnahmestelle Burbach (NRW) durch Mitarbeiter von European Homecare GmbH. Dieses Unternehmen beschreibt sich selbst als &#8220;Familienunternehmen aus der Region&#8221;, das nach eigenen Angaben bundesweit rund 40 Asylunterk&#252;nfte in staatlichem Auftrag betreibt, und Subunternehmen mit der Betreuung der lager&#228;hnlichen Unterk&#252;nfte beauftragt.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf den Bildern, die durch die Medien gingen, sind zwei grinsende Wachm&#228;nner zu sehen, die einen algerischen Gefl&#252;chteten b&#228;uchlings am Boden liegend, seie H&#228;nde auf dem R&#252;cken gefesselt, das Gesicht nach unten gedr&#252;ckt halten. Einer der bulligen Wachm&#228;nner dr&#252;ckt mit seinem Stiefel ins Genick des Mannes. Die im Dienste zum Teil einschl&#228;gig vorbestraften Wachm&#228;nner haben eindrucksvoll die Auswirkungen der Asylpolitik vor Augen gef&#252;hrt; es sind menschenunw&#252;rdige Einrichtungen um den Willen von Menschen zu brechen, die alles verloren haben und in die Flucht nach Europa die einzige M&#246;glichkeit aufs &#204;berleben sahen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ein boomendes Gesch&#228;ftsfeld zu Lasten Gefl&#252;chteter&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von European Homecare GmbH bis zur &#8222;Landesmutter&#8220;, die Sozialdemokratin Hannelore Kraft, &#252;ber die Gr&#252;nen und CDU, sie alle wollen nicht gewusst haben, &#252;ber die katastrophalen Zust&#228;nde in den lager&#228;hnlichen Einrichtungen des deutschen Rechtsstaates passiert. Selbst die Polizei &#252;bt sich in gestellter Betroffenheit: &#8222;Das sind Bilder, die man sonst nur aus Guantanamo kennt&#8220;, kommentierte der Hagener Polizeipr&#228;sident Frank Richter. Dabei hat er ausnahmsweise nicht Unrecht.&lt;br class='autobr' /&gt;
Nun werden Stimmen laut, die mehr Kontrollen, bessere Qualit&#228;tsstandards bis hin zur Durchf&#252;hrung eines &#8222;nationalen Fl&#252;chtlingsgipfel[s]&#8220; (Gr&#252;nen-Politikerin G&#246;ring-Eckardt) fordern, am Gesch&#228;ftsmodell wird aber nicht ger&#252;ttelt; denn mit dem Elend Gefl&#252;chteter machen private Unternehmen im Auftrag des deutschen Staates gro&#223;en Profit, nat&#252;rlich &#8222;nicht auf den R&#252;cken der Leute&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb1&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Der Standard, 22.08.2013:&#034; id=&#034;nh1&#034;&gt;1&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, wie der Gesch&#228;ftsf&#252;hrer von European Homecare, Sascha Korte, behauptete &#8211; wohl aber auf deren Nacken. Allein in Deutschland werden etwa 40.000 Menschen gezwungen in Lagern zu leben, Tendenz steigend. Ihr Verbrechen? Die Flucht ins kapitalistische Paradies, wohl f&#252;r die KapitalistInnen, gewagt zu haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch selbst einer besseren Finanzierung oder Ausstattung der AsylbewerberInnen&#8220;heime&#8220; stellt sich der Innenminister Thomas de Maiziere stur entgegen: Er sagt, daf&#252;r gebe es kein Geld. Diese Aussage ist besonders pervers anhand der von den b&#252;rgerlichen Medien &#224; la FAZ, den RegierungspolitikerInnen, der R&#252;stungsindustrie und der Bundeswehr selbst offensiv geforderten massiven Budgeterweiterung der Armee, um Debakel wie die Verz&#246;gerung der Waffenlieferung an die Perschmerga zu vermeiden und eine aggressivere milit&#228;rische Au&#223;enpolitik zu fahren, wie sie schon seit Beginn des Jahres unter dem Motto &#8222;mehr Verantwortung in der Welt&#8220; von allen Seiten gepr&#228;digt wird. Dass die imperialistischen Kriege mit den Fluchtursachen zu tun haben k&#246;nnen, kommt de Maiziere bisweilen nicht in den Sinn: Seine Strategie ist die Versch&#228;rfung der rassistischen Ausweisungspolitik, die die BRD praktiziert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die deutschen Beh&#246;rden gliedern die F&#252;rsorge f&#252;r Menschen, die auf der Flucht vor Krieg und Tod sind, an private Firmen aus, die wiederum Unterauftr&#228;ge vergeben, angeblich um die Staatskassen zu entlasten. Jedoch handelt es sich dabei um ein perverses System zur Zerm&#252;rbung Gefl&#252;chteter, um ihnen zu signalisieren, dass sie hier unerw&#252;nscht sind. Residenzpflicht, &#8222;Heime&#8220;, Lebensmittelmarken, Essenspakete sowie Lern- und Arbeitsverbot, all das um diese Menschen als westliche Unantastbare im deutschen Rechtsstaat zu verwandeln, die selbst den niedrigsten Instinkte eines Rassisten erdulden m&#252;ssen, wollen sie &#8222;zu Gast bei Freunden&#8220; bleiben. Deshalb m&#252;ssen wir f&#252;r die Abschaffung diesem perversen System k&#228;mpfen, und daf&#252;r f&#252;r die sofortige Abschaffung des Lagerzwangs und des Asylbewerberleistungsgesetz, f&#252;r das Bleiberecht f&#252;r alle eintreten. Die Gefl&#252;chtete m&#252;ssen die M&#246;glichkeit bekommen, dezentrale Unterk&#252;nfte zu w&#228;hlen und sich frei zu bewegen, anstatt in Sammellagern eingesperrt zu werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn ihre Asylantr&#228;ge abgelehnt werden, was in 90 Prozent der eingereichten Antr&#228;ge der Fall ist, werden abgewiesene AsylbewerberInnen bei ihrer Abschiebung von der Polizei mit potenziell t&#246;dlichen Methoden ruhig gestellt. Die Todesf&#228;lle von Abschiebeh&#228;ftlingen auf deutschen Boden sind zahlreich dokumentiert. Daher fordern wir die Kl&#228;rung aller F&#228;lle durch unabh&#228;ngige Kommissionen bestehend aus Betroffenen, Unterst&#252;tzerInnen, ArbeiterInnenorganisationen und solidarischen Rechtsanw&#228;ltInnen sowie die Verurteilung und Bestrafung der Schuldigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Solche Vorkommnisse sind jedoch nichts weiter als nat&#252;rliche Erscheinungen einer rassistischen Politik, die darauf abzielt, die Bildungs- und Arbeitsdiskriminierung Gefl&#252;chteter zu festigen und zu vertiefen. Somit wird die Arbeitsteilung der kapitalistischen Klassengesellschaft, mit all ihren Diskriminierungen und Unterdr&#252;ckungsmechanismen, zugunsten der herrschenden Klasse legitimiert und verewigt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Geschlagen in den &#8222;Heimen&#8220;, politisch kriminalisiert&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Pikanterweise wurden die erneuten &#204;bergriffe auf Gefl&#252;chtete bekannt, als der Bundesrat ein paar Tage zuvor mit den Stimmen des gr&#252;n-rot regierten Baden-W&#252;rttemberg die Versch&#228;rfung des Asylrechts zugestimmt hatte. Gleichwohl muss daran erinnert werden, dass das Asylrecht in Deutschland praktisch seit 1993 nicht mehr existiert. Damals wurde die so genannte Drittstaatenregelung eingef&#252;hrt, die nun auf Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina ausgeweitet wurde, um den Ansturm der &#8222;Zigeuner&#8220;, also Sinti und Roma, zu vermeiden. Aufgrund dieser Regelung darf nur wer nicht aus oder durch einen &#8222;sicheren Drittstaat&#8220; nach Deutschland einreist Asyl beantragen. Anders gesagt, nur wer aus dem Luft- oder Seeweg nach Deutschland gelangt, hat &#252;berhaupt eine Chance. Wer es also trotz der Grenzschikanen schafft bis nach Deutschland zu kommen wird aufgrund der genannten Regelung in jene l&#228;nder der EU abgeschoben, die sie durchquert haben. Selbst nordafrikanische Staaten sollen bald als &#8222;sichere Drittstaaten&#8220; anerkannt werden, um Gefl&#252;chtete dorthin abschieben zu k&#246;nnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun haben deutsche b&#252;rgerliche PolitikerInnen den Balkan als &#8222;sicher&#8220; deklariert, womit alle Menschen aus dieser Region, auch wenn sie verfolgt werden, kein Asylverfahren mehr bekommen. Sinti und Roma werden auf den Balkan &#8222;drangsaliert, diskriminiert und ausgegrenzt &#8211; aber eben nicht politisch verfolgt. Politisches Asyl kommt dadurch meistens nicht in Betracht.&#8220; (Kretschmann, Ministerpr&#228;sident Baden-W&#252;rttembergs) ist die Argumentationslinie gewesen&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Zeit Online, 25.09.2014:&#034; id=&#034;nh2&#034;&gt;2&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Eine wahre gr&#252;ne Perle von Zynismus und menschlicher K&#228;lte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Nach 81 Jahre wird wieder ein Gewerkschaftshaus von der Polizei erst&#252;rmt; auf Verlangen des DGBs&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider sind im Gewerkschaftsapparat viele Funktion&#228;rInnen auszumachen, die das Wort Solidarit&#228;t zwar in den Mund nehmen, aber nur solange sie nicht von l&#228;stigen Lohnabh&#228;ngigen gest&#246;rt werden. J&#252;ngstes Beispiel geben die DGB-Funktion&#228;rInnen in Berlin, die die Polizei einschalteten, als eine Gruppe Gefl&#252;chteter, die rechtlichen Schutz und politische Unterst&#252;tzung durch den DGB forderte, das Gewerkschaftshaus friedlich besetzten. Die &#8222;BesetzerInnen&#8220;, die bisher Krieg und Tod getrotzt haben, wurden gezerrt, geschlagen, festgenommen, auf die Stra&#223;e geworfen, weil sie angeblich die Nerven der Gewerkschaftsfunktion&#228;rInnen &#252;berstrapaziert hatten, in Wahrheit aber durch ihre radikale Aktionen und Forderungen die Grenzen der b&#252;rgerlichen Legalit&#228;t in Frage stellten, und somit den mit den KapitalistInnen strategische Partnerschaft der Gewerkschaften indirekt angriffen. Die Gefl&#252;chteten, die das Berliner DGB-Haus eine Woche lang besetzt hielten, forderten tats&#228;chlich nichts anderes als politische Unterst&#252;tzung vom DGB. Ihre durchaus erf&#252;llbaren Forderungen: Mitgliedschaft in den Gewerkschaften mit Rechtsschutz, ein Gespr&#228;ch mit Mitgliedsgewerkschaften und verantwortlichen PolitikerInnen, eine Demonstration f&#252;r die Rechte der Gefl&#252;chteten, die von dem DGB mit organisiert werden sollte. Doch die DGB-F&#252;hrung kehrte den Gefl&#252;chteten den R&#252;cken und es gab nichts als leere Worte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer sich heute links bezeichnet, und das skandal&#246;se Vorgehen der Funktion&#228;rInnen des DGB nicht verurteilt, macht sich mitschuldig. Der Kampf der Gefl&#252;chteten l&#228;sst kein Spielraum f&#252;r Man&#246;ver. Entweder unterst&#252;tzt man den Kampf oder man zeigt Verst&#228;ndnis f&#252;r die Entscheidung der hauptamtlichen &#8222;KollegInnen&#8220; und beklatscht das polizeiliche Vorgehen. Wir fordern alle gewerkschaftlichen Jugendgruppen, Betriebsr&#228;tInnen und Basismitglieder, die sich w&#228;hrend der Besetzung mit den Gefl&#252;chteten solidarisiert haben, zur Verurteilung der R&#228;umung und zur aktiven politische Unterst&#252;tzung des Kampfes der Gefl&#252;chteten auf. Wir fordern den sofortigen Ausschluss der f&#252;r die brutale R&#228;umung verantwortlichen Funktion&#228;rInnen aus ihren Funktionen und der Gewerkschaft. Ferner fordern wir den Ausschluss der Gewerkschaft der Polizei aus dem DGB.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Solidarit&#228;t hei&#223;t in die Haut deines N&#228;chsten zu schl&#252;pfen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angesichts der Bestrebungen Deutschlands,seine &#246;konomische Vorreiterrolle in Europa durch politische und milit&#228;rische Ma&#223;nahmen zu sichern und auszuweiten, zu Lasten von Besch&#228;ftigten hier und im Ausland, ist Aufgabe der revolution&#228;ren SozialistInnen im politischen Kampf f&#252;r die Zusammenf&#252;hrung der ArbeiterInnenklasse, sei sie einheimisch oder migrantisch, mit oder ohne Papiere, einzutreten. Dies erfordert einen gemeinsamen Kampf aller ArbeiterInnen gegen Rassismus, Diskriminierung jeglicher Art, Ausgrenzung, um eine eiserne Front gegen die Angriffe des Kapitals zu bilden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Gefl&#252;chteten sind nicht nur von polizeilicher Repressionen betroffenen. Das Arbeitsverbot zwingt sie, ihre Arbeitskraft illegalisiert unter miserablen Bedingungen zu verkaufen. Daher geh&#246;ren sie zum untersten Teil der ArbeiterInnenklasse, wie sie auf ihrer Pressekonferenz im Berliner DGB-Haus deutlich machten. Die deutsche Bourgeoisie beabsichtigt mit der Aufrechterhaltung dieses Zustands die Spaltung der ArbeiterInnenklasse und die Dr&#252;ckung der Lohnst&#252;ckkosten. Auf die Spaltungsversuche der herrschenden Klasse, die uns nach Herkunft und Geschlecht zu trennen versucht, antwortet der revolution&#228;re Marxismus mit dem Kampf f&#252;r die Einheit der ArbeiterInnenreihen gegen Ausbeutung und Unterdr&#252;ckung.&lt;br class='autobr' /&gt;
Fu&#223;noten&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;hr /&gt;
		&lt;div class='rss_notes'&gt;&lt;div id=&#034;nb1&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh1&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 1&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;1&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Der Standard, 22.08.2013: &lt;a href=&#034;http://derstandard.at/1387284&#034; class=&#034;spip_url spip_out auto&#034; rel=&#034;nofollow external&#034;&gt;http://derstandard.at/1387284&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;2&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Zeit Online, 25.09.2014:&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>Eskalation in der Ukraine</title>
		<link>https://estrategiainternacional.org/Eskalation-in-der-Ukraine</link>
		<guid isPermaLink="true">https://estrategiainternacional.org/Eskalation-in-der-Ukraine</guid>
		<dc:date>2014-03-14T18:40:00Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Mark Turm</dc:creator>


		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Actualidad</dc:subject>
		<dc:subject>Pol&#237;tica</dc:subject>
		<dc:subject>An&#225;lisis</dc:subject>
		<dc:subject> RIO (Revolution&#228;re Internationalistische Organisation), Deutschland </dc:subject>
		<dc:subject>Europa del Este</dc:subject>
		<dc:subject>Ucrania</dc:subject>

		<description>
&lt;p&gt;Ein Land zwischen den M&#252;hlsteinen geopolitischer Interessen &lt;br class='autobr' /&gt;
Seit November letzten Jahres gingen hunderttausende Menschen in Kiew und anderen St&#228;dten auf die Stra&#223;e, um gegen den ukrainischen Pr&#228;sidenten Wiktor Janukowytsch und seine Regierung zu protestieren. Einige Wochen sp&#228;ter ist der Pr&#228;sident gefl&#252;chtet, seine Residenzen zu Museen deklariert, die Sondereinheiten der Polizei aufgel&#246;st. Auf der Krim gibt es Zusammenst&#246;&#223;e zwischen Anh&#228;ngerInnen der neuen ukrainischen &#204;bergangsregierung (&#8230;)&lt;/p&gt;


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&lt;a href="https://estrategiainternacional.org/Articulos-en-aleman" rel="directory"&gt;Art&#237;culos en alem&#225;n&lt;/a&gt;

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&lt;a href="https://estrategiainternacional.org/Europa" rel="tag"&gt;Europa&lt;/a&gt;, 
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 <content:encoded>&lt;img src='https://estrategiainternacional.org/local/cache-vignettes/L150xH82/arton7638-06c04.jpg?1696742587' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='82' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ein Land zwischen den M&#252;hlsteinen geopolitischer Interessen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seit November letzten Jahres gingen hunderttausende Menschen in Kiew und anderen St&#228;dten auf die Stra&#223;e, um gegen den ukrainischen Pr&#228;sidenten Wiktor Janukowytsch und seine Regierung zu protestieren. Einige Wochen sp&#228;ter ist der Pr&#228;sident gefl&#252;chtet, seine Residenzen zu Museen deklariert, die Sondereinheiten der Polizei aufgel&#246;st. Auf der Krim gibt es Zusammenst&#246;&#223;e zwischen Anh&#228;ngerInnen der neuen ukrainischen &#204;bergangsregierung und pro-russischen DemonstrantInnen. Am ersten M&#228;rzwochenende reagierte Moskau mit einem Schritt der Eskalation und sendete Truppen auf die Krim-Halbinsel, woraufhin auch die Ukrainische Regierung mobil machte. M&#246;glicherweise steht nun die Spaltung der Ukraine bevor. Selbst ein Krieg scheint nicht unm&#246;glich. Damit hat sich die Ukraine zu einem Dreh- und Angelpunkt der internationalen Situation entwickelt, die sch&#228;rfere geopolitische Auseinandersetzungen im Rahmen der Krise erwarten l&#228;sst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ausl&#246;ser der Proteste war die Abstimmung ukrainischer PolitikerInnen gegen einen Vertrag, der eine engere Zusammenarbeit der Ukraine mit der EU vorsah. Die Ablehnung des sogenannten &#8222;Assoziierungsabkommens&#8220; geschah auf Druck Russlands, das Kiew Milliardenkredite sowie deutlich g&#252;nstigere Gaspreise als markt&#252;blich in Aussicht gestellt hatte. Eine Ann&#228;herung Kiews an die EU h&#228;tte Russlands geostrategisches Interesse torpediert, eine &#8222;Eurasische Union&#8220; aufzubauen. Der ganze Prozess geschieht im Rahmen des andauernden Niedergangs der US-Hegemonie, was Russland ausnutzt, um seine regionale Macht zu festigen und auszudehnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&#252;r Deutschland und Frankreich dagegen stellt die Ukraine eine geostrategisch wichtige Durchgangsstation f&#252;r Energielieferungen in die EU dar, da diese f&#252;r das Funktionieren der imperialistischen Industrien unerl&#228;sslich sind. Zudem w&#252;rden sich durch die weiterhin von den zentralen europ&#228;ischen l&#228;ndern vorangetriebene EU-Osterweiterung weitere M&#246;glichkeiten er&#246;ffnen, an noch billigere und gut ausgebildete Arbeitskr&#228;fte zu kommen. Bereits jetzt ist Russland mit einem Anteil von knapp 34 Prozent der wichtigste Gaslieferant der EU. Beim &#214;l stammen knapp 30 Prozent der &#214;limporte aus den &#214;lquellen Russlands.&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-1&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Deutschland bezieht circa 36 Prozent der eingef&#252;hrten Menge an Gas aus (&#8230;)&#034; id=&#034;nh2-1&#034;&gt;1&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Eine gef&#228;hrliche gegenseitige Abh&#228;ngigkeit, denn auch Russland muss alles M&#246;gliche tun, will es seine HauptkundInnen nicht verprellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;W&#228;hrend der Imperialismus also einen Regimewechsel anstrebt, um jene l&#228;nder an sich zu binden, die nach wie vor und in verschiedenen Graden unter dem Einfluss Russlands stehen, versucht Russland, sein historisches Einflussgebiet zu erhalten und zu vertiefen. US-amerikanische Interessen, die sich nicht mit den Interessen der EU decken, verkomplizieren die Situation noch weiter, denn auch wenn die USA auf der Abkehr der ukrainischen Bourgeoisie von Russland bestehen, wollen sie doch nicht unbedingt eine bessere Anbindung an die EU mit Deutschland an der Spitze. So unterst&#252;tzen die USA auch eher die Washington-treue Julia Timoschenko, w&#228;hrend die deutsche Bourgeoisie auf Figuren wie Vitali Klitschko setzt, die eine engere Bindung an die BRD propagieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Soziale Grundlagen des Protestes&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der zu Beginn noch friedliche Protest von Teilen der Mittelschicht, dessen Programm im Wesentlichen die Ann&#228;herung an die EU vorsah, wurde angef&#252;hrt von reaktion&#228;ren Kr&#228;ften, von liberalen Parteien bis hin zu offen rechtsextremen und nationalistischen Gruppierungen und paramilit&#228;rischen faschistischen Milizen. Diese Bewegung entwickelte sich schnell zu einem unkontrollierbaren Feuer. Dieses hinterlie&#223; ein vor&#252;bergehendes Machtvakuum, das nun sowohl die imperialistischen l&#228;nder als auch Russland zu ihren Gunsten f&#252;llen m&#246;chten. Mit anderen Worten: Bei den Protesten auf dem Maidan-Platz in Kiew handelt es sich um eine radikalisierte Bewegung des Kleinb&#252;rgertums und der Mittelschichten, die ihre v&#246;llige Verarmung f&#252;rchten und sich dabei der einen oder anderen Fraktion des Kapitals, in diesem Fall des imperialistischen, anbiedern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aufgrund des obsz&#246;nen Ausma&#223;es an Korruption und Vetternwirtschaft in der Ukraine f&#252;hlen sie sich meist von den nationalistischen und rechtsradikalen F&#252;hrungen angezogen, weil diese noch nicht im Verdacht stehen, korrupt zu sein. Auch deshalb zieht der Maidan an einem Strang mit Frankreichs Premier Hollande und Bundeskanzlerin Merkel, die ein elementares Recht wie das Recht auf nationale Selbstbestimmung der BewohnerInnen der Krim zugunsten der &#8222;Wahrung der Einheit des Landes&#8220; opfern wollen. Mehr noch, der Maidan unterst&#252;tzt sogar reaktion&#228;re Forderungen, wie das Verbot der Kommunistischen Partei der Ukraine oder die Abschaffung des Russischen als zweiter Amtssprache. Der &#8222;demokratische&#8220; Imperialismus, gl&#252;hender Verfechter der &#8222;Menschenrechte&#8220;, schweigt dar&#252;ber, da er eine M&#246;glichkeit sieht, den begonnenen Prozess der Semikolonialisierung seines historischen Hinterhofes zu vertiefen. Dabei greift er auf ein altbew&#228;hrtes Rezept zu: die &#8222;demokratische Konterrevolution&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viele Menschen in der Westukraine haben die Illusion, dass eine Ann&#228;herung an die EU Wohlstand, Freiheit und Demokratie wie in einem zentralen Land bringen wird. Darauf gest&#252;tzt verschleiert der Imperialismus seinen r&#228;uberischen Charakter und erm&#246;glicht die Ausdehnung seiner Herrschaft. Verdeckt mit wohlklingenden Begriffen fordert die Bundesregierung &#8222;transparente, freie, faire, demokratische Wahlen&#8220;.&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-2&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Bundesregierung: Chance f&#252;r die Demokratie.&#034; id=&#034;nh2-2&#034;&gt;2&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Doch dies ist nur der Versuch des Imperialismus, eine Legitimation f&#252;r ein neues Regime zu erreichen, das sich seinem Diktat voll und ganz unterordnet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So versuchten es die ImperialistInnen zun&#228;chst mit mahnenden Worten: Bundesau&#223;enminister Frank-Walter Steinmeier versuchte gemeinsam mit seinem Amtskollegen aus Paris beide Seiten dazu zu dr&#228;ngen, &#8222;die Gewalt zu beenden&#8220;. Als es damit nicht so recht klappte, gingen sie zu Drohungen &#252;ber: Fran&#231;ois Hollande und Angela Merkel sprachen immer deutlicher davon, Sanktionen gegen die Ukraine, bzw. gegen die Verantwortlichen f&#252;r die staatliche Gewalt anzuwenden. Kurz darauf meldete sich die EU zu Wort, die bei einer Sondersitzung in Br&#252;ssel Einreiseverbote sowie das Einfrieren von Konten beschlossen hatte. Das hat f&#252;r die OligarchInnen, deren Gelder meist au&#223;er Landes geparkt sind, und die das Parlament weitestgehend kontrollieren, gereicht, um ihre &#8222;Loyalit&#228;t&#8220; gegen&#252;ber Janukowitsch aufzuk&#252;ndigen. Die Abgeordneten des ukrainischen Parlaments sprachen sich daraufhin f&#252;r ein Ende des &#8222;Anti-Terror-Einsatzes&#8220; aus, der sich gegen die Opposition richtete. Dies ist nur eines der Beispiele, die die Abh&#228;ngigkeit der 445 Abgeordneten des ukrainischen Parlaments von den OligarchInnen des Landes verdeutlichen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ukrainische Wirtschaft: Staatspleite oder v&#246;llige Unterwerfung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Laut Angaben der &#204;bergangsregierung ben&#246;tigt die Ukraine 35 Milliarden US-Dollar (25,5 Milliarden Euro) an Finanzhilfen, um eine Staatspleite abzuwenden. Bis vor kurzem hatte Russland eine Finanzspritze von 15 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt, jedoch stornierte es die erste &#204;berweisung von zwei Milliarden aufgrund der f&#252;r Russland ung&#252;nstigen Entwicklung der Ereignisse. IWF-Chefin Christine Lagarde ihrerseits stellte der Ukraine zwar Finanzspritzen in Aussicht, machte diese jedoch von der Bildung einer Zwischenregierung abh&#228;ngig, mit der sie verhandeln k&#246;nne. Die USA ihrerseits boten ihre Hilfe an, sogar in Zusammenarbeit mit anderen l&#228;ndern inklusive Russland, um der Ukraine bei &#8222;demokratischen Reformen&#8220; und der Wiederherstellung von wirtschaftlicher Stabilit&#228;t beizustehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie die Hilfe der verschiedenen imperialistischen M&#228;chte und Organisationen wie dem IWF aussieht, k&#246;nnen die Massen in vielen l&#228;ndern beobachten &#8211; heute am schmerzhaftesten in Griechenland. Bereits jetzt macht der IWF klar, dass die Hilfen an Wirtschaftsreformen gekoppelt sind. Zu den Forderungen geh&#246;ren Ma&#223;nahmen wie die Erh&#246;hung der Gaspreise, die Abwertung der Landesw&#228;hrung und Einsparungen im Staatshaushalt. Nichts au&#223;er Armut und Leid erwartet die UkrainerInnen, wenn sie dem Sirenengesang der imperialistischen l&#228;nder folgen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gleichzeitig ist die Eskalation Russlands, das auf die Bildung der neuen Regierung mit der Besetzung der Krim-Halbinsel reagierte und so auf massiven Konfrontationskurs mit der neuen ukrainischen Regierung und den westlichen Imperialismen ging, auf das Sch&#228;rfste zu verurteilen. Dieser Schritt, der zu einem Krieg um die Einflusssph&#228;re in Osteuropa f&#252;hren k&#246;nnte, ist ein Zeichen f&#252;r steigende geopolitische Spannungen, wo Imperialismen wie Deutschland mit mehr Ambitionen und aufsteigende Regionalm&#228;chte wie Russland um eine gr&#246;&#223;ere Rolle k&#228;mpfen. Diese Auseinandersetzung wird vollst&#228;ndig auf dem R&#252;cken der ukrainischen Massen ausgetragen. Deswegen m&#252;ssen wir sagen: F&#252;r das Selbstbestimmungsrecht der Ukraine! Nieder mit der imperialistischen Einmischung, allen voran Deutschlands! Russlands Einmarsch in die Krim stoppen! Kein nationaler Kampf sondern Klassenkampf!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Unl&#246;sbarer Widerspruch? Eine revolution&#228;re Perspektive!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der einzige progressive Ausweg aus der verfahrenen Situation in der Ukraine liegt nicht in Neuwahlen, wie von der Bundesregierung oder der Linkspartei gefordert wird. Auch nicht in der Abspaltung des Landes, wie ein Teil der Menschen in der Ostukraine glaubt. Auch nicht in der Angliederung der Krim an Russland. Sie liegt auch nicht auf dem Maidan, wie manche Linke auch hierzulande glauben. Revolution&#228;rInnen haben die Pflicht, stets im Klassenkampf zu intervenieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch gleichzeitig muss man erkennen, dass die F&#252;hrung der Maidan-Bewegung offen reaktion&#228;re Ziele hat und eine reale Gefahr f&#252;r revolution&#228;re AktivistInnen darstellt. Der Hauptverantwortliche f&#252;r die politische R&#252;ckst&#228;ndigkeit dieser Bewegung ist der Stalinismus, der den Sozialismus lange Zeit durch den Dreck des &#8222;real existierenden Sozialismus&#8220; zog. In der Ukraine wurde die sch&#228;ndliche Rolle des reformistischen Stalinismus von der Kommunistischen Partei fortgef&#252;hrt. Sie wurde schlie&#223;lich zu einer wichtigen St&#252;tze des Janukowitsch-Regimes und hat daf&#252;r gesorgt, dass die Anti-Demonstrationsgesetze durchgekommen sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein progressiver Ausweg aus der jetzigen Krise wird nicht dadurch erreicht, dass man f&#252;r &#8222;Frieden und V&#246;lkerverst&#228;ndigung&#8220; eintritt. Weder die EU mit dem IWF und der korrupten und pro-westlichen politischen Kaste des Landes (Timoschenko, Klitschko usw.), noch der fl&#252;chtige Janukowitsch und Russland werden die Interessen der ArbeiterInnenklasse und verarmten Massen zur Geltung bringen. Beide haben zur Gen&#252;ge unter Beweis gestellt, dass ihnen ihre Gesch&#228;fte wichtiger sind als das Wohl der Menschen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Revolution&#228;re MarxistInnen dagegen schlagen eine Perspektive vor, die die b&#252;rgerliche Demokratie mittels einer sozialistischen und proletarischen Revolution &#252;berwindet und eine Herrschaft errichtet, die in direkter Demokratie von den ArbeiterInnen und verarmten Massen ausge&#252;bt wird, und tausendfach demokratischer ist als jede Herrschaftsform der Bourgeoisie. Um dahin zu gelangen, m&#252;ssen heute &#204;bergangsforderungen aufgestellt werden, die darauf abzielen, die KapitalistInnen zu enteignen. In Deutschland sind viele Stimmen zu h&#246;ren, die einen progressiven Ausweg aus der Krise in der Ukraine fordern, oft mit einem linken Vokabular. Jedoch zielen diese Forderungen nicht auf einen Bruch mit dem Kapitalismus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die ukrainische ArbeiterInnenklasse muss dagegen heute ein Programm aufstellen, das die entsch&#228;digungslose Enteignung aller OligarchInnen, die Verstaatlichung des Bankwesens, die Enteignung der imperialistischen Konzerne und Firmen und den Kampf f&#252;r eine Regierung der ArbeiterInnen und der verarmten Massen vorsieht. Alles andere wird nur dazu f&#252;hren, die ukrainischen Massen zwischen den M&#252;hlsteinen geostrategischer Interessen zu zermahlen.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;hr /&gt;
		&lt;div class='rss_notes'&gt;&lt;div id=&#034;nb2-1&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-1&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-1&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;1&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Deutschland bezieht circa 36 Prozent der eingef&#252;hrten Menge an Gas aus Russland, sogar 39 Prozent des &#214;ls.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-2&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-2&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-2&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;2&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Bundesregierung: Chance f&#252;r die Demokratie.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
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		<title>Kampfplan statt Resignation!</title>
		<link>https://estrategiainternacional.org/Kampfplan-statt-Resignation</link>
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		<dc:creator>Mark Turm</dc:creator>


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		<description>&lt;p&gt;Der scharfe Sparkurs, den die Opel-Mutter General Motors in Europa f&#228;hrt, zahlt sich f&#252;r das Unternehmen allm&#228;hlich aus. Die Verluste des Unternehmens gehen zur&#252;ck, die GM-Aktien verteuern sich. Daf&#252;r werden 3.000 Menschen ihre Arbeit verlieren, viele weitere werden folgen.&lt;/p&gt;

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 <content:encoded>&lt;img src='https://estrategiainternacional.org/local/cache-vignettes/L150xH82/arton7307-0e1e6.jpg?1696742587' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='82' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Der scharfe Sparkurs, den die Opel-Mutter General Motors in Europa f&#228;hrt, zahlt sich f&#252;r das Unternehmen allm&#228;hlich aus. Die Verluste des Unternehmens gehen zur&#252;ck, die GM-Aktien verteuern sich. Daf&#252;r werden 3.000 Menschen ihre Arbeit verlieren, viele weitere werden folgen. Nach Angaben des Bochumer Betriebsratsvorsitzenden w&#228;ren von einer Opel-Schlie&#223;ung in Bochum landesweit etwa 45.000 Arbeitspl&#228;tze &#8211; auch bei Dienstleistern und Zulieferern &#8211; betroffen. Gleichzeitig zum harten Gang gegen&#252;ber den Besch&#228;ftigten f&#228;hrt Opel eine Werbeoffensive mit dem Sympathietr&#228;ger &#8222;Kloppo&#8220;, der die Marke Opel aus dem Imagetief holen soll. Die Erwartungen des Unternehmens: Opel soll 2016 wieder schwarze Zahlen schreiben. Weitere Entlassungen nicht ausgeschlossen. Perfide, aber normales Amtsgesch&#228;ft im Kapitalismus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Pl&#228;ne f&#252;r die Zeit nach der Schlie&#223;ung des Werkes in Bochum gibt es keine. Von der Nutzung der Fl&#228;che wird geredet; die rot-gr&#252;ne Landesregierung hatte die Gr&#252;ndung einer Entwicklungsgesellschaft mit dem zugleich bombastischen und inhaltsleeren Namen &#8222;Bochum Perspektive 2022&#8220; angek&#252;ndigt, um den massiven Stellenabbau in den kommenden Jahren abzufangen. Anders ausgedr&#252;ckt, es geht um die Schaffung einer Gesellschaft, welche mit Steuermitteln die Arbeitslosigkeit etwas nach hinten verschiebt, um den sozialen Frieden in der Region nicht mit Scharen von w&#252;tenden und randalierenden ArbeiterInnen zu gef&#228;hrden, die ihre Arbeitsst&#228;tten besetzen und &#8222;Recht und Ordnung&#8220; auf den Kopf stellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Strategie der Niederlage&#8230;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dass es soweit gekommen ist, liegt nicht an der Passivit&#228;t oder der mangelnden Kampfbereitschaft der Opel-Besch&#228;ftigten. Mehrmals haben sie gezeigt, dass sie bereit waren, alles zu tun, um ihre Arbeitspl&#228;tze zu erhalten: Sie streikten mehrmals wild, das Unternehmen blieb jedoch hart und die Gewerkschaftsf&#252;hrung zog den Verhandlungstisch vor. Daraufhin stimmten die Besch&#228;ftigten, wie von ihrer Gewerkschaftsf&#252;hrung empfohlen, mehrmals z&#228;hneknirschend der Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen und empfindlichen Lohneinbu&#223;en zu. Und dennoch blieb das Unternehmen bei seiner Entscheidung, das Werk in Bochum zu schlie&#223;en. Die IG-Metall-F&#252;hrung beklagte die &#8222;Planlosigkeit&#8220; der GM-ManagerInnen, ihre &#8222;fehlende Gesamtstrategie&#8220; und &#8222;falsche Rechnungen&#8220;.[1] F&#252;r die IG Metall liegt der Schl&#252;ssel in der Ber&#252;cksichtigung von &#8222;Marktn&#228;he, Frachtkosten und Qualit&#228;t mit dem Siegel &#8221;&#353;Made in Germany&#8216;&#8220;.[2] Von vision&#228;ren ManagerInnen, &#8222;die mit frischen Ideen f&#252;r eine Aufbruchstimmung sorgen&#8220;, war die Rede beim IG-Metall-Vorsitzenden Huber. Dieser Diskurs zur &#8222;Sicherung des Wirtschaftsstandortes Deutschlands&#8220;,[3] Ausdruck der &#8222;Sozialpartnerschafts&#8220;-Ideologie, ist die Antwort des nationalbornierten Gewerkschaftsapparates, der seine eigene Existenz der Klassenzusammenarbeit statt des Klassenkampfes verdankt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dass viele Besch&#228;ftigte dieser Strategie der Niederlage &#252;berdr&#252;ssig sind, haben die ArbeiterInnen in Bochum mehrmals gezeigt, sowohl an den Urnen als auch am Flie&#223;band. Ende M&#228;rz verweigerten sie dem von der IG-Metall-F&#252;hrung und dem Opel-Management hinter verschlossenen T&#252;ren ausgehandelten &#8222;Sanierungskonzept&#8220;, das IG-Metall-Boss Berthold Huber als die &#8222;bestm&#246;gliche l&#246;sung unter den gegebenen Bedingungen&#8220;[4] in den Himmel lobte, ihre Zustimmung. Da sprangen die Gewerkschaftsbonzen aus den USA ihren Freunden in der IG Metall zur Hilfe: Schnell meldete sich UAW-Chef und Opel-Aufsichtsratsmitglied Bob King zu Wort, um den Besch&#228;ftigten zu raten, das von GM und IG Metall ausgehandelte Sanierungskonzept doch zu akzeptieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was die Opel-Besch&#228;ftigten als Auftakt von Kampfma&#223;nahmen zur Erhaltung des Betriebes ansahen, wurde von der IG-Metall-F&#252;hrung aktiv bek&#228;mpft. Die IG-Metall-Oberen starteten eine systematische Desinformationskampagne zur Spaltung der Belegschaften der verschiedenen Opel-Standorte. Ziel war, das Sanierungskonzept von den Besch&#228;ftigten doch noch absegnen zu lassen, und die aufbegehrende Belegschaft von Opel Bochum von den KollegInnen in den anderen St&#228;dten zu isolieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anfang September blieben nach einer 17-st&#252;ndigen Belegschaftsversammlung zahlreiche KollegInnen des Bochumer Opel-Werks &#8222;illegal&#8220; der Arbeit fern &#8211; und &#252;berraschten damit selbst ihren Betriebsratschef Reiner Einenkel, der sich immer wieder k&#228;mpferisch gibt, aber stets wenn es darauf ankommt, den &#8222;Weg der Verhandlungen&#8220;[5] gehen und notfalls mit einer Klage die Schlie&#223;ung verhindern m&#246;chte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Strategie der Gewerkschaftsf&#252;hrung tr&#228;gt bereits Fr&#252;chte: Einige haben bereits resigniert, andere geben sich mit den Abfindungsalmosen zufrieden. Die k&#228;mpferischsten Sektoren haben es bisher nicht geschafft, der zersetzenden Politik der IG-Metall-F&#252;hrung eine Alternative des Kampfes entgegenzusetzen. Die Ratlosigkeit w&#228;chst, und das Unternehmen bleibt hart.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&#8230;einen Kampfplan entgegensetzen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aus dieser Situation sind Lehren zu ziehen. Die erste und wichtigste ist, dass Verzicht keinen Arbeitsplatz rettet. Die zweite, dass die Verteidigung von Arbeitspl&#228;tzen nicht am Verhandlungstisch hinter dem R&#252;cken der Besch&#228;ftigten erreicht werden kann. Die dritte, dass die Sicherung der Arbeitspl&#228;tze und somit eine Zukunft f&#252;r die Besch&#228;ftigten und ihre Familien ausschlie&#223;lich durch Kampfma&#223;nahmen, seien sie legal oder illegal, zu erreichen sein wird. Dies erfordert die Erarbeitung eines Kampfplans zur Sicherung der Arbeitspl&#228;tze aller Besch&#228;ftigten, gemeinsam mit solidarischen Unterst&#252;tzerInnen aus Gewerkschaften, politischen Gruppen, aus der Nachbarschaft usw.. Dass dies von den jetzigen Gewerkschaftsf&#252;hrungen nicht zu erwarten ist, d&#252;rfte den meisten KollegInnen vor Ort klar sein. Dass die Gewerkschaften als Massenorganisationen der Besch&#228;ftigten diese Aufgabe &#252;bernehmen m&#252;ssten, ist dennoch eine wichtige Erkenntnis. Nicht in der Distanzierung zu den &#8222;Gewerkschaften&#8220; im Allgemeinen, sondern zu ihren F&#252;hrungen liegt der Schl&#252;ssel. Daher ist es notwendig, den Gewerkschaftsf&#252;hrungen einen Kampfplan aufzuzwingen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Insofern handelt es sich um eine doppelte Aufgabe, denn die Besch&#228;ftigten m&#252;ssen nicht nur die Pl&#228;ne des Managements bek&#228;mpfen, sondern auch die demobilisierende Haltung ihrer Anf&#252;hrerInnen. N&#246;tig w&#228;re, dass die IG Metall, allen voran in NRW, zu sofortigen Versammlungen zur Aufstellung und zum Beschluss eines Kampfplans gegen alle Entlassungen aufruft. Dies ist deshalb notwendig, weil ihre Strategie der &#8222;Mitbestimmung&#8220;, der Standortlogik und Sozialpartnerschaft lediglich zur Reduzierung der Belegschaft, zum Lohnverzicht, zur Schlie&#223;ung des Werkes f&#252;hrt. Mit einem solchen Kurs unterminiert sie die Kampfbereitschaft und bereitet den Boden f&#252;r Angriffe in den anderen Standorten von Opel in Deutschland. Mehr noch, die IG-Metall-F&#252;rsten spielen die KollegInnen gegeneinander aus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dabei kommt den k&#228;mpferischen Betriebsr&#228;ten eine besondere Verantwortung und Rolle zu, denn nur sie k&#246;nnen garantieren, dass dies Realit&#228;t wird. Denn diese Schritte k&#246;nnen nur gegen die Gewerkschaftsf&#252;hrung durchgesetzt werden. Die geplante Schlie&#223;ung im Jahr 2014 steht vor der T&#252;r und der Gang zum Jobcenter r&#252;ckt n&#228;her. Deshalb m&#252;ssten die k&#228;mpferischen Sektoren der Belegschaft einen ersten Schritt zum sofortigen Aufruf an alle k&#228;mpferischen KollegInnen zur Durchf&#252;hrung eines Delegiertenplenums (mit verbindlichem Mandat) zur Ausarbeitung eines solchen Kampfplans unternehmen, um die drohende Schlie&#223;ung des Bochumer Werkes zu stoppen. Dieser Plan muss der B&#252;rokratie aufgezwungen werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kampf um jeden Arbeitsplatz!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Somit k&#246;nnte der grassierenden Demoralisierung unter den KollegInnen begegnet werden, denn viele &#228;ltere KollegInnen sehen heute ihr Heil in ihrer Fr&#252;hpensionierung bzw. in hohen Abfindungen, ohne zu merken, dass sie dadurch den kommenden Generationen, den Lehrlingen und Azubis den Weg zu einer unw&#252;rdigen Zukunft aus prek&#228;rer Besch&#228;ftigung und Aufstockung ebnen. Deshalb sagen wir, keine Abfindungen, keine Transfergesellschaften, sondern Kampf um jeden Arbeitsplatz!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Damit die Jugend bei Opel und in der Region eine w&#252;rdigere Zukunft als den &#8222;Gang zum Amt&#8220; und das Auff&#252;llen von Regalen in der Nacht hat, fordern wir die Sicherung eines betrieblichen Ausbildungsplatzes f&#252;r alle Jugendlichen, die es m&#246;chten, finanziert aus der Besteuerung des Unternehmens! Denn General Motors (GM) hat allein 2012 rund 4,9 Mrd. US-Dollar verdient.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immer mehr Sektoren der ArbeiterInnenklasse in Deutschland wollen heute einen Teil dessen zur&#252;ckerobern, was ihnen weg genommen wurde. Der Kampf als Mittel zur Durchsetzung der eigenen Forderungen gewinnt bei breiter werdenden Sektoren an Boden, so ist die Zahl der Arbeitsk&#228;mpfe in einem streikarmen Land wie Deutschland in letzter Zeit nach oben geschnellt: Heute sind es die Besch&#228;ftigten im Einzelhandel, in der Logistikbranche, LehrerInnen, gestern war es das Flughafenpersonal, EisenbahnerInnen, Schleusenpersonal, Chemie, neben vielen anderen weniger bekannten Konflikten. Laut einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Instituts hat sich die Zahl der Streiktage im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt (auch wenn diese Zahl im internationalen Vergleich immer noch sehr niedrig bleibt).[6] Doch aufgrund der korporativistischen Logik der Gewerkschaftsb&#252;rokratie verlaufen alle diese K&#228;mpfe aber isoliert von den anderen. Der DGB tut nichts f&#252;r eine koordinierte Aktion der Besch&#228;ftigten. Mehr noch, die Gewerkschaftsb&#252;rokratie verhindert aktiv, dass die k&#228;mpfenden KollegInnen zusammenkommen; sie betreibt eine aktive Politik der Isolation: heute wird hier gestreikt, morgen dort, und das sogar im selben Unternehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun ist Opel Bochum am Scheideweg angelangt, und nicht nur sie, denn die drohende Niederlage einer k&#228;mpferischen Belegschaft in einem Kernsektor der Wirtschaft wie der Autoindustrie wird Signalwirkung haben. Sollte das Bochumer Opel-Werk schlie&#223;en, werden sich die Bosse nicht nur in der Autoindustrie, sondern auch in anderen Sektoren ermutigt f&#252;hlen, die Angriffe auf die ArbeiterInnen zu verst&#228;rken. Gleichzeitig werden viele Besch&#228;ftigte denken, der Kampf lohne sich nicht. Deshalb muss die Losung lauten: Gemeinsamer Kampf gegen Entlassungen! F&#252;r die sofortige Enteignung und Verstaatlichung von Opel und allen Unternehmen, die Entlassungen oder Schlie&#223;ungen durchgef&#252;hrt haben, durchf&#252;hren, oder durchf&#252;hren wollen &#8211; unter Kontrolle der Besch&#228;ftigten und ohne Entsch&#228;digungen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Noch ist das letzte Wort nicht ausgesprochen worden, noch k&#246;nnen die Besch&#228;ftigten von Opel gewinnen. Sieg oder Niederlage bei Opel werden Auswirkungen auf die gesamte ArbeiterInnenbewegung in Deutschland haben.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_ps'&gt;&lt;p&gt;Fu&#223;noten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[1]. IG Metall: Erpressung bei Opel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[2]. Ebd.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[3]. Ebd.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[4]. Handelsblatt: IG Metall stimmt Tarifvertrag zu.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[5]. Handelsblatt: Wilder Streik im Bochumer Opel-Werk.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[6]. Hans-B&#246;ckler-Stiftung: WSI-Arbeitskampfbilanz: Deutliche Zunahme der Arbeitsk&#228;mpfe im Jahr 2012.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		</content:encoded>


		

	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>Lehren des Iveco-Kampfes</title>
		<link>https://estrategiainternacional.org/Lehren-des-Iveco-Kampfes</link>
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		<dc:date>2012-10-14T23:45:35Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Mark Turm</dc:creator>


		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Movimiento Obrero</dc:subject>
		<dc:subject>An&#225;lisis</dc:subject>
		<dc:subject>Alemania</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Im Zuge der Auswirkungen der Absatzkrise in der Autoindustrie und Nutzfahrzeugproduktion in Europa schreitet FIAT Industrial bei ihrer LKW-Tochter Iveco mit ihren Umstrukturierungs- und Rationalisierungsma&#223;nahmen voran, in deren Zuge europaweit f&#252;nf Werke geschlossen werden sollen &#8211; und das trotz des im ersten Quartal 2012 verzeichneten Gewinnsprungs um mehr als 90 Prozent auf 207 Millionen Euro gegen&#252;ber dem Vergleichsquartal des Vorjahres.&lt;/p&gt;

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		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;span class='spip_document_3146 spip_documents'&gt;
&lt;img src='https://estrategiainternacional.org/local/cache-vignettes/L500xH177/iveco1-c4071.jpg?1701643963' width='500' height='177' alt=&#034;&#034; /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Von Mark Turm&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Zuge der Auswirkungen der Absatzkrise in der Autoindustrie und Nutzfahrzeugproduktion in Europa schreitet FIAT Industrial bei ihrer LKW-Tochter Iveco mit ihren Umstrukturierungs- und Rationalisierungsma&#223;nahmen voran, in deren Zuge europaweit f&#252;nf Werke geschlossen werden sollen &#8211; und das trotz des im ersten Quartal 2012 verzeichneten Gewinnsprungs um mehr als 90 Prozent auf 207 Millionen Euro gegen&#252;ber dem Vergleichsquartal des Vorjahres. Dabei werden nach dem Wunsch des Konzerns mehr als Tausend Besch&#228;ftigte ihre Jobs verlieren, 670 von 1100 Arbeitspl&#228;tzen gehen dabei in der Montage verloren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Deutschland sind drei Produktionsst&#228;tten betroffen: Ulm, Weisweil und G&#246;rlitz. Au&#223;erdem sollen die Produktionsst&#228;tten im franz&#246;sischen Chambery sowie im &#246;sterreichischen Graz geschlossen werden. Bereits zuvor waren die Bus-Produktionsst&#228;tten im Avellino (Italien) und in Barcelona (Spanien) geschlossen. Die Feuerwehrwagen-Tochter Camiva, in der Renault Group, k&#252;ndigte bereits im Mai die Schlie&#223;ung einer Fabrik in Saint-Alban-en-Leysse in Savoyen an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angesichts dieser Entwicklung &#8222;forderten&#8220; Iveco-Betriebsrat und IG Metall ein &#8222;Zukunftskonzept&#8220;, einen &#8222;sozial verantwortungsbewussten Umgang mit dieser Umstrukturierung&#8220;, um zumindest in Ulm &#8222;das 100-j&#228;hrige Bestehen der Lkw-Produktion am Standort Ulm feiern&#8220; [1] zu k&#246;nnen. Dass die Produktion &#8222;ohne St&#246;rungen durch die Belegschaft weiterl&#228;uft&#8220;[2] , daf&#252;r w&#252;rden sie schon sorgen, denn &#8222;[s]ie wollen weiterarbeiten, in welcher Form auch immer, am liebsten auf ihren heutigen Arbeitspl&#228;tzen.&#8220;[3]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Auswirkungen des sozialpartnerschaftlichen Kurses der Gewerkschaftsb&#252;rokratie sind Lehre und Warnung f&#252;r all diejenigen KollegInnen, die nach wie vor einen Job haben: Mit sozialpartnerschaftlichen Methoden l&#228;sst sich lediglich die Misere verwalten, die Arbeitslosigkeit mitgestalten: In Ulm wurde der urspr&#252;nglich geplante Abbau von 670 Besch&#228;ftigten auf 500 gesenkt. Um den KollegInnen das endg&#252;ltige Aus der LKW-Produktion in Ulm zu vers&#252;&#223;en, wurden sie mit der Verlagerung von Aufgaben von anderen Standorten nach Ulm &#8222;entsch&#228;digt&#8220;. Nun soll in Ulm ein sogenannter &#8222;Exzellenzstandort&#8220; f&#252;r Feuerwehrfahrzeuge entstehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Standort Weisweiler sollte Ende des Jahres geschlossen werden, die Entlassung der rund 180 bei Iveco Besch&#228;ftigten sollte nach der Vorstellung von Betriebsrat und IG Metall mit einer vom Unternehmen finanzierten Besch&#228;ftigungsgesellschaft verbunden werden, die den KollegInnen eine drei Jahre lange Br&#252;cke in die Arbeitslosigkeit garantiert.&lt;br class='autobr' /&gt;
Jedoch wollte Iveco die Schlie&#223;ung schneller voranbringen und billiger gestalten. Deshalb engagierte die Gesch&#228;ftsleitung ein R&#228;umkommando, um das Werk dort zu leeren. LKWs waren unterwegs, um Maschinen und Ger&#228;te abtransportieren zu lassen. Durch das Fortschaffen der Produktionsmittel versuchte die Gesch&#228;ftsleitung Tatsachen zu schaffen, um die Belegschaft zu demoralisieren und die Schlie&#223;ung billiger zu gestalten. Als die KollegInnen dies erfuhren, f&#252;rchteten sie, dass mit jedem Laster Material die M&#246;glichkeit Druck auszu&#252;ben sank, und damit ihre Chancen auf eine bessere Verhandlungsposition gegen&#252;ber dem Unternehmen kleiner w&#252;rden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Reaktion war spontan und eindrucksvoll. &#204;ber eine Telefonkette mobilisierten sich die Besch&#228;ftigten, die alle Zufahrten zum Werk blockierten. Die Bev&#246;lkerung des kleinen St&#228;dtchen unterst&#252;tzte die Ma&#223;nahme, danach eilten zu den Werkstoren der B&#252;rgermeister und einige VertreterInnen der IG Metall. Die Blockade-Ma&#223;nahme wurde &#252;ber das ganze Wochenende durchgehalten, da die KollegInnen f&#252;rchten, jederzeit w&#252;rde das R&#228;umkommando wieder auftauchen. Die Antwort erschreckte Gesch&#228;ftsleitung, Betriebsrat und Gewerkschaftsfunktion&#228;re, von denen mehrere im Aufsichtsrat von Iveco sitzen, gleicherma&#223;en. Rasch wurden die Verhandlungen wieder aufgenommen, und ein Kompromiss gefunden, nicht mal der &#8222;Schlichterspruch&#8220; des fr&#252;heren Gesch&#228;ftsf&#252;hrers des &#8222;Arbeitgeber&#8220;verbandes S&#252;dwestmetall war n&#246;tig, denn &#8222;[b]eide Streitparteien seien aufeinander zugegangen, um eine Einigung zu erzielen.&#8220;[4]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Welche Lehren sind zu ziehen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist offensichtlich, dass am Ende des sozialpartnerschaftlichen Kurses stets Arbeitsverschlechterungen, ALG I und Hartz IV, Elend und Armut stehen. Eine Alternative f&#252;r die Besch&#228;ftigten und ihre Familien gibt es nicht im Rahmen der von den Gewerkschaftsb&#252;rokratInnen und UnternehmerInnen hochgepriesenen Sozialpartnerschaft. Einen Ausweg aus dem Teufelskreis aus Verhandlungen und Verzicht gibt es nur, wenn die Besch&#228;ftigten f&#252;r ihre Rechte und Arbeitspl&#228;tze k&#228;mpfen, sich selbst organisieren, ihre Organisationen von KarrieristInnen und den UnternehmerInnen dienstbaren Funktion&#228;rInnen bereinigen. Es ist schlicht falsch zu glauben, Entlassungen seien unumg&#228;nglich und Abfindungen, unabh&#228;ngig von ihrer H&#246;he, das Beste, was man rausholen kann, ohne bis zum Ende gek&#228;mpft zu haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Politik der sozialdemokratischen Gewerkschaftsb&#252;rokratie f&#252;hrt auf geradem Wege zur Arbeitsplatzvernichtung, mit denen die KapitalistInnen einen Weg aus der Krise finden, zu Lasten der ArbeiterInnen.&lt;br class='autobr' /&gt;
Deshalb m&#252;ssen wir f&#252;r eine Alternative des Kampfes eintreten, der nicht m&#246;glich ist, ohne den politischen Kampf gegen die verr&#228;terische Gewerkschaftsb&#252;rokratie aufzunehmen, einen Kampfplan zur Verteidigung der Arbeitspl&#228;tze aufstellen, damit die Krise der KapitalistInnen von sie selbst getragen wird.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_ps'&gt;&lt;p&gt;Fu&#223;noten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1. S&#252;dwest Presse: Iveco-Betriebsrat und IG Metall fordern Zukunftskonzept, 08.05.2012.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;2. Ebd..&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;3. Ebd..&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;4. Badische Zeitung: Einigung: Kompromiss f&#252;r Iveco-Mitarbeiter gefunden, 12.0.2012.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		</content:encoded>


		

	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>Der Kampf der Kumpel</title>
		<link>https://estrategiainternacional.org/Der-Kampf-der-Kumpel</link>
		<guid isPermaLink="true">https://estrategiainternacional.org/Der-Kampf-der-Kumpel</guid>
		<dc:date>2012-10-07T01:19:00Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator> RIO | Revolution&#228;ren Internationalistischen Organisation, Deutschland , Mark Turm</dc:creator>


		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Pol&#237;tica</dc:subject>
		<dc:subject>An&#225;lisis</dc:subject>
		<dc:subject>Crisis en el Estado espa&#241;ol</dc:subject>
		<dc:subject>Estado espa&#241;ol</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Die Krise in Europa vertieft sich von Tag zu Tag. In den s&#252;deurop&#228;ischen Staaten hat die Krise zu einem regelrechten Einbruch der Wirtschaft gef&#252;hrt. l&#228;nder wie Griechenland oder neuerdings der Spanische Staat sind an den Rand der Zahlungsunf&#228;higkeit geraten und destabilisieren zus&#228;tzlich die ohnehin angeschlagene Eurozone.&lt;/p&gt;

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&lt;a href="https://estrategiainternacional.org/Estado-espanol-183" rel="tag"&gt;Estado espa&#241;ol&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;span class='spip_document_3127 spip_documents'&gt;
&lt;img src='https://estrategiainternacional.org/local/cache-vignettes/L500xH177/1noche-minera-231822_960x340-68ea3.jpg?1701643963' width='500' height='177' alt=&#034;&#034; /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Von Mark Turm&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Krise in Europa vertieft sich von Tag zu Tag. In den s&#252;deurop&#228;ischen Staaten hat die Krise zu einem regelrechten Einbruch der Wirtschaft gef&#252;hrt. l&#228;nder wie Griechenland oder neuerdings der Spanische Staat sind an den Rand der Zahlungsunf&#228;higkeit geraten und destabilisieren zus&#228;tzlich die ohnehin angeschlagene Eurozone.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Spanien, die ehemals f&#252;nftgr&#246;&#223;te Wirtschaft Europas, wird zum ernsthaften Problem f&#252;r die Zukunft der Europ&#228;ischen Union, denn aufgrund der engen Wirtschaftsbeziehungen Spaniens mit Frankreich und Deutschland k&#246;nnte Spaniens Fall diese Motoren der EU und somit die EU insgesamt als das Europa des Kapitals in die Tiefe st&#252;rzen. Seit dem Platzen der von den deutschen Banken ma&#223;geblich finanzierten Immobilienblase im Jahr 2008 ist der Spanische Staat in einen Sog der Schuldenkrise geraten, der auch die deutschen Banken und Kreditinstitute mitzunehmen droht[1].&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die herrschende Klasse Spaniens versucht mittels ihres Staates, ihre Krise zu bek&#228;mpfen, indem sie ihre eigenen Verluste und die der ausl&#228;ndischen Gl&#228;ubigerInnen, die als Folge des Platzens der Spekulationsblase im Bau- und Immobiliensektor entstanden waren, zu sozialisieren versucht. Das war der Fall Anfang August 2011, als das durch den Zusammenschluss von mehreren Sparkassen mit einer Vielzahl von faulen Immobilienkrediten in ihren Bilanzen gegr&#252;ndete Kreditinstitut Bankia[2] nach mehreren Finanzspritzen in Milliardenh&#246;he durch die Zentralregierung vollst&#228;ndig verstaatlicht wurde. Man konnte die Verluste nicht mehr durch Zahlenspiele verstecken. Gleichzeitig legen vor allem spanische Banken ihre Gelder vermehrt im Ausland an. In den ersten f&#252;nf Monaten dieses Jahres zogen Anleger insgesamt 163 Milliarden Euro aus Spanien ab, was 16 Prozent der j&#228;hrlichen Wirtschaftsleistung entspricht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Intern sieht es f&#252;r Spanien nicht besser aus, im Gegenteil: Die Finanzlage der Autonomen Gemeinschaften spitzt sich ununterbrochen zu. So hat Katalonien, st&#228;rkste Wirtschaftsregion des Landes, die ein Viertel des spanischen Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet, den gr&#246;&#223;ten Schuldenberg angeh&#228;uft, insgesamt rund 42 Milliarden Euro. Um dieser sich zuspitzenden Finanzlage zu begegnen, haben bereits jetzt vier Regionen (Katalonien, Murcia, Valencia und Andalusien) bei der Zentralregierung in Madrid Finanzhilfen in Milliardenh&#246;he beantragt, nachdem die Zentralregierung im Juli 2012 einen 18 Milliarden Euro schweren Liquidit&#228;tsfonds f&#252;r die Autonomen Gemeinschaften geschaffen hatte, der &#228;hnlich funktioniert wie der europ&#228;ische EFSF, und der die Umgehung der in den Autonomie- Statuten festgelegten Eigenst&#228;ndigkeit der Regionen in Haushaltsfragen vorschreibt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Spannungen zwischen den verschiedenen regionalen Bourgeoisien im Spanischen Staat spitzen sich zu. Die katalanische Bourgeoisie droht mit der Unabh&#228;ngigkeit Kataloniens, will aber nur eine gr&#246;&#223;ere finanzielle Eigenst&#228;ndigkeit. Dabei greift sie die berechtigten Forderungen der katalanischen Massen nach Selbstbestimmung auf, um sich eine soziale Basis zu verschaffen, um bessere Bedingungen gegen&#252;ber der spanischen Bourgeoisie auszuhandeln. Damit lenkt sie von der Tatsache ab, dass die katalanische Regierung die Vorreiterin bei den K&#252;rzungen im sozialen Bereich ist, was ihren reaktion&#228;ren Charakter unterstreicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alles deutet darauf hin, dass sich der Spanische Staat, neben Griechenland, schnell in das neue &#8222;schw&#228;chste Glied&#8220; der EU verwandeln k&#246;nnte. Die Krise des post-franquistischen Regimes, mit dem sich der spanische Kapitalismus seit dem Ende der Diktatur ausdehnen konnte, verschlimmert sich. Ihre institutionellen S&#228;ulen sind wackelig, angefangen bei der Monarchie. Auch die territoriale Einteilung in die Autonomen Gemeinschaften wird in Frage gestellt, denn alle Fl&#252;gel der Bourgeoisie sind sich dar&#252;ber einig, den &#8222;Sozialstaat&#8220; in seiner bisherigen Form abzuschaffen, aber die Probleme fangen an, sobald entschieden werden muss, wer als Erster mit K&#252;rzungen dran ist. Ein Ausdruck dieser Spannungen ist der Streit um die Hilfen f&#252;r Katalonien aus dem Liquidit&#228;tsfonds f&#252;r die Autonomen Gemeinschaften. Nun versucht die katalanische Bourgeoisie mit Unabh&#228;ngigkeitsparolen, sich einen gr&#246;&#223;eren Verhandlungsspielraum zu verschaffen. Dieser Kurs kann jedoch Kr&#228;fte frei setzen, die weit &#252;ber das Ziel hinaus gehen, das sie erreichen will. Die gewaltige Demonstration f&#252;r die Unabh&#228;ngigkeit Kataloniens, auf der 1,5 Millionen Menschen Barcelona zum Erliegen brachten, ist eine erste Kostprobe. Die nationale Frage in Spanien kommt angesichts der harten Sparma&#223;nahmen mit Wucht zur&#252;ck, und droht das Nachfolgeregime der Franco-Diktatur in die Luft zu sprengen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch der Pakt von Moncloa von 1977, mit dem der &#8222;friedliche &#204;bergang zur Demokratie&#8220; beschlossen wurde, ohne die Interessen der KapitalistInnen anzutasten, und das auf die so genannte Sozialpartnerschaft und die Standortlogik gegr&#252;ndete Gewerkschaftsmodell sind schwer angeschlagen. Der Versuch der R&#252;cknahme historisch erk&#228;mpfter Rechte der ArbeiterInnen durch Arbeitsmarktreformen, die an Arbeitsgesetze der Franco-&#196;ra erinnern, kann dazu f&#252;hren, dass die von der Gewerkschaftsb&#252;rokratie garantierte Stabilit&#228;t durchbrochen wird. Die Brutalit&#228;t der Angriffe der Bourgeoisie erschwert die Arbeit der Gewerkschaftsbosse wie Ignacio Fern&#225;ndez Toxo und C&#225;ndido M&#233;ndez, Anf&#252;hrer der Gewerkschaftsverb&#228;nde CCOO und UGT, oder ihrer NachfolgerInnen, die stets eine Politik der Klassenvers&#246;hnung verfolgten, dabei Arbeitsk&#228;mpfe kanalisieren und ins Leere laufen lassen. Ein beeindruckendes erstes Beispiel davon war der 65-t&#228;gige Streik der Kumpels aus den Kohlerevieren in Asturien, Le&#243;n und Navarra gewesen, der das ganze Land aufgrund ihrer radikalen Kampfmethoden sowie der riesigen Solidarit&#228;tswelle unter breiten Schichten der Bev&#246;lkerung ersch&#252;tterte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die sozialen Folgen der kapitalistischen Krise&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die spanische Regierung versucht, die Krise mit einem milliardenschweren Sparpaket zu stemmen. Bis zu 65 Milliarden Euro will die Regierung in den n&#228;chsten zweieinhalb Jahren einsparen. Um den Bankensektor zu retten und die Interessen der KapitalistInnen zu sch&#252;tzen, m&#252;ssen die Lohnabh&#228;ngigen und verarmten Massen in Spanien eine weitere massive Senkung ihres Lebensstandards dulden. Bereits bevor die brutalen K&#252;rzungen angek&#252;ndigt worden waren, mussten im einst als Musterland der Eurozone geltenden Spanien 63 Prozent der Bev&#246;lkerung mit weit weniger als tausend Euro im Monat zurecht kommen. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei 50 Prozent und selbst von den Jugendlichen, die Arbeit haben, m&#252;ssen 40 Prozent mit Zeitvertr&#228;gen arbeiten. Selbst w&#228;hrend der &#8222;fetten Jahre&#8220; sanken die Reall&#246;hne, die nicht mit der Inflation mithielten. Anders gesagt geht es der Jugend in Spanien erstmals seit Jahrzehnten schlechter als ihren Eltern. Und die Armut nimmt zu: JedeR f&#252;nfte RentnerIn und jedes sechste Kind sind unterhalb der Armutsgrenze.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun hob trotz anderslautender Wahlversprechen die Regierung die Mehrwertsteuer kurzerhand auf 21% an, steigerte den verminderten Mehrwertsteuersatz von acht auf zehn Prozent, reduzierte die Hilfen f&#252;r Arbeitslose, erh&#246;hte die indirekten Steuern auf Energie, will die &#246;ffentliche Verwaltung reduzieren, und Teile der Sonderzahlungen f&#252;r BeamtInnen streichen. Daf&#252;r bekommt der Spanische Staat Lob von der EU-Kommission, von Sch&#228;uble und von Merkel. Nicht aber von vielen Sektoren der ArbeiterInnenschaft, allen voran den BergarbeiterInnen, die gegen die Streichung von Subventionen f&#252;r die Kohleindustrie &#8211; was den Tod fast aller Zechen des Landes bedeutet &#8211; auf die Stra&#223;e gingen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Aufstand der BergarbeiterInnen: Radikale Methoden gepaart mit reformistischem Bewusstsein&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Nachricht &#252;ber die Subventionsk&#252;rzungen f&#252;r den Bergbausektor schlug wie eine Bombe ein. Die BergarbeiterInnen und ihre Familien verstanden, dass dies eine Kriegserkl&#228;rung war, denn es ging um ihre Existenz und die ganzer Landstriche.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Trotz aller zuvor gemachten Vereinbarungen, die Kohlef&#246;rderung bis 2018 laufen zu lassen und neue Arbeitspl&#228;tze in den Regionen zu schaffen, k&#252;ndigte die Regierung dieses Jahr die sofortige Streichung von 64 Prozent der Subventionen (in etwa 300 Millionen Euro) an, was die Schlie&#223;ung der unrentablen Zechten bedeutet, also fast alle vierzig Zechen, von denen laut Gewerkschaftsangaben 8.000 Arbeitspl&#228;tze direkt und 17.000 indirekt abh&#228;ngig sind[3]. Die Zukunftsperspektiven f&#252;r die noch im Bergbau Besch&#228;ftigten und ihre Familien, die in den Bergbauregionen von Asturien, Le&#243;n, Arag&#243;n ausschlie&#223;lich von dieser Aktivit&#228;t abh&#228;ngig sind, sind dunkel. Dies gilt umso mehr f&#252;r die kommenden Generationen &#8211; denn im Spanischen Staat muss zum Beispiel mehr als die H&#228;lfte der unter 34-J&#228;hrigen noch bei den Eltern leben, weil die Mieten zu hoch sind. Nicht mal das Auswandern in die Gro&#223;st&#228;dte ist eine Perspektive, denn in Barcelona oder Madrid sind die Lebenshaltungskosten &#228;hnlich hoch wie in Frankfurt oder M&#252;nchen! Wer noch einen Beweis daf&#252;r suchte, den hat er: Arbeitslosigkeit und Misere sind das Einzige, was der Kapitalismus noch garantieren kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Kumpels errichteten Stra&#223;ensperren und es folgten harte Auseinandersetzungen mit der Polic&#237;a Nacional (Nationalpolizei) und Guardia Civil (&#8222;Zivilgarde&#8220;, spanische paramilit&#228;rische Spezialpolizei). Streikende ArbeiterInnen verschanzten sich in den Bergwerken und die Frauen der BergarbeiterInnen protestierten lautstark im Senat, was ihnen gro&#223;e Sympathien in der Bev&#246;lkerung brachte. Etwa 200 BergarbeiterInnen machten sich auf den Weg nach Madrid, um die Regierung dazu zu bewegen, ihnen Gespr&#228;chsbereitschaft und Verst&#228;ndnis entgegen zu bringen. Dennoch lag ein Hauch von Rebellion in der Luft. Der Kampf war heldenhaft und die Kampfbereitschaft war riesig. Viele erinnerten sich an die Geschichten der Gro&#223;eltern, die 1934 15 Tage lang eine &#8222;Republik der ArbeiterInnen und Bauern/B&#228;uerinnen&#8220; in Asturien aufrechterhielten, bevor sie von republikanischen Truppen unter der F&#252;hrung des damals noch unbekannten Generals Franco niedergemetzelt wurden, oder an die Geschichten der Eltern &#252;ber das Jahr 1962, als die BergarbeiterInnen Asturiens mit einem riesigen Streik dem massenhaften Kampf gegen die Franco-Diktatur den Weg ebneten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;65 Tage lang hielt die Streikfront und die angewandten Methoden wurden immer radikaler. Dennoch blieben ihre politischen Forderungen leider weit hinter der Radikalit&#228;t ihrer Methoden zur&#252;ck.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als die 200 BergarbeiterInnen vom &#8222;Schwarzen Marsch&#8220; in Madrid ankamen, wurden sie von Zehntausenden jubelnd empfangen. Es war ein triumphaler Einzug, der von Parolen wie &#8222;Wir sind alle BergarbeiterInnen&#8220; und &#8222;Sie vertreten uns doch&#8220; begleitet wurde (letztere war in Anlehnung an das Motto der Emp&#246;rten-Bewegung, &#8222;Sie vertreten uns nicht&#8220;, die an die b&#252;rgerlichen PolitikerInnen von PP und PSOE gerichtet war). Die Kumpels wurden somit in k&#252;rzester Zeit zu einem Widerstandsmodell f&#252;r gro&#223;e Sektoren im Spanischen Staat angesichts der harten K&#252;rzungen der mittlerweile verhassten Regierung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als die DemonstrantInnen durch die Stra&#223;en von Madrid marschierten und das Industrieministerium erreichten, um ihre Forderungen zu &#252;berbringen, wurden sie von der Bereitschaftspolizei brutal angegriffen. Die Regierung hatte am Vorabend der Ankunft des &#8222;Schwarzen Marsches&#8220; der BergarbeiterInnen in Madrid eine weitere Provokation geliefert, indem sie die bereits erw&#228;hnten K&#252;rzungen in H&#246;he von 65 Milliarden Euro im Parlament ank&#252;ndigte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;H&#228;tte die Regierung gegen&#252;ber den Kumpels Schw&#228;che gezeigt, h&#228;tte sie an Glaubw&#252;rdigkeit eingeb&#252;&#223;t, was zur Folge gehabt h&#228;tte, dass zahlreiche andere Sektoren, die gleichfalls von den Sparma&#223;nahmen gebeutelt sind, ihrem Unmut Ausdruck verleihen w&#252;rden, und sich nach dem Beispiel der BergarbeiterInnen gerichtet h&#228;tten. Die spanische Regierung, unterst&#252;tzt von der EU und EZB und befl&#252;gelt von der demobilisierenden Politik der Gewerkschaftsf&#252;hrungen, griff hart durch, um den wegen ihres &#8222;revolution&#228;ren Temperaments gef&#252;rchteten Bergarbeitern von Asturien&#8220;[4] pr&#228;ventiv das R&#252;ckgrat zu brechen. Denn der Kampf der asturischen BergarbeiterInnen und ihrer Frauen entwickelte sich schnell zu einem Vorbild des Widerstandes gegen die K&#252;rzungsorgie der Regierung. H&#228;tte ein Sektor des Proletariats einen Sieg &#8211; auch einen Teilsieg &#8211; gegen die von den Bourgeoisien in Europa angeordneten K&#252;rzungen errungen, die im Wesentlichen den Interessen des deutschen Kapitals entsprechen[5], h&#228;tte dieser beweisen, dass es doch eine Alternative zu Armut und Misere gibt, dass sich das K&#228;mpfen lohnt, dass es m&#246;glich ist, die Interessen der Lohnabh&#228;ngigen zu verteidigen, so w&#252;rde das Auswirkungen in ganz Europa haben. Die Lehren dieses Kampfs m&#252;ssen daher studiert und die St&#228;rken und Schw&#228;chen ausgewertet werden, um sich auf die n&#228;chsten K&#228;mpfe vorzubereiten, die bereits vor der T&#252;r warten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Rolle der Gewerkschaftsf&#252;hrungen von CCOO und UGT&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber die Rechnungen m&#252;ssen wir mit dem Wirt machen, und in den ArbeiterInnenreihen hei&#223;t dieser &#8222;Gewerkschaftsb&#252;rokratie&#8220;. Obwohl ihre Methoden immer radikaler wurden, war die gr&#246;&#223;te H&#252;rde der BergarbeiterInnen ihr reformistisches Bewusstsein, das von den Gewerkschaftsf&#252;hrungen kultiviert wird, die auf parlamentarische Initiativen der sozialdemokratischen PSOE setzten, um das Gesetzesprojekt &#252;ber den allgemeinen Staatshaushalt abzulehnen, und darauf vertrauten, dass die SenatorInnen der konservativen Regierungspartei PP mit der Parteidisziplin brechen und sich ebenfalls weigern w&#252;rden, dem Gesetz zustimmen. Das Ergebnis war, anders als von der Gewerkschaftsb&#252;rokratie gehofft, dass das neue Gesetz angenommen und die dagegen protestierenden Frauen von der Polizei aus dem Senat geworfen wurden &#8211; eine gute Schule &#252;ber das Demokratieverst&#228;ndnis der b&#252;rgerlichen Parteien!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als die BergarbeiterInnen in Madrid eintrafen, w&#228;re es notwendig gewesen, auf die Provokationen der Regierung mit einer Radikalisierung des Konfliktes zu antworten, in die Offensive zu gehen, den Streik auf andere Sektoren auszuweiten, eine Streikkasse zu organisieren, die vereinzelten Streiks und Bewegungen zu koordinieren und schlie&#223;lich den Generalstreik aufzurufen, um der Regierung das Handgelenk zu brechen. Jedoch war die Politik der Gewerkschaftsb&#252;rokratien der gro&#223;en Gewerkschaftsverb&#228;nde UGT und CCOO, die den Konflikt anf&#252;hrten, eine Politik der Demobilisierung und des Auslaufen-Lassens, um eine Radikalisierung zu verhindern. Sie riefen dazu auf, sich &#8222;geordnet zur&#252;ckzuziehen&#8220; und auf die Provokationen der Polizei nicht zu antworten, obwohl es durchaus Kampfbereitschaft gab. Gleichzeitig setzten sie ihre Hoffnungen auf die Gespr&#228;che mit der Regierung und starteten ohnm&#228;chtige Kampagnen wie Unterschriftensammlungen. Sie organisierten auch vereinzelte Versammlungen in den Betrieben, statt &#246;ffentliche Massenversammlungen zu veranstalten &#8211; vor allem dort, wo sich die M&#252;digkeit und Demoralisierung unter den BergarbeiterInnen ausbreiteten, die das Ende des Konfliktes und eine schnell R&#252;ckkehr zur Arbeit wollten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dadurch konnten sie in zweierlei Aspekten punkten: einerseits gaben sie sich demokratisch, andererseits f&#252;hrten sie eine selektive Demobilisierungskampagne durch, die die k&#228;mpferischen von den zur&#252;ckhaltenden Belegschaften trennte. Dar&#252;ber hinaus verfolgten sie eine zersetzende Politik der Vers&#246;hnung zwischen den Besch&#228;ftigten und den Bossen, um &#8222;gemeinsam die Zukunft der spanischen Kohle zu verteidigen&#8220;. Dabei wurden sie von den Stadtverwaltungen der betroffenen St&#228;dte unterst&#252;tzt, deren Eink&#252;nfte und Arbeitslage schon immer stark von der Kohle abh&#228;ngig waren. Durch einen Diskurs der Aufrechterhaltung des Standortes wurde die Frage der Einheit der ArbeiterInnenklasse verschleiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit so einer Politik, die den Feind als Freund ausgibt, und als h&#246;chste Ebene des Kampfes auf Gespr&#228;che &#252;ber die sozialvertr&#228;gliche Zerschlagung der Kohlef&#246;rderung setzt, ist es auch kein Wunder, dass sich Entt&#228;uschung ausbreitete. Am 65. Tag des Streiks rief die Gewerkschaftsb&#252;rokratie dazu auf, den Streik &#8222;kurzfristig&#8220; zu beenden, um sich eine Verschnaufpause zu verschaffen und im September wieder zuzuschlagen. Seitdem ist nichts mehr von Streik zu h&#246;ren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Statt zu den BergarbeiterInnen zu gehen, gingen die Chefs von CCOO und UGT Anfang Juli lieber zu Angela Merkel, die eher bereit war, sich mit beiden zu treffen, als der spanische Regierungschef. Das haben Toxo und M&#233;ndez, wie die spanische Tageszeitung &#8222;El Pa&#237;s&#8220; berichtete, als einen kleinen Erfolg gewertet (!), und Anfang August gingen sie auch zum Elefantenj&#228;ger Juan Carlos, K&#246;nig von Spanien, um sich beim Monarchen &#252;ber die Sparpolitik der Regierung zu beklagen (!) und ein Referendum &#252;ber den Sparkurs zu fordern. Gleichzeitig fordern UGT und CCOO gemeinsam mit dem DGB ein &#8222;umfassendes und langfristig angelegtes Konjunktur-, Wachstums- und Aufbauprogramm &#8211; eine Art Marshallplan f&#252;r Europa&#8220;[6], um aus der Rezession herauszuwachsen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Rolle der gewerkschaftlichen Linken &#8230;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Au&#223;er durch manche Aufrufe zu Solidarit&#228;tsaktionen vereinzelter Organisationen hat sich die spanische Gewerkschaftslinke, bestehend aus kleineren linken Gewerkschaften und linken Fl&#252;geln der gro&#223;en Verb&#228;nde, bisher als unf&#228;hig erwiesen, eine Alternative zur Politik der gro&#223;en Gewerkschaftsb&#252;rokratie aufzuzeigen. Sie haben weder zu Solidarit&#228;tsaktionen au&#223;erhalb der Bergbauregionen aufgerufen noch zur F&#246;rderung einer Streikkasse, die die BergarbeiterInnen initiierten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im schlimmsten Fall hat sich die Gewerkschaftslinke durch ihre Stille hervorgetan, im besten Fall durch die reine Beschreibung des Kampfes auf journalistischer Art und Weise. Ausnahmen bilden die kleine Demonstration der CNT in Barcelona und weitere Aktionen der asturischen Gewerkschaft CSI[7]. Die CGT[8], obwohl sie den BergarbeiterInnenstreik begr&#252;&#223;te, hatte keine Alternative zur politischen Orientierung der mehrheitlichen Gewerkschaftsverb&#228;nde. Sie rief zwar zu &#8222;aktiver&#8220; Solidarit&#228;t auf, beschr&#228;nkte sich dabei aber auf die Unterst&#252;tzung ohnehin stattfindender Versammlungen und Aktionen. Dabei h&#228;tte sie ihr Gewicht in den Regionen, wo sie stark ist, dazu benutzen k&#246;nnen, schlagkr&#228;ftige Solidarit&#228;tsaktionen zu starten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&#8230; und der politischen Linken&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Rolle der politischen Linken in Spanien ist ebenfalls ziemlich traurig. Ein bemerkenswertes Beispiel lieferte die Gruppe En Lucha (Im Kampf). Die spanische Schwesterorganisation der britischen Socialist Workers Party und des deutschen Marx21-Netzwerks in der Linkspartei hatte eine eklektische Haltung zu diesem Streik mit verschiedenen Positionen, die nicht unterschiedlicher h&#228;tten sein k&#246;nnen. Einerseits betont En Lucha die zentrale Bedeutung der ArbeiterInnenklasse als revolution&#228;res Subjekt, hat aber auch kein Problem damit, Artikel von AktivistInnen der 15M-Bewegung zu ver&#246;ffentlichen, die die Zentralit&#228;t der ArbeiterInnenklasse im Kapitalismus aufgrund ihrer Stellung im Produktionsprozess auf eine &#228;sthetische Frage reduzieren, die &#8222;Klasse&#8220; zu &#8222;Leuten&#8220; machen oder an Stelle von &#8222;ArbeiterInnen&#8220; die &#8222;Gemeinden&#8220; treten. Diese AktivistInnen halten &#204;berlegungen &#252;ber die strategische Bedeutung des Kampfes der BergarbeiterInnen aus einer Klassenperspektive &#8211; wie etwa von den GenossInnen unserer Schwesterorganisation im Spanischen Staat, Clase contra Clase &#8211; f&#252;r eine &#8222;Unterst&#252;tzung der Bergarbeiter in subalterner und kriecherischer Haltung&#8220;, womit letztlich eine politische Anbiederung an CCOO und UGT mittels eines gezierten Vokabulars begr&#252;ndet werden soll[9].&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gleichzeitig aber ver&#246;ffentlicht En Lucha andere Artikel, die genau diesen Thesen widersprechen, ohne auf diese Verwirrung einzugehen. Statt f&#252;r einen pro-proletarischen Pol zu k&#228;mpfen, tritt diese Gruppe in einem Block mit Sektoren auf, die auf der Suche nach neuen Subjekten, nach neuen Organisationsformen und neuen Ideologieformen sind. Doch wie wir &#252;ber diese Suche geschrieben haben: &#8222;Die Klassengesellschaft, die Ausbeutung, die Pl&#252;nderung der armen Massen, der Imperialismus, die Unterdr&#252;ckung bestehen aber weiterhin. Die Bourgeoisie als herrschende Klasse ist nach wie vor existent. Was sich &#228;ndert sind die Bedingungen des Kampfes, das Kr&#228;fteverh&#228;ltnis, aber die Gegner, der Ursprung des Konfliktes und die Bedingungen f&#252;r den Sieg sind immer noch da.&#8220;[10]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch statt eine solche These konsequent zu vertreten, bildet En Lucha praktisch einen prinzipienlosen Block. Dies ist Ausdruck der Anpassung an die Vorurteile, die &#252;ber den revolution&#228;ren Marxismus herrschen, dessen Prinzipien mit denen der sowjetischen B&#252;rokratie identifiziert werden. Das f&#252;hrt direkt zur politischen Anpassung dieser Gruppe an 15M-AktivistInnen, eine typisch zentristische Verwischung von politischen Gegens&#228;tzen, ohne es f&#252;r n&#246;tig zu halten, die eigene Inkonsistenz zu begr&#252;nden. Diese &#8222;Verwischung der Gegens&#228;tze zwischen den verschiedenen Tendenzen&#8220; ist laut dem russischen Revolution&#228;r Leo Trotzki typisch f&#252;r zentristische Organisationen[11].&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Eine revolution&#228;re Antwort ist notwendiger denn je&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Damit die Bev&#246;lkerung in Asturien, Le&#243;n und Navarra eine w&#252;rdige Zukunft hat; damit die Arbeitslosenzahlen nicht noch weiter steigen, wie es in Deutschland in den einstigen Kohlerevieren im Ruhrgebiet geschah, wo ehemalige Bergbaust&#228;dte wie Duisburg oder Dortmund die h&#246;chsten Arbeitslosenzahlen im ganzen Bundesgebiet haben; damit das asturische Proletariat wieder eine Ehrenrolle in den n&#228;chsten Klassenauseinandersetzungen spielen kann, muss es seine Kampfkraft wieder erlangen. Es muss, wie die GenossInnen von Clase contra Clase sagen, zun&#228;chst den Ballast, den die vers&#246;hnlerische Gewerkschaftsb&#252;rokratie darstellt, abwerfen. Es muss den sozialen Dialog ablehnen und nur auf seine eigenen Kr&#228;fte vertrauen. Es m&#252;ssen Kampforgane der breiten Basis entstehen, welche den Streik anf&#252;hren. Es m&#252;ssen Streikkomitees gew&#228;hlt werden, die die Forderungen der Besch&#228;ftigten, nicht der Bosse, durchsetzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Solche Organe k&#246;nnten einerseits einen Kampfplan aufstellen, andererseits ein Programm entwerfen f&#252;r eine l&#246;sung im Sinne der ArbeiterInnen, ihrer Familien und der verarmten Massen der Region. Eine solche l&#246;sung w&#252;rde mit der Verstaatlichung aller Zechen unter ArbeiterInnenkontrolle anfangen. Somit k&#246;nnten die Besch&#228;ftigten sich der Kontrolle der Bosse entziehen und die staatlichen Subventionen selbst verwalten, damit die Besch&#228;ftigten und ihre Klassengeschwister eine Zukunft frei von Armut und Misere haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Proletariat im spanischen Staat kann stolz auf seine Kampftradition zur&#252;ckblicken. Die neuen Generationen, die den Kampf aufnehmen, m&#252;ssen aus diesen zahlreichen Erfahrungen lernen. Es ist eine unersch&#246;pfliche Reserve, die von der b&#252;rgerlichen Ideologie als veraltet, &#252;berholt, unbrauchbar abgestempelt wird. Leider gibt es viele Sektoren, die sich als links verstehen, die sich diesem Dogma anschlie&#223;en und die ArbeiterInnenklasse sowie ihre Methoden der Organisation und des Kampfes ablehnen, wie zum Beispiel manche FreundInnen der bereits leise und ruhmlos gestorbenen Occupy-Bewegung in Frankfurt und Berlin das Proletariat als &#252;berholt, ja als ein Relikt der Vergangenheit, ansahen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir Revolution&#228;rInnen dagegen sind fest vom revolution&#228;ren Potential der ArbeiterInnenklasse &#252;berzeugt. Ein Blick in die Realit&#228;t beweist dies. Zum Beispiel verursachte ein einziger Streiktag des Flugbegleitpersonals der Lufthansa den Herrschenden mehr Kopfschmerzen, als das Stilisieren des Campings zu einer weltver&#228;ndernden Kampfform. Wir Revolution&#228;rInnen m&#252;ssen uns die besten Erfahrungen unserer Klasse zu eigen machen, sie kritisch aktualisieren und die besten Traditionen daraus wieder anzuwenden lernen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die GenossInnen unserer Schwesterorganisation Clase contra Clase (CcC) sowie die GenossInnen der Gruppierung NO PASARAN (NP), die aus einem revolution&#228;ren Fl&#252;gel der 15M-Bewegung entstanden ist, haben, soweit es ihnen m&#246;glich war, die K&#228;mpfe der BergarbeiterInnen begleitet und gemeinsam mit ihnen in verschiedenen St&#228;dten wie Madrid, Saragossa und Barcelona Solidarit&#228;tsaktionen durchgef&#252;hrt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als marxistische Revolution&#228;rInnen in Deutschland halten wir es f&#252;r unsere elementare Pflicht, Solidarit&#228;t mit den K&#228;mpfen im Spanischen Staat zu organisieren. Dazu geh&#246;ren nicht nur Kundgebungen und Veranstaltungen im &#8222;Herzen der Bestie&#8220;, sondern auch finanzielle und materielle Unterst&#252;tzung f&#252;r die revolution&#228;re Bewegung dort. Die GenossInnen von CcC und NP treten f&#252;r ein alternatives Programm zur Gewerkschaftsb&#252;rokratie und zur reformistischen und zentristischen Linken ein, um die Zur&#252;ckeroberung der Gewerkschaften aus den Klauen der Gewerkschaftsb&#252;rokratie voranzutreiben: ein Programm der Klassenunabh&#228;ngigkeit, um die Weichen f&#252;r die Schaffung einer revolution&#228;ren Partei der ArbeiterInnen und der Jugend zu stellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir m&#252;ssen Solidarit&#228;t mit den K&#228;mpfen der Lohnabh&#228;ngigen &#252;berall dort &#252;ben, wo sie den Kampf gegen ihre und unsere Bourgeoisie aufnehmen, wie heute in Griechenland oder im Spanischen Staat, wo Sektoren der Massen sich den von unserer imperialistischen herrschenden Klasse gemeinsam mit den griechischen und spanischen Bourgeoisien initiierten Angriffen widersetzen. Denn wenn es auch Konflikte zwischen den Bourgeoisien dieser l&#228;nder gibt, wollen sie alle die Krise auf die ArbeiterInnenklasse abw&#228;lzen. Daher ist der Widerstand der spanischen und griechischen ArbeiterInnen und Jugend nicht zu trennen von unserem Widerstand gegen unsere eigene Bourgeoisie in Deutschland.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir m&#252;ssen die rassistische und chauvinistische Hetze gegen die so genannten &#8222;S&#252;dl&#228;nder&#8220; bek&#228;mpfen; wir m&#252;ssen den Diskurs &#252;ber den sozialen Frieden, wie von der Gewerkschaftsb&#252;rokratie propagiert wird, als Augenwischerei entlarven; wir m&#252;ssen die nat&#252;rlichen Organe der ArbeiterInnenklasse, die Gewerkschaften, in Kampforgane unserer Klasse verwandeln, die die Interessen dieser internationalen Klasse &#252;ber alle Landesgrenzen hinweg verteidigt. Wir m&#252;ssen all diejenigen politisch bek&#228;mpfen, die sich der Sozialdemokratie nach wie vor anbiedern, denn dadurch verhindern sie die Entstehung und Entwicklung von revolution&#228;ren Tendenzen in der ArbeiterInnenbewegung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Denn es gilt nach wie vor: Der Hauptfeind steht im eigenen Land!&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_ps'&gt;&lt;p&gt;Fu&#223;noten:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[1]. Spaniens Staat, Unternehmen und Banken haben Verbindlichkeiten gegen&#252;ber deutschen Geldh&#228;usern und Versicherungen in Milliardenh&#246;he. Laut Bundesbank beziffern sich die Forderungen der Banken im M&#228;rz auf 112,7 Milliarden Euro.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[2]. Bankia ging aus dem Zusammenschluss der Sparkassen Caja Madrid und Bancaja mit f&#252;nf kleineren Geldinstituten hervor.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[3]. &#8222;Die Unternehmen haben nach der Schlie&#223;ung von Minen Subventionen f&#252;r das Schaffen anderer Arbeitspl&#228;tze in der Region bekommen. In der Regel haben sie damit Scheinfirmen aufgebaut, wieder geschlossen und so ein Verm&#246;gen gemacht. Diese Hilfen waren jedoch f&#252;r die Diversifizierung der Wirtschaft in den D&#246;rfern nach der Schlie&#223;ung der Mine, damit wir auch alternative Arbeitspl&#228;tze bekommen. Doch die Mehrheit der Unternehmen hat sich das Geld einfach eingesteckt.&#8220; Interview: Bergarbeiterinnen im Streik.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[4]. Der Spiegel: Vom Kardinal empfohlen. 6. Juni 1962.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[5]. Im konkreten Fall der Subventionsstreichungen f&#252;r die spanischen Zechen, k&#246;nnte Deutschland, angesichts des negativen energetischen Handels&#252;berschusses der spanischen Wirtschaft, seine Positionen als Energieexporteur ausbauen, und dabei Frankreich Marktanteile streitig machen, was einem Teil der Halbkolonisierungsbestrebungen Deutschlands f&#252;r die europ&#228;ische Peripherie entspricht. Einer der gr&#246;&#223;ten GewinnerInnen d&#252;rfte der Energiekonzern RWE werden, einer der gr&#246;&#223;ten Stromerzeuger aus Braunkohle in Europa, der nun einen neuen Absatzmarkt f&#252;r seinen Strom gefunden haben wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[6]. Gemeinsame Erkl&#228;rung von DGB, CCOO und UGT: Kurswechsel f&#252;r Europa &#8211; jetzt! 6. September 2012.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[7]. Corriente Sindical de Izquierda (CSI, Linke Gewerkschaftsstr&#246;mung) ist eine asturische Gewerkschaft, die 1982 gegr&#252;ndet wurde und eine wichtige Rolle im Schiffbau und der Metallindustrie gespielt hat. Der Film &#8222;Los lunes al sol&#8220; (Montags in die Sonne) greift die Geschichte ihrer beiden Anf&#252;hrer auf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[8]. Die Confederaci&#243;n General del Trabajo (CGT, Allgemeine Arbeitsf&#246;deration) ist eine reformistische, anarchosyndikalistische spanische Gewerkschaft. Sie entstand 1979 aus der CNT. Derzeit ist sie die gr&#246;&#223;te anarchistische Gewerkschaft weltweit. Sie hat circa 60.000 Mitglieder und vertritt 2 Millionen ArbeiterInnen. Die CGT ist Mitglied der International Libertarian Solidarity und der Europ&#228;ischen F&#246;deration des alternativen Syndikalismus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[9]. Gemeint ist der Artikel &#8222;15-Mineros&#8220; von Jorge Moruno. Siehe En Lucha.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[10]. Federico Gom: &#8222;La huelga minera y la izquierda&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[11]. Leo Trotzki: Was nun? Kapitel 9&#8220;.&lt;br class='autobr' /&gt;
Zu Zentrismus siehe den Artikel in dieser Ausgabe: Was ist Zentrismus?&#8220;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
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		<title>F&#228;ngt der schlafende Riese an, sich zu bewegen?</title>
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		<dc:date>2012-05-19T22:28:00Z</dc:date>
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		<dc:creator> RIO | Revolution&#228;ren Internationalistischen Organisation, Deutschland , Mark Turm</dc:creator>


		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Movimiento Obrero</dc:subject>
		<dc:subject>An&#225;lisis</dc:subject>
		<dc:subject>Crisis capitalista mundial</dc:subject>
		<dc:subject>Alemania</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Die Welt befindet sich im Umbruch. Es handelt sich um eine historische Z&#228;sur, die die Wiederbelebung der ArbeiterInnenbewegung ank&#252;ndigt. Die b&#252;rgerliche Restauration geht zu Ende. Befl&#252;gelt vom arabischen Fr&#252;hling beginnt die ArbeiterInnenbewegung in verschiedenen Teilen Europas, ihr Haupt zu heben.&lt;/p&gt;

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		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;span class='spip_document_2809 spip_documents'&gt;
&lt;img src='https://estrategiainternacional.org/local/cache-vignettes/L400xH300/arton5477-5db7b.jpg?1692698621' width='400' height='300' alt=&#034;&#034; /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Von Mark Turm&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Notizen zu Tendenzen in der deutschen ArbeiterInnenklasse&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Welt befindet sich im Umbruch. Es handelt sich um eine historische Z&#228;sur, die die Wiederbelebung der ArbeiterInnenbewegung ank&#252;ndigt. Die b&#252;rgerliche Restauration geht zu Ende. Befl&#252;gelt vom arabischen Fr&#252;hling beginnt die ArbeiterInnenbewegung in verschiedenen Teilen Europas, ihr Haupt zu heben. Dies geschieht vor dem Hintergrund der Entstehung verschiedener Bewegungen mit mehr oder weniger antikapitalistischer Pr&#228;gung, jedoch ohne eine klare strategische Perspektive, die &#252;ber die Kritik am Kapitalismus hinausgeht. Die Sch&#228;rfe der Wirtschaftskrise und die M&#246;glichkeit, viele Errungenschaften zu verlieren, n&#228;hren den Widerstand. Die Streiks in &#196;gypten, Indien, Portugal, Spanien, u.a. zeigen die ersten &#8211; noch sehr widerspr&#252;chlichen &#8211; Schritte der ArbeiterInnenbewegung in Richtung einer neuen Subjektivit&#228;t. Dieser Prozess k&#252;ndigt versch&#228;rfte Auseinandersetzungen zwischen den Klassen an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Vergleich zu anderen l&#228;ndern scheint sich in Deutschland jedoch kaum etwas zu bewegen. Die Wirtschaftsinstitute der Bourgeoisie vermitteln den Eindruck, die Krise w&#228;re spurlos an der Bundesrepublik vorbei gegangen. Es gibt h&#246;chstens die &#252;blichen, ritualisierten Tarifrunden, die &#252;blichen Kompromisse hinter dem R&#252;cken der Besch&#228;ftigten, die &#252;blichen Man&#246;ver zwischen den Fraktionen im Parlament usw.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch es lassen sich Tendenzen hin zu einer Krise des Regimes beobachten. Mehrere Regierungskrisen hintereinander deuten auf zunehmende Schwierigkeiten der herrschenden Klasse in Deutschland hin, sich &#252;ber ihre Strategie zu einigen und diese gegen das Proletariat im eigenen Land und in Europa durchzusetzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute dr&#252;cken sich diese Tendenzen auf der Ebene der Beziehungen zwischen Kapital und Arbeit in &#204;berlegungen aus, die Tarifeinheit per Gesetz zu etablieren. Denn die starke Zersplitterung der Tariflandschaft hat ironischerweise dazu gef&#252;hrt, dass sich kleine, aber f&#252;r das Kapital wichtige Sektoren der ArbeiterInnenklasse allein f&#252;r die Durchsetzung ihrer korporativen Interessen einsetzen (in den letzten Monaten waren es die VorfeldarbeiterInnen am Frankfurter Flughafen). Das Kapital will verhindern, dass die Besch&#228;ftigten in diesen wichtigen Bereichen der kapitalistischen Produktion eine Vorbildfunktion f&#252;r andere Sektoren einnehmen. Die Rufe nach einer Beschr&#228;nkung des Streikrechts richten sich jedoch in ihrem Kern nicht nur gegen kleine Spartengewerkschaften, sondern gegen alle Gewerkschaften, um die Verhandlungsposition der Besch&#228;ftigten zu schw&#228;chen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Situation untergr&#228;bt gleichfalls die Autorit&#228;t der Gewerkschaftsb&#252;rokratie der gro&#223;en Gewerkschaften, allen voran von ver.di, die am meisten von den strukturellen &#196;nderungen in der Wirtschaft und somit von den Effekten der Wirtschaftskrise betroffen sind. So hat sich die Kluft zwischen dem Dienstleistungs- und dem Industriesektor in den letzten zwei Jahrzehnten vergr&#246;&#223;ert. Der Besch&#228;ftigungsr&#252;ckgang in der Industrie wurde von einem Wachstum der Dienstleistungsberufe in der gleichen Gr&#246;&#223;enordnung begleitet. Bei den Arbeitskosten verhielt es sich allerdings nicht so, denn dieser Prozess f&#252;hrte angesichts klammer staatlicher Kassen zu einer geringeren und qualitativ schlechteren Besch&#228;ftigung. So ist die &#8222;Spreizung zwischen den Arbeitskosten in der Industrie und denen im Dienstleistungssektor in Deutschland mit rund 20 Prozent gr&#246;&#223;er als in jedem anderen EU-Land. Mit 26,50 Euro rangiert die Bundesrepublik sogar unter dem Durchschnitt der zw&#246;lf Euro-Kernl&#228;nder.&#8220;[1] F&#252;r die Zeitspanne zwischen 2000 und 2009 waren nach Berechnungen der Hans-B&#246;ckler-Stiftung die Tarifverg&#252;tungen im &#246;ffentlichen Dienst um 17 Prozent gestiegen, in der Gesamtwirtschaft dagegen um 21,4 Prozent und in einzelnen Branchen der Privatwirtschaft &#8211; wie der Metallindustrie &#8211; sogar um bis zu 27,4 Prozent. Die Besch&#228;ftigten in der Exportbranche mit hoher Produktionsauslastung haben die Krise im Vergleich zu den Besch&#228;ftigten im Terti&#228;rsektor besser &#252;berstanden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Zersplitterung der Tariflandschaft&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;2011 gab es &#8211; nach einem drastischen und kontinuierlichen R&#252;ckgang seit Beginn der Krise im Jahr 2008 &#8211; einen ersten Anstieg der Streiktage in der BRD. Das leicht gesteigerte Konfliktpotential ist Ausdruck des Willens einiger Besch&#228;ftigter im Dienstleitungssektor, der sich vertiefenden Prekarisierung Einhalt zu gebieten. Dabei hat die Zersplitterung der Tariflandschaft, anders als vom Kapital gehofft, zu einem gewissen Anstieg der Arbeitsk&#228;mpfe im Dienstleistungsbereich gef&#252;hrt. Dies vor allem vor dem Hintergrund eines drastischen Mitgliederschwunds bei ver.di: Seit ihrer Gr&#252;ndung im Jahr 2001 verlor die Gewerkschaft rund ein Viertel ihrer Mitglieder. Bezeichnenderweise wurden die bedeutendsten K&#228;mpfe der letzten Jahre von Sektoren getragen, die den DGB-Gewerkschaften aufgrund ihrer Z&#228;hme den R&#252;cken gezeigt hatten und zu einer direkten Konkurrenz wurden. So zum Beispiel die Gewerkschaft der Lokf&#252;hrer (GdL), die Vereinigung Cockpit (VC) der Piloten oder die Gewerkschaft der Fluglotsen (GdF).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;2011 wurde &#8211; angesichts der Weigerung einiger UnternehmerInnen, Tarifvertr&#228;ge anzuerkennen, geschweige denn sie abzuschlie&#223;en &#8211; in kleinen und mittleren Betrieben relativ viel gestreikt, jedoch wurden diese K&#228;mpfe in den b&#252;rgerlichen Medien kaum beachtet. 2011 stiegen die Zahlen der Streikenden und der durch Arbeitsk&#228;mpfe ausgefallenen Arbeitstage gegen&#252;ber 2010 deutlich an. Wie die WSI-Arbeitskampfbilanz[2] zeigt, beteiligten sich 2011 ca. 180.000 Besch&#228;ftigte an Streiks und Warnstreiks. 2010, als die Schockwellen der Krise noch stark zu sp&#252;ren waren, waren es rund 120.000 Streikende. 2011 betrug die Anzahl der Streiktage 304.000 gegen&#252;ber ca. 170.000 im Vorjahr. Dennoch ist dieser Anstieg vor dem Hintergrund zu betrachten, dass die Kampfbereitschaft in den Jahren zuvor stark abgenommen hatte. Denn &#252;ber den K&#246;pfen der breiten Massen schwebte in Anbetracht der H&#246;he der Arbeitslosigkeit die Gefahr der Entlassung und des sozialen Absturzes, den viele Millionen Menschen in der BRD tagt&#228;glich in Form von Hartz IV erleben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Gewerkschaftsspitzen sehen sich angesichts einer steigenden Kampfbereitschaft gezwungen, rhetorisch etwas radikaler aufzutreten. Ihre Strategie bleibt jedoch die gleiche: Ein bisschen Druck aus&#252;ben, um besser verhandeln zu k&#246;nnen. Ver.di-Chef Frank Bsirske drohte im Tarifkonflikt im &#246;ffentlichen Dienst zwar mit einem unbefristeten Streik und der Unm&#246;glichkeit einer Schlichtung, ja sogar mit einem m&#246;glichen gemeinsamen Streikaufruf von ver.di und IG Metall. Als aber die Besch&#228;ftigten im &#246;ffentlichen Dienst massenhaft in den Ausstand traten und der Streik zunehmen schlagkr&#228;ftiger wurde, lie&#223; die ver.di-F&#252;hrung die Kernforderung einer Lohnerh&#246;hung von 200 Euro fallen und ging auf einen Kompromiss ein, der weit hinter dem lag, was sie selbst gefordert hatte. Diese hinter dem R&#252;cken der Besch&#228;ftigten ausgetragenen b&#252;rokratischen Man&#246;ver hinterlassen jedoch Spuren. Denn die b&#252;rokratischen Apparate wie ver.di k&#246;nnen angesichts der sich f&#252;r die Lohnabh&#228;ngigen versch&#228;rfenden Wirtschaftslage keine Politik der Klassenvers&#246;hnung verfolgen, ohne den Besch&#228;ftigten dabei zu schaden; und dieser Prozess geht nicht ohne Gesichtsverlust. In der Tat fiel das ausgehandelte Ergebnis in der ver.di-Bundestarifkommission zun&#228;chst durch. Es erhielt erst im zweiten Anlauf eine knappe Mehrheit. Die Delegationen der Landesbezirke Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-W&#252;rttemberg und Niedersachsen-Bremen sprachen sich mehrheitlich gegen die Vereinbarung aus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die von der ver.di-Gewerkschaftsb&#252;rokratie propagierte Lohnzur&#252;ckhaltung zum Wohle des Standortes Deutschlands hat objektive Grenzen. Diese Grenzen f&#252;hren zu einer Schw&#228;chung des Ansehens der Gewerkschaftsb&#252;rokratie, welcher sie entgegenzutreten versucht. So drohte Bsirske auf einer Kundgebung in K&#246;ln den gr&#246;&#223;ten Ausstand seit 20 Jahren an. Die Gefahr einer Radikalisierung war deutlich. Vor der entscheidenden Verhandlungsrunde traten bundesweit rund 300.000 Besch&#228;ftigte in den Ausstand, nachdem es in der Vorwoche etwa 130.000 waren. Viele &#8222;gingen von einer l&#228;ngeren Tarifauseinandersetzung aus. Es gab erste Anzeichen und Absprachen, dass ver.di und IG Metall bereit waren, gemeinsame Aktionen in den Tarifk&#228;mpfen zu organisieren.&#8220;[3] Gerade vor diesem Hintergrund lie&#223; sich die ver.di- Gewerkschaftsb&#252;rokratie auf einen faulen Kompromiss ein. Dennoch und aufgrund der in den letzten zehn Jahren erlittenen Reallohnverluste, sind sich alle AnalystInnen einig, dass das von ver.di erzielte Ergebnis eine Signalwirkung f&#252;r andere Sektoren der ArbeiterInnenschaft haben wird. &#8222;Die anderen Gewerkschaften stehen nun unter Druck, einen &#228;hnlichen Abschluss wie der &#246;ffentliche Dienst zu erreichen&#8221;, sagt Karl Brenke vom Deutschen Institut f&#252;r Wirtschaftsforschung (DIW).[4]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gerade deshalb versch&#228;rft die herrschende Klasse in Deutschland den Klassenkampf von oben. Dem entsprechen aktuelle Diskussionen dar&#252;ber, das ohnehin sehr restriktive Streikrecht in Deutschland weiter einzuschr&#228;nken, oder auch Berufsgewerkschaften gesetzlich verbieten zu lassen. Die der herrschenden Klasse dienliche ProfessorInnen-Initiative der Carl Friedrich v. Weizs&#228;cker-Stiftung pl&#228;diert f&#252;r &#8222;gesetzliche Schranken f&#252;r Arbeitsk&#228;mpfe etwa im Luft- und Schienenverkehr, in der Gesundheitsversorgung, der Telekommunikation sowie im Erziehungswesen&#8220;.[5] Der Chef der sog &#8222;F&#252;nf Wirtschaftsweisen&#8220;, Wolfgang Franz, forderte ausdr&#252;cklich das Eingreifen der Bundesregierung, um &#8222;Warnstreiks per Gesetz einschr&#228;nken&#8220;[6] zu k&#246;nnen. Arbeitsk&#228;mpfe im allgemeinen und die der Berufsgewerkschaften im Besonderen sind den Herrschenden ein Dorn im Auge, weil sie die strategische Ausrichtung der Gewerkschaftsf&#252;hrungen auf die Sozialpartnerschaft und den sozialen Frieden hinterfragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kommende Auseinandersetzungen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aufschwungphasen sind Zeiten, in denen die ArbeiterInnenbewegung in die Offensive geht, um vorherige Reallohneinbu&#223;en durch zu kompensieren. Der von der ver.di-B&#252;rokratie erzielte Abschluss kann jedoch nicht einmal die Inflation ausgleichen. Aufschwungzeiten wie diese m&#252;ssten dagegen von den Lohnabh&#228;ngigen genutzt werden, um eine Arbeitszeitverk&#252;rzung zu erreichen. Denn andernfalls wird die Steigerung der Produktivit&#228;t zu einer strukturellen Erh&#246;hung von Erwerbslosigkeit f&#252;hren. Die Gewerkschaftsf&#252;hrungen haben die Forderung nach Arbeitszeitverk&#252;rzungen jedoch komplett fallen gelassen: Statt neue Stellungen zu erobern, f&#252;hrt die Politik der Gewerkschaftsb&#252;rokratie zu zuk&#252;nftigen Niederlagen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angetrieben von den guten Konjunkturdaten, welche das Gespenst der Arbeitslosigkeit und des Elends vor&#252;bergehend in weite Ferne ger&#252;ckt haben, steigt die Kampfbereitschaft der Besch&#228;ftigten, um einen Teil des Verlorenen zur&#252;ckzuerobern. Angesichts der anstehenden, gro&#223;en Tarifrunden in diesem Jahr[7] und der offensichtlich st&#228;rkeren Streikbereitschaft im Vergleich zu vergangenen Jahren seit Beginn der Krise besteht die M&#246;glichkeit, dass die Lohnabh&#228;ngigen in Deutschland wieder aus der Logik des Verzichts herauskommen. Die gesellschaftliche Stimmung ist im Vergleich zu den letzten Jahren etwas anders, denn heute bef&#252;rworten viele Menschen h&#246;here Abschl&#252;sse. F&#252;r viele Menschen im Land geht es nun darum &#8211; wie eine Zeitschrift f&#252;r KapitalistInnen attestiert &#8211;, ,&#8222;Standards im Arbeitsleben zu setzen und etwas gegen die Prekarisierung der Arbeitsverh&#228;ltnisse zu tun. &#214;ffentliche Milliardenausgaben f&#252;r Bankenrettung oder in der Eurokrise verst&#228;rken diesen Trend. Frei nach dem Motto: Wenn wir daf&#252;r so viel Geld ausgeben, sollen die Besch&#228;ftigten auch wieder mehr Geld verdienen.&#8220; [8] Diese Anzeichen n&#228;hren die Hoffnung, die m&#228;chtige ArbeiterInnenklasse Deutschlands k&#246;nnte langsam aus ihrem Schlaf erwachen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Heute sind die &#8222;faulen S&#252;dl&#228;nder&#8220; dran, morgen die &#8222;flei&#223;igen Deutschen&#8220;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bisher hat sich die wieder etwas gesteigerte Kampfbereitschaft von einigen Sektoren der ArbeiterInnenklasse jedoch nicht in der Etablierung von antib&#252;rokratischen Tendenzen innerhalb der Gewerkschaften manifestiert, die den demobilisierenden Kurs der Gewerkschaftsb&#252;rokratie offen in Frage stellen w&#252;rden. Es gibt ein paar Lichtblicke, jedoch bleiben sie isoliert und aufgrund einer fehlenden strategischen Ausrichtung ohnm&#228;chtig. Dennoch: Mit jedem erneuten Verrat, wie k&#252;rzlich bei der Tarifauseinandersetzung von ver.di im &#246;ffentlichen Dienst, kann der Unmut der KollegInnen steigen. Um aber ihre Stellung zu sichern, vertiefen die B&#252;rokratInnen die Spaltungen in der ArbeiterInnenklasse und forcieren damit den Preisverfall der Ware Arbeitskraft. So hat ver.di, statt den Kampf der VorfeldarbeiterInnen der GdF zu unterst&#252;tzen, offen dazu aufgerufen, diesen Kampf zu sabotieren. Statt gemeinsam mit der GdF f&#252;r die Rechte der verschiedenen Sektoren ein und desselben Unternehmens zu k&#228;mpfen, tr&#228;gt sie zur Untergrabung der Kampfkraft der Besch&#228;ftigten bei.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Noch hat die herrschende Klasse in Deutschland die Kosten der Wirtschaftskrise auf die Lohnabh&#228;ngigen in Griechenland, Spanien, Italien, usw. abgeladen. Noch war sie imstande, ihre eigene ArbeiterInnenklasse in weiten Teilen zu verschonen. Die Entwicklungen beschleunigen sich aber. Die Rufe nach pr&#228;ventiven Ma&#223;nahmen gegen die ArbeiterInnenbewegung werden lauter. Deshalb haben die Bosse, wie die FAZ schreibt, die Gewerkschaftsf&#252;hrerInnen erneut sch&#228;tzen gelernt, &#8222;weil er [der Fl&#228;chentarifvertrag] zumindest eine Zeit lang f&#252;r Ruhe sorgt. Auch wenn vielen St&#228;dten und Gemeinden der Tarifabschluss im &#246;ffentlichen Dienst zu hoch ist &#8211; Guerrilla-Streiks unzufriedener Splittergewerkschaften f&#252;rchten sie noch mehr.&#8220;[9]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Welle der Sympathie nutzen die Gewerkschaftsbosse jedoch dazu, ihre VermittlerInnenrolle zwischen Besch&#228;ftigten und KapitalistInnen zu festigen. Dabei versuchen sie, das Modell des &#8220;rheinischen sozialpartnerschaftlichen Kapitalismus&#8221; wieder zu beleben, wobei es offensichtlich ist, dass die objektiven Bedingungen, die dieses Modell erm&#246;glichten, nicht mehr vorhanden sind. Die materielle Grundlage f&#252;r den Aufstieg eines neuen Reformismus, der sich auf eine ausgedehntere und verbreitete soziale Schicht der ArbeiterInnenaristokratie in den imperialistischen l&#228;ndern wie Deutschland st&#252;tzten w&#252;rde, wurde durch das partielle Wachstum der Produktivkr&#228;fte nach den Zerst&#246;rungen des Zweiten Weltkriegs erm&#246;glicht. Heute stagnieren die Produktivkr&#228;fte jedoch. Der Spielraum f&#252;r weitgehende Zugest&#228;ndnisse an die ArbeiterInnenklasse ist nur sehr eingeschr&#228;nkt vorhanden. Die reformistischen F&#252;hrungen sind dadurch weniger in der Lage, die Errungenschaften der ArbeiterInnenbewegung zu verteidigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Situation beg&#252;nstigt die Entstehung von k&#228;mpferischen Fl&#252;geln innerhalb der ArbeiterInnenbewegung, die die zersetzende Politik der Gewerkschaftsf&#252;hrungen offen in Frage stellen. Ohne eine revolution&#228;re Ausrichtung wird diese Politik jedoch in die gegenteilige Richtung f&#252;hren: zu Demoralisierung und chauvinistischen und xenophoben Losungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ein Programm f&#252;r einen Kampf&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Situation erfordert von den Revolution&#228;rInnen eine klare Perspektive f&#252;r einen Ausweg aus der Krise. Es reicht nicht, zu sagen, dass der Kapitalismus der Grund des &#204;bels ist und dass er &#252;berwunden werden muss. Genauso wenig reicht es, zu erkennen, dass die Gewerkschaftsb&#252;rokratie den Kampf nicht aufnehmen will. Heute ben&#246;tigen die vorbereitenden Aufgaben von Revolution&#228;rInnen in Erwartung von versch&#228;rften Auseinandersetzungen zwischen den Klassen eine klare strategische Perspektive. F&#252;r uns Mitglieder von RIO muss der jetzigen wirtschaftlichen, aber auch politischen und ideologischen Krise mittels &#204;bergangsforderungen entgegengetreten werden. Wir m&#252;ssen die Gewerkschaften durch eine k&#252;hne Politik, besonders bei Arbeitsk&#228;mpfen, zu k&#228;mpferischen Organen der Arbeiterklasse formen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der strategischen Ausrichtung der B&#252;rokratie auf eine illusorische Sozialpartnerschaft muss mit die Forderung nach der gleitenden Skala der l&#246;hne und der Arbeitszeit entgegengesetzt werden. Angesichts von steigenden Preisen m&#252;ssen wir die Forderung nach einem Mindestlohn aufstellen, der an die Preisentwicklung gekoppelt ist. Sollten die Unternehmen auf ihre schlecht laufenden Gesch&#228;fte hinweisen, um Entlassungen zu rechtfertigen, wie im Falle Schleckers, dann m&#252;ssen wir die Forderung nach der gleitenden Skala der Arbeitszeit aufstellen und zu einer Enteignung dieser Betriebe ohne Entsch&#228;digung und unter Kontrolle der ArbeiterInnen vorantreiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Noch vor zehn Jahren wurden die Gewerkschaften seitens der herrschenden Klasse als S&#252;ndenb&#246;cke f&#252;r so ziemlich alles verantwortlich gemacht, was in der BRD angeblich schief lief: Es hie&#223;, die Gewerkschaften h&#228;tten Deutschland ins Krankenbett gebracht und die Medizin kam in &#8222;sozialdemokratischer&#8220; Gestalt mit der Agenda 2010. Heute werden die Gewerkschaftsf&#252;hrungen von den KapitalistInnen hofiert. Wir haben f&#252;r diese B&#252;rokratInnen dagegen nur Verachtung &#252;brig. Die ArbeiterInnenklasse muss sie aus den Gewerkschaften jagen, um diese zu wahren Organen des Kampfes zu formen. An die Stelle der Behauptungen von Sozialpartnerschaft und sozialem Frieden setzen wir die Parole des Klassenkampfs mit dem strategischen Ziel einer Regierung der ArbeiterInnen und der verarmten Massen als den einzigen progressiven Ausweg aus der kapitalistischen Krise.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_ps'&gt;&lt;p&gt;1. B&#246;ckler Impuls: Dienstleistungen dr&#252;cken Arbeitskosten, Ausgabe 04/2011&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;2. WSI-Arbeitskampfbilanz, 28.03.2012.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;3. Netzwerk-Info Gewerkschaftslinke Nr. 41, April 2012.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;4. manager magazin online: Die neue Streikmacht, 16.04.2012&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;5. JungeWelt: Professoren wollen Streiks erschweren, 20.03.2012&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;6. WIWO: Warnstreiks per Gesetz einschr&#228;nken, 21.03.2012&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;7. Im Banksektor stehen Tarifverhandlungen vor der T&#252;r. Der Deutschen Bank droht eine Auseinandersetzung mit den Besch&#228;ftigten bis hin zum Streik. Am 31. M&#228;rz lief die Laufzeit des Lohntarifvertrags f&#252;r 3,6 Millionen Lohnabh&#228;ngige in der Metall- und Elektroindustrie aus. Nun will sich die IG Metall in der laufenden Tarifrunde am Verhandlungsergebnis des &#246;ffentlichen Dienstes orientieren, wobei ein solcher Abschluss &#8222;sogar entt&#228;uschend&#8220; w&#228;re, wie der Konjunkturchef des Deutschen Instituts f&#252;r Wirtschaftsforschung (DIW), Ferdinand Fichtner, sagte. Dabei ist der Ton zwischen den Gewerkschaftsf&#252;hrerInnen und den VertreterInnen des Kapitals ebenfalls sehr rau. UnternehmerInnenboss Kannegiesser beschreibt die jetzige Stimmung zutreffend, indem er die IG-Metall &#8222;auf einer d&#252;steren Stimmungswolke&#8220; reiten sieht. Bei Volkswagen l&#228;uft Ende Mai der Haustarifvertrag aus. Im Chemiesektor sowie im Bereich des Nahrungs- und Gastst&#228;ttengewerbes stehen ebenfalls Tarifverhandlungen an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;8. manager magazin online: Die neue Streikmacht, 16.04.2012&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;9. FAZ: Gewerkschaften im Aufwind, 03.04.2012&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
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	</item>
<item xml:lang="es">
		<title>&#191;Empieza a despertarse el gigante durmiente? </title>
		<link>https://estrategiainternacional.org/Empieza-a-despertarse-el-gigante-durmiente</link>
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		<dc:creator>Mark Turm</dc:creator>


		<dc:subject>Europa</dc:subject>
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		<description>&lt;p&gt;El mundo est&#225; cambiando. Se trata de un cambio hist&#243;rico que preanuncia la irrpuci&#243;n del movimiento obrero. La restauraci&#243;n burguesa est&#225; llegando a su fin. Alentado por la Primavera &#193;rabe el movimiento obrero empieza a estirar sus m&#250;sculos en distintas partes de Europa...&lt;/p&gt;

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		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;de Mark Turm&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;El mundo est&#225; cambiando. Se trata de un cambio hist&#243;rico que preanuncia la irrpuci&#243;n del movimiento obrero. La restauraci&#243;n burguesa est&#225; llegando a su fin. Alentado por la Primavera &#193;rabe el movimiento obrero empieza a estirar sus m&#250;sculos en distintas partes de Europa. En el marco de la emergencia de distintos movimientos con cierto car&#225;cter anticapitalista sin llegar a plantear una perspectiva estrat&#233;gica que vaya m&#225;s all&#225; de la mera cr&#237;tica al capitalismo. La agudez de la crisis econ&#243;mica y la posibilidad de perder muchas de las conquistas sociales son los motores de la resistencia. Las huelgas en Egipto, La India, Portugal, Espa&#241;a y otros muestran los primeros pasos del movimiento obrero en su escabroso camino hacia una nueva subjetividad. Este proceso preanuncia enfrentamientos cada vez m&#225;s violentos entre las clases.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;A diferencia de otros pa&#237;ses, en Alemania pareciera moverse muy poco. Los institutos econ&#243;micos de la burgues&#237;a transmiten la sensaci&#243;n de que la crisis ha pasado sin dejar secuelas en Alemania. A lo sumo se observa una que otra negociaci&#243;n colectiva tradicional, rutinaria, los compromisos parecieran ser los mismos de siempre, hechos a espaldas de los trabajadores. En el plano pol&#237;tico parlamentario se suceden las mismas maniobras de siempre entre las distintas fracciones, etc.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Y sin embargo se observan tendencias hacia una crisis del r&#233;gimen. La seguidilla de crisis a nivel gubernamental apuntan a crecientes dificultades de la clase dominante en Alemania de llegar a acuerdos sobre una salida estrat&#233;gica y de c&#243;mo hacerle pagar al proletariado en Alemania y Europa la crisis.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Estas tendencias se expresan hoy en el plano de las reclaciones trabajo capital en la consideraci&#243;n de establecer el convenio colectivo unitario por ley. Y es que justamente la fuerte fragmentaci&#243;n del convenio colectivo se tradujo, ir&#243;nicamente, en que hoy sectores minoritarios pero importantes de la clase obrera van a la huelga como medida de presi&#243;n para sus exigencias corporativas (en los &#250;ltimos meses fueron los controladores a&#233;reos de tierra en el aueropuerto de Fr&#225;ncfort). Por su parte, los patrones quiere evitar que estos trabajadores en lugares centrales de la econom&#237;a capitalista puedan convertirse en un ejemplo para otros sectores del proletariado. Los llamados a restringir el derecho a huelga que se escuchan no s&#243;lo est&#225;n dirigidos contra los sindicatos por rama sino que en realidad se dirigen contra todos los sindicatos para debilitar el poder de negociaci&#243;n de los trabajadores en su conjunto.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Al mismo tiempo, esta situaci&#243;n debilita la autoridad de la burocracia sindical de los grandes sindicatos, sobre todo de ver.di(1), pues los trabajadores agrupados en &#233;l son los que han sufrido con mayor fuerza el impacto de los cambios estructurales en la econom&#237;a y en el marco de la crisis econ&#243;mica resultan los m&#225;s golpeados. Y es que el abismo entre el sector servicios y el secundario, industrial, se ha ensanchado en las &#250;ltimas dos d&#233;cadas. Mientras que la ocupaci&#243;n en la industria retrocedi&#243;, aument&#243; la ocupaci&#243;n en el sector de los servicios en igual medida, sin embargo no en cuanto al factor costos de trabajo ya que, en el marco de un creciente d&#233;ficit p&#250;blico, este proceso de terciarizaci&#243;n econ&#243;mica se tradujo en trabajo asalariado cualitativamente peor. As&#237;, hoy &#8220;la diferencia entre los costos de trabajo en el sector industrial y en el sector servicios en Alemania es un 20% mayor en Alemania que en cualquier otro pa&#237;s europeo. Con 26,50 euros por hora de trabajo la Rep&#250;blica Federal est&#225; incluso por debajo de la media de los doce pa&#237;ses primitivos del euro.&#8220;(2) Seg&#250;n los c&#225;lculos de la Fundaci&#243;n Hans-B&#246;ckler, para el per&#237;odo comprendido entre el a&#241;o 2000 al 2009, la remuneraci&#243;n colectiva en el servicio p&#250;blico creci&#243; en un 17% mientras que en la econom&#237;a tomada de conjunto en un 21,4% y, en algunos sectores de la econom&#237;a privada como es el caso de la industria metal&#250;rgica, incluso hasta un 27,4 %. En otras palabras, los asalariados en el sector ligado a las exportaciones con un alto grado productivo pudieron superar mucho mejor la crisis econ&#243;mica frente a los asalariados en el sector servicios.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;La fragmentaci&#243;n del convenio colectivo conlleva a un alza de la conflictividad&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Despu&#233;s de un continuo retroceso de los d&#237;as de huelga desde el inicio de la crisis en 2008 se produce un aumento en 2011. Este leve crecimiento de la conflictividad es producto del sentimiento de sectores de trabajadores de los servicios que pretenden poner coto al proceso de precarizaci&#243;n en curso. La fragmentaci&#243;n del convenio colectivo, en contraposici&#243;n a lo esperado por la patronal, ha redundado en un alza de la conflictividad en el sector servicios. Este proceso se da en el marco de una dr&#225;stica p&#233;rdida de afiliados en el sindicato ver.di: desde su fundaci&#243;n en 2001 ver.di ha perdido alrededor de un cuarto de sus afiliados. Significativamente, las luchas m&#225;s fuertes de los &#250;ltimos a&#241;os fueron llevadas adelante por sectores que le hab&#237;an vuelto la espalda por su mansedumbre a los sindicatos agrupados en la Confederaci&#243;n Sindicatos Alemanes (DGB), convirti&#233;ndose as&#237; en concurrentes directos. Este es el caso, por ejemplo, del Sindicato de Maquinistas (GdL), la Uni&#243;n die Pilotos (VC) o por el Sindicato de Controladores de Vuelo (GdF).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Debido a la negativa de la patronal de reconocer los convenios colectivos y ni hablar de acordarlos es que en 2011 en peque&#241;as y medianas empresas hubo relativamente muchas huelgas que apenas fueron tomadas en cuenta por los medios burgueses. As&#237;, en 2011 se produce un aumento significativo del n&#250;mero de huelguistas y de los d&#237;as de trabajo perdidos por huelga frente al a&#241;o 2010. Como demuestra el balance de conflictividad laboral del WSI(3), en 2011 alrededor de 180.000 empleados participaron en huelgas y huelgas de aviso. En 2010, cuando a&#250;n se sent&#237;an fuertemente los embates de la crisis hubo s&#243;lo alrededor de 120.000 huelguistas. En 2011 los d&#237;as de huelga se sumaron a 304.000 frente a los aproximadamente 170.000 del a&#241;o anterior. Sin embargo, este aumento ha de ser considerado en el marco de una disminuci&#243;n significativa de la disposici&#243;n a la lucha. Y es que en el marco de altos &#237;ndices de desocupaci&#243;n para las grandes masas el peligro de despido y de ca&#237;da social, que muchos millones de personas en Alemania d&#237;a a d&#237;a experimentan en forma de Hartz-IV, pend&#237;a como una espada de Damocles sobre sus cabezas.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Frente a esta creciente disposici&#243;n a la lucha las direcciones sindicales se ven obligadas a asumir un tono ret&#243;rico m&#225;s radical. Su estrategia, sin embargo, sigue siendo la misma de siempre: presionar un poco para tener m&#225;s m&#225;rgen de negociaci&#243;n. El jefe del sindicato ver.di, Frank Bsirske, amenaz&#243; en el conflicto actual en el servicio p&#250;blico con una huelga indefinida y con la imposibilidad de una conciliaci&#243;n, incluso con un llamado a huelga conjunto de ver.di e IG-Metall(4). Cuando los trabajadores del servicio p&#250;blico acataron en masa el llamado a huelga y la misma se mostr&#243; m&#225;s contundente, la dirigencia de ver.di abandon&#243; la consigna central de aumento de 200 euros y accedi&#243; a un compromiso que est&#225; muy por detr&#225;s de lo que exig&#237;a en un principio. Este tipo de maniobras burocr&#225;ticas hechas a espaldas de los trabajadores dejan, sin embargo, huellas. Y es que los aparatos burocr&#225;ticos como ver.di en el marco de una agudizaci&#243;n de las condiciones econ&#243;micas para los asalariados no pueden llevar adelante una pol&#237;tica de conciliaci&#243;n de clases sin da&#241;ar a los trabajadores; y este proceso no se produce sin una p&#233;rdida de imagen. Y en efecto, el resultado negociado por la comisi&#243;n de tarifas de ver.di fue rechazado en un primer momento. Reci&#233;n en una segunda votaci&#243;n obtuvo una escaza mayor&#237;a de votos. Las delegaciones sindicales de los comarcas de Renania del Norte Westfalia, Baviera, Baden-W&#252;rttemberg y Baja Sajonia-Bremen se pronunciaron en contra por amplia mayor&#237;a.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;As&#237;, la pol&#237;tica de moderaci&#243;n salarial propagada por la burocracia sindical para fortalecer la &#8220;plaza Alemania&#8221; tiene l&#237;mites objetivos pues conlleva a un debilitamiento de la reputaci&#243;n de la burocracia sindical que &#233;sta &#250;ltima naturalmente trata de revertir con un lenguaje m&#225;s radical. As&#237; por ejemplo, Bsirske amenaz&#243; a la patronal en una manifestacion en Colonia con la huelga m&#225;s grande desde hace 20 a&#241;os. Es que el peligro de radicalizaci&#243;n ante la masificaci&#243;n era evidente: Antes de la ronda de negociaciones decisiva alrededor de 300.000 trabajadores acataron el llamado a huelga, mientras que una semana antes hab&#237;an sido alrededor de 130.000. Muchos de ellos part&#237;an de &#8222;una huelga larga. Se ve&#237;an los primeros s&#237;ntomas y hab&#237;a acuerdo en que ver.di e IG-Metall realizar&#237;an acciones de fuerza conjuntas&#8220;(5). Justamente con estos hechos de fondo es que la burocracia de ver.di accedi&#243; r&#225;pidamente a cerrar un compromiso podrido. Y sin embargo, en el marco de la continua p&#233;rdida de poder adquisitivo de los &#250;ltimos diez a&#241;os, es que todos los analistas concuerdan en que el resultado alcanzado por ver.di puede ser una se&#241;al para otros sectores del asalariado. &#8220;Los otros sindicatos est&#225;n ahora presionados por lograr acuerdos salariales parecidos al alcanzado en el sector del servicio p&#250;blico&#8220;, afirma Karl Brenke del Consejo alem&#225;n de expertos econ&#243;micos (Deutschen Institut f&#252;r Wirtschaftsforschung (DIW)).(6)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es justamente por esta raz&#243;n que la clase dominante en Alemania fuerza la lucha de clases desde arriba, como denota la discusi&#243;n de restringir a&#250;n m&#225;s el ya restrictivo derecho a huelga en Alemania o tambi&#233;n la de prohibir los sindicatos por rama de producci&#243;n. As&#237;, la iniciativa de profesores al servicio de la clase dominante agrupada en la fundaci&#243;n Carl Friedrich v. Weizs&#228;cker-Stiftung aboga por &#8220;barreras legales para las luchas obreras en el transporte a&#233;reo y ferrocarriles, en la asistencia sanitaria, en las telecomunicaciones y en la educaci&#243;n&#8221;.(7) El jefe del DIW, Wolfgang Franz, exigi&#243; expresamente la intervenci&#243;n del gobierno federal para poder &#8220;delimitar por ley las huelgas de aviso&#8221;(8). Y es que las luchas obreras son en general un problema y hoy en d&#237;a m&#225;s a&#250;n las luchas de los sindicatos por rama pues cuestionan la orientaci&#243;n estrat&#233;gica de las direcciones sindicales de conciliaci&#243;n social y paz social.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Prepar&#233;mosnos para las luchas por venir&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Las fases de crecimiento son momentos en las cuales el movimiento obrero generalmente pasa a la ofensiva para recomponer las p&#233;rdidas salariales. El acuerdo alcanzado por la burocracia de ver.di, sin embargo, no puede siquiera compensar la p&#233;rdida por inflaci&#243;n. En momentos de crecimiento como el actual los asalariados en cambio deber&#237;an pasar a la ofensiva para incluso imponer una reducci&#243;n de la jornada laboral. Pues, en caso contrario, el aumento de la productividad redundar&#225; en el aumento estructural de la desocupaci&#243;n. Sin embargo, las direcciones sindicales han dejado completamente de lado esta exigencia. As&#237;, en vez de conquistar nuevas plazas la pol&#237;tica de las direcciones sindicales lleva a nuevas derrotas.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alentados por la buena marcha coyuntural de la econom&#237;a, que por ahora ha alejado el espectro de la desocupaci&#243;n y la miseria, aumenta la predisposici&#243;n a la lucha de los ocupados para recuperar una parte de lo perdido. Frente a la renegociaci&#243;n de los convenios colectivos de este a&#241;o(9) y de la evidente predisposici&#243;n a la lucha si la comparamos a a&#241;os anteriores, existe la posibilidad de que los asalariados en Alemania dejen atr&#225;s la l&#243;gica a la renuncia [a exigir aumentos de sueldo]. Comparado a a&#241;os anteriores, el estado de &#225;nimo social es distinto, pues hoy como demuestran las encuestas muchas personas aprueban acuerdos con aumento de salarios. Para muchas personas en Alemania se trata de &#8211;como lo atesta una revista para capitalistas- &#8220;imponer normas laborales para poner coto a la precarizaci&#243;n de las condiciones de trabajo. El gasto de miles de millones del erario p&#250;blico para el salvataje de los bancos o en la crisis europea refuerzan esta tendencia. Seg&#250;n la m&#225;xima: Si gastamos tanto dinero entonces tambi&#233;n los empleados deben nuevamente ganar m&#225;s dinero.&#8220;(10) &lt;br class='autobr' /&gt;
Estas son se&#241;ales que alimentan la esperanza de que la poderosa clase obrera alemana pueda estar despertando de su largo sue&#241;o.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Hoy les toca a los &#8220;perozosos habitantes de los pa&#237;ses mediterr&#225;neos&#8221;, ma&#241;ana a los &#8220;laboriosos alemanes&#8221;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hasta ahora el aumento de la predispoci&#243;n a la lucha de algunos sectores de la clase obrera no se ha manifestado con el surgimiento de tendencias antiburocr&#225;ticas en los sindicatos que cuestionaran abiertamente el curso desmovilizador de la burocracia sindical. Hay uno que algunos destello pero son momentos aislados y a falta de una orientaci&#243;n estrat&#233;gica son impotentes. Sin embargo, con cada nueva traici&#243;n como recientemente en el caso de ver.di, aumenta el descontento de los compa&#241;eros. Pero para seguir manteniendo su posici&#243;n privilegiada los bur&#243;cratas profundizan la brecha entre los asalariados y aumentan as&#237; la ca&#237;da del precio de la mercanc&#237;a fuerza de trabajo. As&#237;, en vez de apoyar la huelga de los controladores de tierra del GdF en Fr&#225;ncfort, llam&#243; abiertamente a sabotear esta lucha. En vez de luchar junto al GdF por los mismo derechos para los distintos sectores de la misma empresa, contribuye a socavar la predisposci&#243;n a la lucha de los empleados.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;La clase dominante alemana a&#250;n ha podido descargar los costos de la crisis econ&#243;mica sobre las espaldas de los trabajadores en Grecia, el Estado Espa&#241;ol, Italia etc. A&#250;n ha podido llevar adelante este curso evitando asestar duros golpes a su propia clase obrera. Sin embargo, los tiempos se acortan, y los llamados a tomar medidas preventivas contra el movimiento obrero cobran fuerza. Es por esto que los patrones, como escribe el diario portavor de la burgues&#237;a FAZ, han redescubierto su aprecio por los dirigentes sindicales &#8220;porque [el convenio de contrato colectivo global] al menos por alg&#250;n tiempo proporciona tranquilidad. A&#250;n cuando para muchas ciudades y comunas la firma del convenio colectivo en el servicio p&#250;blico es demasiado alto, el miedo a huelgas de tipo guerrillero hechas por sindicatos peque&#241;os es mayor&#8220;.(11)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Los dirigentes sindicales usan esta ola de simpat&#237;a para cimentar su papel de intermediarios entre los asalariados y los capitalistas intentando revivir el modelo del &#8220;capitalismo renano de concertaci&#243;n social&#8221; a&#250;n cuando es evidente que las condiciones objetivas que permitieron este modelo ya no existen. La basis material para el ascenso de un nuevo reformismo que podr&#237;a apoyarse en una capa amplia de aristocracia obrera en los pa&#237;ses imperialistas como Alemania fue posible por medio del crecimiento parcial de las fuerzas productivas despu&#233;s de la destrucci&#243;n masiva de las mismas durante la Segunda Guerra mundial. Hoy, sin embargo, las fuerzas productivas no crecen, lo que restringe el margen de maniobra para amplias concesiones, llevando a que las direcciones refomistas est&#233;n cada vez menos en situaci&#243;n de poder defender las conquistas del movimiento obrero.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Esta situaci&#243;n puede favorecer la emergencia de alas antiburocr&#225;ticas en el movimiento obrero que se opongan a la nefasta pol&#237;tica de la burocracia sindial abiertamente. Sin una estrategia revolucionaria &#233;sta, sin embargo, llevar&#225; a la direcci&#243;n contraria, es decir, a la demoralizaci&#243;n y a salidas chauvinistas y xen&#243;fobas.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Un programa de salida a la crisis&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Esta situaci&#243;n exige de los revolucionarios una perspectiva clara para una salida a la crisis. No basta con plantear que el capitalismo es el mal de los males y que ha de ser superado. Tampoco basta con reconocer que la burocracia no quiere dar la lucha. Hoy para los revolucionarios la tarea es preparatoria ante la perspectiva de mayores enfrentamientos entre las clases, consistente en plantear una perspectiva estrat&#233;gica, a la vez que pol&#237;tica e ideol&#243;gica. Para nosotros, los militantes de RIO, el modo de hacer frente a la crisis econ&#243;mica pasa hoy por levantar medidas transicionales. En cuanto a los sindicatos, tenemos que luchar por convertirlos en &#243;rganos de lucha de la clase obrera, lo que exige una pol&#237;tica audaz, sobre todo en las luchas obreras. Ante la orientaci&#243;n estrat&#233;gica de la burocracia sindial de recrear la ilusi&#243;n de la conciliaci&#243;n de intereses tenemos que levantar la consigna de la escala m&#243;vil de salarios. Frente al alza de precios tenemos que levantar la consigna de un salario m&#237;nimo que siga la evoluci&#243;n de los precios. Cuando los patrones se&#241;alan el mal desenvolvimiento de sus negocios para justificar los despidos, como en el caso actual de Schlecker, tenemos que levantar la exigencia de la escala m&#243;vil de trabajo y la de expropiaci&#243;n de las empresas que despiden o cierren sin indemnizaci&#243;n y bajo el control de los trabajadores.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hace menos de diez a&#241;os los sindicatos eran tratados como los chivos expiatorios para todo lo que iba mal en Alemania: Se dec&#237;a que hab&#237;an sido ellos los que hab&#237;an enfermado a Alemania y de pronto lleg&#243; la cura de la mano de la Socialdemocracia con su Agenda 2010. Hoy los capitalistas han empezado a mimar nuevamente a los jefes sindicales. Nosotros, en cambio, s&#243;lo sentimos desprecio por ellos. Los trabajadores tienen que echarlos para convertir los sindicatos en verdaderas herramientas de lucha. En este sentido es que en lugar de la conciliaci&#243;n y paz social levantamos la consigna de de lucha de clases con el norte estrat&#233;gico de erigir un gobierno de los trabajadores y de las masas empobrecidas como &#250;nica salida progresiva a la crisis capitalista.&lt;/p&gt;
&lt;hr class=&#034;spip&#034; /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Notas&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1. Sindicato Unido de Servicios. Cuenta con alrededor de 2,1 millones de afiliados (datos del 30 de junio de 2011) y por lo tanto es el segundo mayor sindicato afrupado en la Confederaci&#243;n de Sindicatos alemanes (DGB) y el mayor sindicatos en el sector servicios.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;2. B&#246;ckler Impuls: Dienstleistungen dr&#252;cken Arbeitskosten, Ausgabe 04/2011&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;3. WSI-Arbeitskampfbilanz, 28/03/2012.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;4. Sindicato Metal&#250;rgico Industrial es el mayor sindicato del DGB. Agrupa alrededor de 2,246 millones de afiliados (datos del 31 de diciembre de 2011).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;5. Hoja de la red de informaci&#243;n de la izquierda sindical n&#176; 41, abril de 2012.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;6. manager magazin online: Die neue Streikmacht, 16/04/2012&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;7. JungeWelt: Professoren wollen Streiks erschweren, 20/03/2012&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;8. WIWO: Warnstreiks per Gesetz einschr&#228;nken, 21/03/2012&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;9. Actualmente hay huelgas en el sector bancario y metal&#250;rgico. A fines de mayo caduca el convenio colectivo en Volkswagen. En el sectores qu&#237;mico y de la alimentaci&#243;n las negociaciones colectivas est&#225;n por comenzar tambi&#233;n.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;10. manager magazin online: Die neue Streikmacht, 16.04.2012&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;11. FAZ: Gewerkschaften im Aufwind, 03.04.2012&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Abril de 2012&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>Vor dem gr&#246;&#223;ten Lokf&#252;hrerstreik der Geschichte 2.0?</title>
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		<dc:date>2011-02-26T14:58:37Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Mark Turm</dc:creator>


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		<description>&lt;p&gt;Beim Streikauftakt der Lokf&#252;hrer fielen laut GDL innerhalb von zwei Stunden rund 80 Prozent der Z&#252;ge der DB und vieler privater SPNV-Unternehmen aus bzw. sie verkehrten massiv versp&#228;tet.&lt;/p&gt;

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&lt;a href="https://estrategiainternacional.org/Articulos-en-aleman" rel="directory"&gt;Art&#237;culos en alem&#225;n&lt;/a&gt;

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&lt;a href="https://estrategiainternacional.org/Europa" rel="tag"&gt;Europa&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://estrategiainternacional.org/Movimiento-Obrero" rel="tag"&gt;Movimiento Obrero&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://estrategiainternacional.org/Alemania" rel="tag"&gt;Alemania&lt;/a&gt;

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 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Beim Streikauftakt der Lokf&#252;hrer fielen laut GDL innerhalb von zwei Stunden rund 80 Prozent der Z&#252;ge der DB und vieler privater SPNV-Unternehmen aus bzw. sie verkehrten massiv versp&#228;tet. Am Freitag fielen ebenfalls mehr als 80 Prozent der Z&#252;ge der Deutschen Bahn (DB) und der sechs gro&#223;en Schienenpersonennahverkehrsunternehmen &#8211; G6 &#8211; (Abellio GmbH, Arriva Deutschland GmbH, BeNEX GmbH, Keolis Deutschland GmbH &amp; Co. KG, Veolia Verkehr GmbH und die Unternehmen der Hessischen Landesbahnen) aus bzw. haben sich massiv versp&#228;tet. In den Gro&#223;r&#228;umen K&#246;ln, Essen und Stuttgart kam der komplette Eisenbahnverkehr zum Erliegen. Als n&#228;chstes soll die Urabstimmung eingeleitet werden. Erst am 7. M&#228;rz werden die Ergebnisse der Ausz&#228;hlung mitgeteilt. Bis dahin werden wohl weitere Warnstreiks folgen. Die letzte Aktion hat gezeigt, dass die Lokf&#252;hrer bereit sind f&#252;r ihre Forderungen den Kampf aufzunehmen. Dieser Kampf wird jedoch sehr hart werden. Wie beim letzten Streik wird die herrschende Klasse eine mediale Kriminalisierungs- und Verleumdungskampagne starten, um den Streik zu kriminalisieren. Staatsanw&#228;lte und Richter werden eingeschaltet, um den berechtigten Streik der Lokf&#252;hrer gerichtlich zu untersagen. Deshalb muss er unterst&#252;tzt werden, damit er Erfolg hat, damit nicht nur die GDL KollegInnen sondern alle KollegInnen aller Bahn-Gewerkschaften den selben Tarifvertrag bekommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Neues Bahnchaos droht&#8220; sagt die BILD Zeitung, &#8222;Irrationaler Bahnstreik&#8220; titelte die FAZ, &#8222;Droht der Dauerstreik 2.0? Bitte nicht schon wieder&#8220;, pl&#228;dierte Spiegel Online. Die b&#252;rgerlichen Medien machen wieder einmal Stimmung gegen den Streik der Lokf&#252;hrer. Auch seitens der Regierung wird gehetzt: &#8222;Die Berufspendler d&#252;rfen nicht als Geiseln f&#252;r Gewerkschaftskonkurrenzen herhalten&#8220;, sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU). &#8222;Ich appelliere mit allem Nachdruck an die Verantwortlichen, sich nicht die Falschen zum Feind zu machen.&#8220; Heute wie damals verb&#252;nden sich Kapitalisten und GDL-Konkurrenten gegen die Lokf&#252;hrer. Heute wie damals wird versucht, die Forderungen und den Kampf der Lokf&#252;hrer zu diskreditieren, ja sogar zu kriminalisieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute fordert die GDL (Gewerkschaft Deutscher Lokomotivf&#252;hrer) f&#252;r rund 26.000 Lokf&#252;hrer im Fern-, Nah- und G&#252;terverkehr ein einheitliches Einkommensniveau sowie einen Branchentarifvertrag. Darin soll ein einheitliches Entgeltniveau auf dem Niveau der DB als Marktf&#252;hrer vereinbart werden, bei dem Konzern fordert die GDL zudem ein Plus von f&#252;nf Prozent. Daneben verlangt sie besseren Schutz vor Arbeitsplatzverlust. Den im Januar zwischen der Eisenbahn- und der Verkehrsgewerkschaft (EVG), der Deutschen Bahn (DB) und den sechs gr&#246;&#223;ten privaten Eisenbahnunternehmen ausgehandelten Branchentarifvertrag lehnt die GDL als unzureichend ab. Die GDL fordert also einen Branchentarif, der den Bahnkonzern ebenso umfasst wie die privaten Unternehmen im G&#252;ter- und Personenverkehr. Es handelt es sich also nicht um einen defensiven sondern um einen offensiven Streik - wobei die Forderungen zum gr&#246;&#223;ten Teil &#246;konomischer Natur sind, die aber das Modell, auf dem der jetzige Aufschwung basiert, n&#228;mlich Leiharbeit und befristete Besch&#228;ftigung, kurz die Liberalisierung und Vertiefung der Fragmentierung des Arbeitsmarktes, indirekt in Frage stellen. Allein deshalb ist die Forderung der GDL nach einem Tarif f&#252;r die vielen Bahnen, also die Angleichung der um bis zu 30% niedrigen l&#246;hne bei den Privatbahnen an das Niveau der Deutschen Bahn ein wichtiger Schritt gegen die Lohndumpingpolitik mit der die KollegInnen gegeneinander ausgespielt werden, nicht nur bei der Bahn. Ein Erfolg der Lokf&#252;hrer in diesem einen Punkt w&#228;re ein Fanal f&#252;r weitere Sektoren der Arbeiterschaft, die zwar nicht auf die Stra&#223;e gelandet sind aber daf&#252;r den jetzigen Aufschwung mit einer weiteren Verelendung ihrer Arbeitsverh&#228;ltnisse, wie die rasante Ausbreitung der Leiharbeit zeigt, bezahlt haben. Angesichts des vor&#252;bergehenden Aufschwungs des Exportsektors und durch einen erfolgreichen Kampf der Lokf&#252;hrer, der alles andere als einfach sein wird, k&#246;nnten andere Sektoren der Arbeiterschaft f&#252;r ihre eigenen Forderungen eintreten. Deshalb warnen schon jetzt Gewerkschaftsb&#252;rokraten der konkurrierenden Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG die Bahn davor, den GDL-Forderungen nachzugeben. &#8222;Wenn die Arbeitgeber der GDL einen besseren Abschluss als mit uns zugestehen, wird das weitreichende Konsequenzen haben&#8220; (EVG-Vorsitzender Alexander Kirchner), denn danach w&#252;rde man Nachverhandlungen fordern und gleiche Bedingungen verlangen (!).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Beschluss der Lokf&#252;hrer, ihre Forderungen mittels Warnstreiks zu durchsetzen und eventuell ihnen bis hinzu fl&#228;chendeckenden Streiks Nachdruck zu verleihen ist insofern heikel f&#252;r die herrschende Klasse, als dass die Lokf&#252;hrer dadurch das politische Klima f&#252;r die Tarifrunden des Jahres 2011 belasten k&#246;nnten. So deutet der Kampf der Lokomotivf&#252;hrer (wie die heftigen Attacken aus dem b&#252;rgerlichen Lager zeigen) auf das enorme Potential von diesem Schl&#252;sselsektor der Arbeiterschaft f&#252;r die kapitalistische Wirtschaft hin. Angesichts des schwindenden Konsens gegen&#252;ber den Ma&#223;nahmen der Bourgeoisie seitens gr&#246;&#223;eren Teilen der Gesellschaft und die Schw&#228;chung der b&#252;rgerlich demokratischen Kontrollmechanismen und Institutionen, die sich beschleunigt seit der Wirtschaftskrise hat, k&#246;nnte der Streik der Lokf&#252;hrer als Kanalisator einer angestauten Wut dienen. Die Wut der Lohnabh&#228;ngigen, die Auswirkungen der Wirtschaftskrise am eigenen Leib sp&#252;ren, die ihre Kaufkraft st&#228;ndig schrumpfen sehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jedoch werden die Erfolgsausausichten durch die letztendlich doch vers&#246;hnliche Politik der GDL-F&#252;hrung geschm&#228;lert. GDL-Vorsitzender Claus Weselsky betont immer wieder, er werde &#8222;verantwortungsbewusst tun&#8220;. &#8222;Wir werden ma&#223;voll mit unserer Macht umgehen&#8220;, sagte er, um zu signalisieren, dass die herrschende Klasse sich keine gro&#223;en Sorgen machen m&#252;sse. Er droht zwar immer wieder mit fl&#228;chendeckenden Streiks aber letztendlich, zeigt er doch &#8222;Verantwortungsbewusstsein&#8220; wenn es ans Eingemachte geht: Die Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen hat die GDL dazu bewogen, den Arbeitskampf um eine Woche zu verschieben. &#8222;Offenbar wurde Druck auf die Gewerkschaft in dieser Frage ausge&#252;bt. Schlie&#223;lich ist die Ski-WM eine wichtige Referenz f&#252;r die Bewerbung M&#252;nchens f&#252;r die Austragung der Olympischen Winterspiele 2018.&#8220; (FR-Online, Streik erst nach der Ski-WM). Die GDL-F&#252;hrung h&#228;tte sich da ein Beispiel an den bayrischen KollegInnen nehmen sollen, die w&#228;hrend des Oktoberfestes streikten - ganz ohne Vorwarnung, was vom regierenden M&#252;nchner Oberb&#252;rgermeister Ude als &#8222;Anschlag&#8220; auf die Wiesn bezeichnet wurde. Auch die Trennung, die Weselsky zwischen &#8222;Arbeitgeber&#8220; und Kunden der DB zieht, zielt darauf, den Kampf zu beschr&#228;nken, ihn als Druckmittel und nicht als Waffe anzusehen. &#8222;Wir bestreiken eigentlich den Arbeitgeber und nicht unsere Fahrg&#228;ste oder unsere Industriekunden&#8220;, sagte er in einem Interview. Somit entzieht er den KollegInnen eine m&#228;chtige Waffe, n&#228;mlich den Produktivprozess zu st&#246;ren um den Forderungen Nachdruck zu verleihen. Indem die Strategie der GDL-Spitze sich ausschlie&#223;lich gegen ihren eigenen &#8222;Arbeitgeber&#8220; richtet und ausschlie&#223;lich f&#252;r die Interessen ihrer eigenen Mitglieder eintreten, spielen sie den Kapitalisten in die H&#228;nde. Indem der Streik vor erst ausschlie&#223;lich auf den Personenverkehr beschr&#228;nkt wird und nicht gleich auf den G&#252;terverkehr ausgedehnt wird, sind die Aktionen eher symbolischer Natur, die die Gefahr bergen, einerseits die Bev&#246;lkerung gegen sich aufzuspielen (vor allem nach dem Winterchaos) und gleichzeitig den KollegInnen das Gef&#252;hl gibt, einen Streik gegen die Bev&#246;lkerung durchzuziehen, was nat&#252;rlich zu Entt&#228;uschung und Misstrauen gegen&#252;ber den eigenen Kampfma&#223;nahmen und deren Effektivit&#228;t f&#252;hren kann. Diese Politik der Gewerkschaftsspitzen laugt die Energie der Arbeiter aus, denn um sich selbst zu erhalten muss sie nur die Interessen der &#8222;eigenen&#8220; Mitglieder vertreten. Anders gesagt, sie verhindert dadurch aktiv, dass sich die Arbeiter mit anderen Bahngewerkschaften (im Falle der Bahn) organisieren, statt den Kampf zu generalisieren und auszudehnen. Der Kampf der Lokf&#252;hrer soll &#252;ber die &#246;konomischen Grenzen hinausgehen. Er soll zu einem bewusst politischen Kampf werden, der er auch ist. Der jetzige Konflikt richtet sich nicht nur gegen die DB und die &#252;brigen Bahnanbieter sonder er richtet sich gegen die von den Regierenden (CDU-FDP heute, SPD-CDU gestern, SPD-Gr&#252;ne vorgestern) getroffenen politischen Ma&#223;nahmen, die die Liberalisierung der Arbeit beschlossen haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Deshalb soll der Streik der Lokf&#252;hrer der GDL als Auftakt zu einem Kampf aller Bahnbesch&#228;ftigten f&#252;r einen Tarifvertrag werden. Dar&#252;ber hinaus sollten alle aktuell laufenden Tarifkonflikte geb&#252;ndelt werden, um eine starke Front gegen&#252;ber der Angriffe seitens der Regierenden und der Bosse abzuwehren. Der Kampf der Lokf&#252;hrer f&#252;r einen Tarifvertrag f&#252;r aller soll zu einem Kampf aller Bahnmitarbeiter werden, unabh&#228;ngig ihrer gewerkschaftlichen Zugeh&#246;rigkeit, f&#252;r einen Tarifvertrag aller Bahn-Mitarbeiter. Der Kampf der Lokf&#252;hrer soll mit dem Kampf der Telekombesch&#228;ftigten f&#252;r mehr Gehalt und den Ausschluss betriebsbedingter K&#252;ndigungen verbunden werden, gegen Prekarisierung und f&#252;r Arbeitssicherheit. Nicht irgendein Schicksal hat beschlossen, die K&#228;mpfe nicht zu b&#252;ndeln, sondern die Gewerkschaftsb&#252;rokraten. Was f&#252;r eine m&#228;chtige Front w&#252;rden die KollegInnen der Bahn und der Telekom zustande bringen, wenn sie nur ihre jeweiligen K&#228;mpfe zusammenf&#252;hren w&#252;rden!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&#252;r die Avantgardesektoren in den Betrieben und an der Universit&#228;t besteht die Aufgabe heute darin, neben der Unterst&#252;tzung der von den Lokf&#252;hrern beschlossenen Ma&#223;nahmen, auch jenen Sektoren der Arbeiterschaft, die immer noch gro&#223;e Illusionen in die Gewerkschaftsf&#252;hrungen haben, dabei zu helfen, sich von ihren Illusionen zu verabschieden. Dies kann durch das Aufstellen von Forderungen erreicht werden, die darauf abzielen sollten, die K&#228;mpfe der verschiedenen Branchen zusammenzuf&#252;hren, die zu einer gro&#223;en Bewegung und in einen Aufruf zum Generalstreik m&#252;nden sollten, entgegen der von den Gewerkschaftsf&#252;hrungen provozierten Isolierung und nicht Zusammenzuf&#252;hrung der Arbeiterk&#228;mpfe. Auf der Grundlage eines klar k&#228;mpferischen und antib&#252;rokratischen Programms kann unter Avantgardesektoren in den Betrieben eine klare Perspektive entstehen, um einen Gegenpol gegen&#252;ber den Kapitalisten vers&#246;hnlichen F&#252;hrungen zu bilden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Lokomotivf&#252;hrer wollen f&#252;r ihr Anliegen k&#228;mpfen. Unterst&#252;tzen wir sie, denn ihr Anliegen ist unser aller Anliegen. &lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;
&lt;br /&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Unbefristeter Streik bis zur Erf&#252;llung der gestellten Forderungen!
&lt;br /&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; F&#252;r Streik- und Solidarit&#228;tskomitees zur Unterst&#252;tzung des Lokf&#252;hrerstreiks!
&lt;br /&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Aktive Verhinderung von Streikbruch! &lt;br /&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; F&#252;r einen Tarifvertrag f&#252;r ALLE KollegInnen aller Bahn-Gewerkschaften
&lt;br /&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; R&#252;cknahme der Preiserh&#246;hungen bei der Bahn! Kostenloser Nahverkehr! &lt;br /&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Gegen Leiharbeit, Lohndumping und befristete Besch&#228;ftigung!
&lt;br /&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Die Bosse sollen f&#252;r die Krise bei der Bahn, f&#252;r die Krise ihres Kapitalismus zahlen!&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		

	</item>
<item xml:lang="es">
		<title>El gobierno de la burgues&#237;a se apresta a golpear, las direcciones sindicales a negociar</title>
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		<dc:date>2010-06-17T01:02:47Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>es</dc:language>
		<dc:creator>Mark Turm</dc:creator>


		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Pol&#237;tica</dc:subject>
		<dc:subject>An&#225;lisis</dc:subject>
		<dc:subject>Crisis capitalista mundial</dc:subject>
		<dc:subject>Alemania</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Mientras algunos sectores de la burgues&#237;a estan dispuestos ya hoy a empezar con ataques decididos contra los asalariados otro sector prefiere golpear apoy&#225;ndose para esto en los sindicatos y en la socialdemocracia.&lt;/p&gt;

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&lt;a href="https://estrategiainternacional.org/Internationaler-Klassenkampf-Nr-5" rel="directory"&gt;Internationaler Klassenkampf Nr. 5&lt;/a&gt;

/ 
&lt;a href="https://estrategiainternacional.org/Europa" rel="tag"&gt;Europa&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://estrategiainternacional.org/Politica" rel="tag"&gt;Pol&#237;tica&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://estrategiainternacional.org/Analisis" rel="tag"&gt;An&#225;lisis&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://estrategiainternacional.org/Crisis-capitalista-mundial" rel="tag"&gt;Crisis capitalista mundial&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://estrategiainternacional.org/Alemania" rel="tag"&gt;Alemania&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;El resultado de las elecciones pasadas, los roces en la coalici&#243;n de gobierno, la ca&#237;da del SPD, la consolidaci&#243;n del LINKE, expresan cambios profundos en la arquitectura del r&#233;gimen. El r&#233;gimen de posguerra est&#225; en un per&#237;odo de transici&#243;n producto de las necesidades objetivas del capital de dejar atr&#225;s definitivamente el &#8220;Estado de bienestar&#8221;, m&#225;s a&#250;n en el marco de la crisis econ&#243;mica actual, adem&#225;s del cambio de la situaci&#243;n geopol&#237;tica de Alemania en Europa despu&#233;s de la &#8220;reunificaci&#243;n&#8221; y del consiguiente cambio en la situaci&#243;n geopol&#237;tica de Alemania en Europa en la fase de restauraci&#243;n capitalista. La contrarreforma social por su envergadura como por las traum&#225;ticas consecuencias que implica en t&#233;rminos sociales ha llevado a una creciente falta de consenso para con las medidas de la burgues&#237;a y el andamiaje institucional. Los pilares institucionales del r&#233;gimen se ven expuestos a un creciente desgaste por la gesti&#243;n e implementaci&#243;n de los intereses patronales que se ha traducido a nivel superestructural en el surgimiento de nuevas mediaciones como DIE LINKE&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-1&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;ver Art. Die Linke: Alter Staub in neuen T&#252;ten! Erchienen im IK Sonderheft&#034; id=&#034;nh3-1&#034;&gt;1&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, que dificultan la craci&#243;n de coaliciones de gobierno estables, la crisis hist&#243;rica del SPD y la reducci&#243;n de los m&#225;rgenes de maniobra de los grandes aparatos sindicales, por un lado, y en t&#233;rminos de movilizaci&#243;n al surgimiento de una oposici&#243;n a la aplicaci&#243;n de planes de reestructuraci&#243;n de carreras y estudio por el estudiantado y, m&#225;s puntualmente, pero no menos importante, a luchas obreras aisladas como la huelga salvaje de dos d&#237;as en Mercedes Sindelfingen que han tendido a la superaci&#243;n del marco legal, y que es s&#237;ntoma de un proceso de cuestionamiento inicial de la pol&#237;tica de la burocracia sindical entre sectores del movimiento obrero que se enmarca a&#250;n en un cuadro general de baja subjetividad y combatividad obrera y social.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;La situaci&#243;n reaccionaria abierta con los ataques propatronales del SPD y los Verdes (Agenda2010 y Hartz4) contin&#250;a, sin embargo, invariable debido a la falta de respuesta contundente y coordinada de la clase obrera. La ausencia de &#233;sta es producto de su regimentaci&#243;n a la pol&#237;tica de conciliaci&#243;n de intereses (antag&#243;nicos) por parte de burocracia sindical y que para el proletariado se traduce en deorientaci&#243;n y falta de confianza en las propias fuerzas. Ante la crisis capitalista la burocracia sindical, por su parte, viene dando saltos en su colaboraci&#243;n con la burgues&#237;a.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Las necesidades objetivas del capital alem&#225;n ante la crisis mundial&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;El salto de la crisis europea de la que Alemania con su dura pol&#237;tica es uno de los grandes aguizadores de la misma&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-2&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ver Juan Chingo, &#8220; Alemania &#8230;.&#8221;&#034; id=&#034;nh3-2&#034;&gt;2&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, el estancamiento econ&#243;mico interno, la exacerbada competencia en el mercado mundial, del cual Alemania es altamente dependiente y de la cual saca enorme provecho y que se expresa en un abultado super&#225;vit comercial - dos de los cinco euros que se ganan en Alemania provienen de las exportaciones, en especial a sus socios europeos - junto a un muy bajo consumo interno, una red social anacr&#243;nica para los intereses burgueses hacen necesarias, redefinir su relaci&#243;n con el proletariado y sus organizaciones naturales, los sindicatos (ver art&#237;culo al final &#8220;Objetivo estrat&#233;gico de la burgues&#237;a hoy: Redefinir las relaciones capital trabajo&#8221;).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Asestarle duros golpes a la clase obrera alemana es la &#250;niva v&#237;a para imperialismo alem&#225;n en su intenci&#243;n de jugar un papel cada vez m&#225;s determinante en la arena internacional. De hecho, la clave de la recuperaci&#243;n econ&#243;mica alemana antes de estallar la crisis, resid&#237;a sobre todo en la &#171;gran presi&#243;n que ha hecho [la patronal alemana] sobre los costos de mano de obra&#187; como dec&#237;a hace algunas semanas la Ministro de Hacienda francesa Christine Lagarde, o desde el marxismo el profesor Costas Lapavitsas, del Research on Money and Finance (RMF), que en el mismo sentido afirmaba que Alemania hab&#237;a sido capaz de aumentar su competitividad dentro de la zona euro &#171;por la &#250;nica raz&#243;n de que ha sido capaz de apretar a sus trabajadores m&#225;s duramente&#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-3&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;El Pa&#237;s: Alemania aprieta a la zona euro, 4.4.10.&#034; id=&#034;nh3-3&#034;&gt;3&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Seg&#250;n datos del Statistische Bundesamt en la industria transformadora y a pesar de la relativa recuperaci&#243;n econ&#243;mica despu&#233;s de la crisis han sido eliminados 242.500 puestos de trabajo, esto es un 4,7 % menos que un a&#241;o atr&#225;s. Seg&#250;n datos del DIHK en el sector metal&#250;rgico la plantilla ha sido reducida en un 8,4% en un a&#241;o. En el sector automotriz y de construcci&#243;n de m&#225;quinas la plantilla ha sido reducida en un 5% y 5,7% respectivamente. Seg&#250;n los datos del Jahreswirtschaftsbericht del Gobierno Federal se estima un crecimiento de alrededor de un 8,2% de las ganancias empresariales y de las fortunas mientras que se prev&#233; una baja en los salarios de un 0,2% mientras que para este a&#241;o se estima la p&#233;rdida de 200.000 puestos de trabajo m&#225;s.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hoy, seg&#250;n la consultora (Unternehmensberatung) McKinsey, Alemania necesita de un crecimiento de alrededor del 3% anual, es decir casi el doble del promedio actual, para mantener su competitividad en los mercados extranjeros, duramente golpeados por la crisis e incapaces de absorver la masa de mercanc&#237;as alemanas. El estancamiento econ&#243;mico plantea una vez m&#225;s la necesidad de reformar el mercado laboral, reducir el &#8220;Estado de bienestar&#8221; a un m&#237;nimo indispensable que sirva como colch&#243;n ante el descontento social creando las premisas fundamentales para relanzar una pol&#237;tica m&#225;s agresiva en la disputa por mayores cuotas de participaci&#243;n en el mercado mundial ante el desgaste de la hegemon&#237;a norteamericana que reactualiza la lucha interimperialista incluso en el seno de la Uni&#243;n Europea&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-4&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ver art. &#8220;Alemania intenta imponer su hegemon&#237;a en Europa&#8230;sobre la cabeza de (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-4&#034;&gt;4&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Y es que Alemania, acorde a su peso econ&#243;mico persigue intereses geoecon&#243;micos bien definidos que influencian tanto su pol&#237;tica interna como la relaci&#243;n con sus vecinos. Las tensiones con Francia por el super&#225;vit comercial alem&#225;n, las desaveniencias con el resto de los pa&#237;ses europeos por la estrategia para afrontar el reto griego demuestra que Berl&#237;n ha dejado definitivamente atr&#225;s la pol&#237;tica contemporizadora de los a&#241;os de la Guerra Fr&#237;a.&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-5&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Las coordenadas de la pol&#237;tica exterior alemana son hoy la de afianzar la (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-5&#034;&gt;5&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. En otras palabras, Alemania ha dejado de ser el actor medio de anta&#241;o pasando a ser uno global, por ahora en los marcos de la UE, con ambiciones a nivel mundial y con intereses geoestrat&#233;gicos sobre todo en Europa del Este, en Oriente Pr&#243;ximo y Medio pero tambi&#233;n en &#193;frica y Asia.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Estas pretensiones globales y la mayor exposici&#243;n de los capitales alemanes explican tambi&#233;n los motivos del inter&#233;s de la clase dirigente alemana de salvar a como de lugar a Grecia. Y es que, con unos 43 mil millones de d&#243;lares, Alemania es el tercer mayor acreedor de Grecia despu&#233;s de Francia y Suiza. De caer Grecia seguir&#237;a Espa&#241;a, Portugal, Irlanda. para Alemania este escenario representar&#237;a una cat&#225;strofe pues si estos pa&#237;ses no pudieran pagar sus deudas Alemania tendr&#237;a que dar por perdidos m&#225;s de medio bill&#243;n de d&#243;lares. Por otra parte, las burgues&#237;as alemana y francesa pretenden dar un salto en la regimentaci&#243;n griega a sus dictados. De lograr imponerle a las masas griegas el plan de ajuste las burgues&#237;as europeas, con la alemana y la francesa a la cabeza, facilitar&#237;a el ataque a sus propios proletariados. Si los trabajadores y masas griegas lograran impedir la aplicaci&#243;n del plan de ajuste, las burgues&#237;as del resto del continente tendr&#237;an grandes dificultades pues las masas seguir&#237;an el ejemplo griego.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Esta constelaci&#243;n es la que explica el hecho de que la crisis griega haya entrado en la campa&#241;a electoral deun land alem&#225;n. Demuestra por una parte que las burgues&#237;as se unen ante el enemigo com&#250;n, el proletariado, por otra que es necesario dividir a la clase obrera entre nativa y extranjera para garantizar que la crisis la paguen los explotados. La criminalizaci&#243;n de la poblaci&#243;n griega demuestra una vez m&#225;s la falacia e hipocres&#237;a de la burgues&#237;a, sus representantes y sus medios.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;A esta profunda crisis pol&#237;tico ecoon&#243;mica se suma la de la del sector exportador que en 2009 tuvo que afrontar su m&#225;s duro golpe desde la fundaci&#243;n de la Rep&#250;blica Federal: El volumen de ventas al extranjero se redujo en un 18,4 % a 803,2 mil millones de euros. Seg&#250;n estimaciones la cifra de negocios de antes de la crisis no ser&#225; alcanzada antes de 2012. Esta brutal ca&#237;da de la tasa de ganancia de los capitalistas ha de ser contrarrestada por un ataque al trabajo. Ante la perspectiva de una exacerbada competencia y reducci&#243;n de mercados por la inmensa masa de productos que desbordan el mercado, los efectos de la crisis griega para el Estado alem&#225;n, la econom&#237;a alemana y su importante sector exportador deber&#225;n bajar los costos de producci&#243;n, como de hecho lo viene haciendo, en forma radical para afirmarse permanentemente ante sus competidores. Desde el angulo del capital alem&#225;n, a pesar de los grandes avances que ha hecho la burgues&#237;a en los &#250;ltimos a&#241;os en sus ataques al trabajo, los costos de producci&#243;n de alrededor 30,90 euros por hora siguen siendo demasiado elevados. Es por esto que la patronal llama al orden en las filas gubernamentales. La patronal necesita de un gobierno fuerte y cohesionado para hacer afrontar el reto de partirle la espalda al proletariado. Es necesario superar la &#8220;desorientaci&#243;n que impera desde las elecciones&#8221; (BDI-Pr&#228;sident Keitel)&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-6&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Quelle Pressemeldung: [bdi.eu-02.03.10&#034; id=&#034;nh3-6&#034;&gt;6&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tensiones en el campo burgu&#233;s ante la crisis&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Los efectos de la crisis econ&#243;mica mundial dividieron en un primer momento a las diversas fracciones de la burgues&#237;a alemana y a sus representantes. Al verse las primeras consecuencias de la crisis financiera las diversas fracciones del capital se peleaban por las ayudas estatales. El Estado capitalista estuvo dispuesto a apoyar al sector bancario, pero no en igual medida al automotriz, como en el caso de Opel, que gener&#243; tensiones entre el gobierno norteamericano y el alem&#225;n (debido a que Opel es de capitales norteamericanos) o Schaeffler, o comercio como en los casos emblem&#225;ticos de Quelle y menos aun a las pymes en general. Estas pugnas por c&#243;mo se administra la renta nacional llev&#243; a una disputa - exeptuando claro est&#225; la exigencia que la crisis la paguen los trabajadores - entre sectores patronales de c&#243;mo hacer descargar sobre los trabajadores los efectos de la crisis econ&#243;mica, con qu&#233; ritmos, en qu&#233; tiempos, con qu&#233; m&#233;todos, lo que se expresa en t&#233;rminos de falta de perspectiva pol&#237;tica, de divisiones, de luchas internas, en fin de amenaza de par&#225;lisis pol&#237;tica.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mientras la CDU (Uni&#243;n Dem&#243;crata Cristiana), consciente de una relaci&#243;n de fuerzas favorable para el capital pero tambi&#233;n del profundo malestar y preocupaci&#243;n entre amplios sectores de la poblaci&#243;n prefer&#237;a evitar tensionar las cuerdas, el FDP (Liberales) defiend&#237;a, en sinton&#237;a con su base social - sectores de clase media acomodados - un proyecto de t&#237;pico corte neoliberal, aunque claro est&#225; con intervenci&#243;n estatal para salvar a los grandes empresarios y bancos, pretendiendo que el proletariado y los sectores oprimidos sean los que carguen con los costos de la crisis. Sin embargo su ret&#243;rica populista y reaccionaria al no tener en cuenta los &#225;nimos entre los explotados en su momento no fue bien recibida por la patronal pues m&#225;s all&#225; de que su discurso corresponda a los intereses burgueses polarizaba a destiempo. El discurso del FDP se corresponde con los intereses de la clase dirigente pero ante la gravedad de la crisis sus soluciones como la rebaja impositiva son veneno para la consolidaci&#243;n del presupuesto nacional.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Y sin emabrgo, el gobierno de Merkel est&#225; llamado a profundizar la obra de Schr&#246;der con su Agenda2010 y leyes Hartz, es decir, aplicar la agenda patronal, cuyos ejes fundamentales implican hoy en d&#237;a acabar con grandes conquistas obreras como la protecci&#243;n contra el despido, la flexibilizaci&#243;n del mercado laboral, as&#237; como implementar una contrarreforma sanitaria y presupuestaria que enfr&#237;e, por ahora, la carga patronal, con el objetivo de liberar a la burgues&#237;a de los gastos del &#8220;Estado de bienestar&#8221;, reduci&#233;ndolos a un m&#237;nimo indispensable que sirva como amortiguador social.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Despu&#233;s del claro giro a la derecha del SPD la CDU intent&#243; ocupar el vac&#237;o dejado por &#233;ste por emdio de la asunci&#243;n de un discurso de tenor socialdemocratizante. Por esto es que la coalici&#243;n dirigida por Merkel decidi&#243; aplazar el anuncio de recortes para despu&#233;s de las elecciones en Renania del Norte Westafalia. Y sin embargo, la ecuaci&#243;n no les result&#243;. El resultado electoral empeor&#243; la situaci&#243;n de la coalici&#243;n de gobierno. El auge del FDP ha pasado por ahora a la historia y no pasa d&#237;a en el cual los liberales no se despedacen verbalmente. Los s&#237;ntomas de crisis en la CDU se han reforzado como lo demuestra inequ&#237;vocamente la dimisi&#243;n del presidente del Gobierno de Hesse. Pero esto no es todo, incluso el Presidente de la Rep&#250;blica Federal ha renunciaado y en la pugna interna por determinar a su sucesor Merkel no logr&#243; imponer a su candidata preferida, Von der Leyen, lo que debilita a&#250;n m&#225;s su posici&#243;n.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ahora la CDU se encuentra ante el dilema de deber implementar duras medidas contra los asalariados sin contar, sin embargo, con la estabilidad necesaria para ello en la coalici&#243;n de gobierno. Peor a&#250;n, la coalici&#243;n de gobierno no cuenta hoy con una mayor&#237;a en el Bundesrat (C&#225;mara alta) para no hablar de una basis social amplia. Y sin embargo, ha llegado el momento de pasar a una pol&#237;tica de ataques en gran escala que deje atr&#225;s el per&#237;odo de ataques selectivos. Los capitalistas quieren por fin un gobierno capaz de actuar, quieren &#8220;empe&#241;o en las reformas&#8221; en vez de &#8220;estancamiento&#8221;. Y es que a pesar del acuerdo estrat&#233;gico de que la crisis la paguen los trabajadores, las tensiones en la coalici&#243;n de gobierno entre CSU y FDP en materia de pol&#237;tica sanitaria e impositiva minan la capacidad de gesti&#243;n del gobierno, las pugnas hacen aparcer al gobierno como un &#8220;gobierno re&#241;ido sin remedio&#8221; (Hundt, 16.03.10)&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-7&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Hundt: Das war kein Fehlstart. Die Regierung hat wertvolle Beitr&#228;ge zur (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-7&#034;&gt;7&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;] y que expresan no la vanidad de algunos pocos sino que, por un lado, la creciente dificultad de la burgues&#237;a de aplicar sus medidas en forma consensuada y, por otro, reflejan las tensiones entre distintos sectores burgueses sobre la profundidad, los tiempos y los ritmos de los ataques al proletariado.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mientras algunos sectores de la burgues&#237;a estan dispuestos ya hoy a empezar con ataques decididos contra los asalariados otro sector prefiere golpear apoy&#225;ndose para esto en los sindicatos y en la socialdemocracia. Hay signos de que &#233;ste ser&#225; el rumbo que se impondr&#225;: la preferencia expresada abiertamente por importantes representantes patronales por un gobierno dirigido por el SPD en Renania del Norte Westfalia, para que en ante los profundos recortes sociales que se aprestan puedan aportar tanto la socialdemocracia y las direcciones sindicales. Otro ejemplo es el r&#225;pido acuerdo con respecto a la unidad tarifaria entre las patronales y el DGB.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Hay que aprovechar las tensiones en el campo burgu&#233;s&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;La carencia de una visi&#243;n de conjunto de c&#243;mo articular los ataques a la clase obrera y la consiguiente falta de homogeneidad en el gobierno potencian las fricciones, minan su capacidad de gesti&#243;n aumentando la posibilidad de crisis pol&#237;ticas que de desarrollarse lleven a divisiones entre las diversas fracciones de la burgues&#237;a y que alienten incluso el surgimiento de una respuesta obrera. La estabilidad del gobierno actual es sobre todo expresi&#243;n de la pasividad y desorientaci&#243;n en la que se encuentran sumidos los trabajadores y oprimidos.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Los ataques al proletariado orquestados por la Agenda2010 implicaron un retroceso considerable del proletariado, llevando a la impotencia de amplios sectores debilitando a&#250;n m&#225;s su conciencia de clase. La patronal logr&#243; extender la diferenciaci&#243;n del mercado laboral, esto es logr&#243; avanzar en la precarizaci&#243;n laboral, sobre todo en el sector servicios pero tambi&#233;n en sectores claves de la econom&#237;a alemana como el automotriz, manteniendo algunas importantes conquistas obreras para algunos sectores del proletariado. Se trat&#243; de golpes importantes que, sin embargo, no alteraron decisivamente la relaci&#243;n de fuerzas existente pues no se trat&#243; de una derrota profunda y generalizada de la clase obrera, si no m&#225;s bien de una serie de derrotas parciales. El resultado fue una regimentaci&#243;n mayor de la clase obrera por el miedo a la precarizaci&#243;n y el terror a caer en la desocupaci&#243;n, con la consiguiente miseria que representa vivir de los planes asistenciales de Hartz 4. Esta seguidilla de derrotas parciales fue, el resultado de las repetidas traiciones de la burocracia sindical. A pesar de todo el proletariado no ha sufrido una derrota que hayan alterado cualitativa y duraderamente la relaci&#243;n de fuerzas a favor de la burgues&#237;a, si bien ha avanzado bastante. Es m&#225;s, en sectores claves para la econom&#237;a capitalista han demostrado, como fue la lucha de los ferroviarios, que es posible imponerle grandes concesiones a la patronal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Las burocracias sindicales preparan las pr&#243;ximas derrotas&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;La burocracia sindical por su parte, ante la disyuntiva de defender el empleo y satisfacer las exigencias patronales ha optado por dar saltos en su colaboraci&#243;n con la burgues&#237;a. Con esto no hacen m&#225;s que acelerar las tendencias centr&#237;fugas alimentando la desafiliaci&#243;n, hoy en d&#237;a un tercio menor que en los a&#241;os 90. Y es que, por poner un ejemplo, un trabajador subcontratado tiene muchas razones para volverle la espalda a los sindicatos con su actual dirigencia. Los bur&#243;cratas sindicales prefieren estrechar los lazos con las patronales pues ellos aceptan abiertamente el horizonte capitalista como el &#250;nico viable (en realidad siempre lo han hecho pero ahora debido a la crisis econ&#243;mica es m&#225;s evidente), lo que por ende hace &#8220;inevitable&#8221; la necesidad de contrarreformas y de colaboraci&#243;n de clases con la burgues&#237;a. Repiten incesantemente el mantra de la necesidad de afianzar el consumo interno, de salvar la Plaza Alemania de la vil concurrencia extranjera -apelando a los resentimientos xen&#243;fobos de una parte de la poblaci&#243;n- de los planes coyunturales (Konjunkturprogramme) en educaci&#243;n, medio ambiente, infraestructura p&#250;blica etc. sin decir, claro est&#225;, qui&#233;n en &#250;ltima instancia es el que debe cargar con el peso econ&#243;mico de estas medidas. Una vez mas se demuestra, que como planteaba Trotzki en 1938, los sindicatos &#8220;[&#8230;] En tanto que organizaciones de las capas superiores del proletariado, los sindicatos, como lo atestigua toda la experiencia hist&#243;rica [...] desenvuelven poderosas tendencias a la conciliaci&#243;n con el r&#233;gimen democr&#225;tico burgu&#233;s&#8230;&#8221;(L.Trotzki: EL Programa de Transici&#243;n, 1938).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Como demuestra una vez m&#225;s el ejemplo de las negociaciones de OPEL, la burocracia sindical est&#225; dispuesta a sacrificar puestos de trabajo incluso a sacrificar los aguinaldos navide&#241;os y el suplemento de vacaciones de los obreros y obreras por 750 millones de euros para mantener la producci&#243;n en Alemania. El bur&#243;crata sindical comprende la necesidad de desiciones dolorosas (para los trabajadores) pues la l&#243;gica de alianza con la burgues&#237;a implica actuar en forma &#8220;social&#8221; y &#8220;constructiva&#8221;. Esto es, la burocracia est&#225; dispuesta a implementar los planes de saneamiento patronal, convirti&#233;ndose en el garante de los intereses patronales, sean estos nacionales o, incluso, extranjeros.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;De este modo la burocracia sindical representa hoy en d&#237;a el mejor garante de contenci&#243;n del movimiento obrero, frenando las luchas donde se desarrollan, descomprimi&#233;ndolas donde se tieden a desarrollar y traicion&#225;ndolas cuando tienden a radicalizarse. Al mismo tiempo, la patronal y el gobierno integran a la burocracia sindical en las grandes empresas y el sector estatal para reforzar su rol de freno del movimiento obrero. Esta operaci&#243;n de freno e integraci&#243;n mayor al Estado burgu&#233;s implica el peligro de acelerar su desprestigio entre las masas y su capacidad de gesti&#243;n ante la burgues&#237;a que pretende convertirlos en meros interlocutores de la patronal, sin fuerza real para imponer tal o cual exigencia. Por esto es que la burocracia sindical apoya por ejemplo el proyecto de la Corte Federal de Trabajo de abandonar la unidad tarifaria permitiendo en la pr&#225;ctica la aplicaci&#243;n de distintos acuerdos tarifarios en una misma empresa (JungeWelt, 31.03.2010).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Preparemos las luchas defensivas!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Los incesantes ataques del capital al trabajo han generado un creciente descontento entre amplios sectores de la poblaci&#243;n, sobre todo entre los mas golpeados por las contrarreformas, como los desocupados, los precarizados, la juventud inmigrante. Esta situaci&#243;n dio lugar a un proceso de acumulaci&#243;n de experiencias de lucha, de las Marchas de los Lunes al bloqueo de la marcha nazi en Dreden, de la gran huelga ferroviaria a las huelgas de car&#225;cter salvaje en Mahle o Sindelfingen, de las masivas huelgas de aviso en el sector servicios al surgimiento de bloques combativos en las marchas del DGB. Este proceso tambi&#233;n se expresa en el rechazo electoral y la crisis de los pilares fundamentales del r&#233;gimen de posguerra, el SPD y el CDU as&#237; como de las instituciones pol&#237;ticas en general (Iglesia, sistema educacional, sindicatos). Junto a las modificaciones en la arquitectura del r&#233;gimen, esta din&#225;mica da cuenta de grietas importantes que indican una clara tendencia a izquierda de las masas alemanas y que ha redundado en el surgimiento y consolidaci&#243;n electoral del LINKE, en el resurgimiento de Marx en las universidades y en los debates p&#250;blicos, en el rechazo de la mayor&#237;a de la poblaci&#243;n a la intervenci&#243;n militar alemana en Afganist&#225;n, etc. El a&#241;o pasado la falta de consenso para con las medidas burguesas dio origen a un amplio movimiento de oposici&#243;n contra los planes de reestructuraci&#243;n de la Universidad que desemboc&#243; en importantes movilizaciones. Las luchas estudiantiles del a&#241;o pasado son, en este sentido, muy significativas pues son la expresi&#243;n de un profundo descontento social. Las luchas de los estudiantes actuaron como caja de resonancia de las contradicciones sociales y pol&#237;ticas imperantes. De hecho, una de las preocupaciones de la clase dirigente era que las acciones estudiantiles convergieran con las luchas obreras que se ven&#237;an gestando, como ocurri&#243; puntualmente esn el comedor universitario de la FU de Berl&#237;n y el llamado de solidaridad de la ocupaci&#243;n del Aula de Stuttgart con los trabajadores de Sindelfingen. La clase dominante y su gobierno, que en un primer momento apostaron al desgaste de las mismas, ante la masividad y proliferaci&#243;n de las acciones estudiantiles tuvieron que retroceder y acceder al di&#225;logo sobre los aspectos m&#225;s aberrantes de la contrarreforma educacional, accediendo a algunos cambios cosm&#233;ticos para descomprimir la lucha.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;En t&#233;rminos de lucha, en muchas empresas las medidas anunciadas por la patronal y el gobierno provocaron la ira de los trabajadores llegando a producirse importantes acciones de lucha como la huelga y marchas en defensa de la producci&#243;n en Daimler en Sindelfingen, de car&#225;cter espont&#225;neo y que se dio por fuera del control de los bur&#243;cratas sindicales y que tendi&#243; a superar el marco legal. Las huelgas de aviso en el sector servicios, las luchas de los m&#233;dicos, ultimamente los pilotos de la Lufthansa, las tensiones por Opel y otras experiencias demuestran en potencia las posibilidades de una respuesta obrera. Sin embargo, esta se ve limitada por el efectivo control que ejerce la burocracia sindical entre los sectores del proletariado organizado sindicalmente y la desorganizaci&#243;n y falta de confianza en sus fuerzas de los sectores no organizados.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Y sin embargo, la profundidad de la crisis as&#237; como las medidas antiobreras que se preanuncian obligar&#225;n a los trabajadores m&#225;s golpeados por la crisis a responder con la movilizaci&#243;n y la huelga los ataques patronales. Los s&#237;ntomas apuntan en esta direcci&#243;n y de generalizarse luchas abiertas podr&#237;a activar luchas por f&#225;bricas, ramas industriales, e incluso intersectoriales. La crisis econ&#243;mica en curso y las perspectivas catastr&#243;ficas para los explotados y oprimidos no s&#243;lo en Alemania hacen menester superar el estado de confusi&#243;n y desorden en las filas obreras.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Las profundos cambios en las relaciones capital-trabajo, los permanentes ataques patronales, la complicidad de las direcciones sindicales con las medidas patronales, que se limitan a administrar los planes de reducci&#243;n de planta anunciados por la patronal, de recorte de privilegios conquistados con la lucha, de traici&#243;n de luchas ha creado un profundo malestar entre amplios sectores del proletariado industrial. La reacci&#243;n hasta ahora ha sido sobre todo la desafiliaci&#243;n sindical. Esta din&#225;mica es expresi&#243;n del rechazo de los trabajadores, incluso de setores que en su momento fueron parte de los sectores m&#225;s &#8220;privilegiados&#8221; del proletariado, la aristocracia obrera a las pol&#237;ticas conciliadoras de las direcciones sindicales. Si en la d&#233;cada de los `90 la afiliaci&#243;n llegaba al 30% hoy a lo sumo abarca el 20% del proletariado. &#171;Trabajadores, hombres, mayores, obreros especializados y nativos est&#225;n organizados sindicalmente con mayor frecuencia que empleados, (&#8220;evidente desproporci&#243;n de estructura de empleados y afiliados&#8221;), mujeres, (&#8220;hueco organizativo espec&#237;ficamente de g&#233;nero&#8221;), j&#243;venes (&#8220;potencial limitado&#8221;), aprendices, mano de obra no cualificada y extranjeros. Adem&#225;s aumenta la parte de los sindicalizados sin trabajo.&#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-8&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;&#187;Arbeiter, M&#228;nner, &#196;ltere, Facharbeiter und Inl&#228;nder sind h&#246;her in (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-8&#034;&gt;8&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mas la tarea de reorganizaci&#243;n de las filas obreras depender&#225; en gran medida de si los trabajadores logran sacarse la nociva influencia de la burocracia sindical y de su pol&#237;tica socialchauvinista que se condensa en la conciliaci&#243;n de intereses y la l&#243;gica de defensa de la &#8220;Plaza Alemania&#8221;. De si los trabajadores y sectores de vanguardia lograr&#225;n superar la divisi&#243;n por categor&#237;as, sectores, ramas de producci&#243;n etc. en la que nos sume y mantiene la burocracia depende si nosotros los trabajadores podremos ir abonando el terreno para sentar las bases de una organizaci&#243;n clasista y combativa.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Los trabajadores alemanes estamos llamados hoy a superar el estrecho horizonte de las huelgas de aviso, de los golpes selectivos, de la conciliaci&#243;n de intereses. Es necesario levantar una pol&#237;tica que denuncie en forma sistem&#225;tica la pol&#237;tica traicionera y derrotera de la burocracia que pretende concialiar los intereses entre clases antag&#243;nicas, &#233;sto es la burgues&#237;a y el proletariado, que plantee una pol&#237;tica de unidad de las filas obreras desenmascarando y evidenciando la responsabilidad de las direcciones sindicales frente a las masas.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Esta pol&#237;tica debemos llevarla adelante desde las f&#225;bricas, los comit&#233;s de empresas, el proletariado inmigrante con o sin papeles, entre la juventud precarizada y extranjera, levantando un programa de democratizaci&#243;n efectiva de los sindicatos, imponi&#233;ndole a la burocracia sindical la libertad de asamblea y de tendencia, la elecci&#243;n del personal administrativo por la base, la elecci&#243;n de cuerpos delegados propuestos y elegidos por la base, la elecci&#243;n de representantes rotativos y revocables en todo momento.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;La lucha contra los ataques de la patronal hacen necesaria la lucha por sacarnos de encima la influencia de la burocracia sindical y sus m&#233;todos antidemocr&#225;ticos. La lucha por el mantenimiento de los puestos de trabajo va de la mano de la lucha por democratizar los sindicatos, para que cada lucha se convierta en punto de apoyo para forjar la alianza entre trabajadores y j&#243;venes en lucha. El objetivo es que las luchas de todos los sectores obreros y juveniles converjan en un &#250;nico gran movimiento contra los ataques patronales y las medidas de la burgues&#237;a para que la crisis la paguen los capitalistas.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#183; Abajo los bur&#243;cratas sindicales corrompidos y vendidos a la patronal. Democratizaci&#243;n de los sindicatos para convertirlos en verdaderos instrumentos de lucha&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#183; Libertad de tendencia al interior de los mismos&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#183; Defendamos a todos los compa&#241;eros combativos perseguidos por los m&#233;todos mackartistas de las direcciones sindicales&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Para superar el estado de confusi&#243;n y falta de confianza en las propias fuerzas es necesario pasar&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#183; De la huelga de aviso a la intersectorial. De la intersectorial a la huelga general&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Saber mantener las plazas ganadas en el pasado es la precondici&#243;n para conquistar nuevas. Para ello es necesario articular un programa de exigencias transitorias que, partiendo del nivel de subjetividad actual sepa tender un puente con las necesidades objetivas de los explotados y oprimidos. La lucha contra los despidos y en defensa del empleo es hoy un primer paso, por esto exigimos&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#183; Ning&#250;n despido, ni de trabajadores en blanco ni de subcontratados&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#183; Reincorporaci&#243;n inmediata de todos los subcontratados y pase a planta permanente&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Junto a estas exigencias es necesaria una campa&#241;a contra la obscena situaci&#243;n de que mientras los patrones a pesar de la crisis hacen grandes negocios obteniendo altos beneficios, aumenta la desocupaci&#243;n y el trabajo precarizado, condenando a los trabajadores y a sus familias a la miseria y degradaci&#243;n social.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#183; Aperura de los libros de contabilidad y abolici&#243;n del secreto comercial&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#183; Salario m&#237;nimo neto de 15 euros por hora&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#183; Escala m&#243;vil de salarios y reparto de las horas disponibles de trabajo entre todas las manos disponibles&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#183; Prohibici&#243;n de despidos y lock-outs : nacionalizaci&#243;n bajo control obrero de toda emprese que cierre o despida&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Estas consignas y la denuncia de la pol&#237;tica criminal de la burocracia sindical no es m&#225;s que el primer paso para poner al movimiento obrero de pie y que este se convierta en una fuerza hegemonca capaz de ofrecer una salida de conjunto a la crisis capitalista.En ese sentido es necerio dejar atr&#225;s toda ilusi&#243;n reformista como propone Die Linke y avanzar en una verdadera fusi&#243;n del marxismo revolucionario con la clase obrera que permita a los trabajadores darle nuevamente confianza en sus objetivos de lucha y sobre todo en sus objetivos hist&#243;ricos.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Esta tarea va de la mano de la regeneraci&#243;n del marxismo revolucionario para que esta sea capaz de ofrecer una bandera limpia y ofensiva, luego de los da&#241;os a la causa revolucionaria y a la conciencia de los trabajadores que aun perduran que ha provocado el c&#225;ncer stalinista, a los trabajadores recreando el &#250;nico proyecto que puede acabar con las miserias y la degradaci&#243;n del capitalismo: la revoluci&#243;n obrera y socialista. Desde el grupo en torno a la publicaci&#243;n Internationaler Klassenkampf (Lucha de Clases Internacional) intentamos aportar nuestro peque&#241;o granito de arena en este enorme y ambicioso objetivo pero el &#250;nico por el cual se merece luchar.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;hr /&gt;
		&lt;div class='rss_notes'&gt;&lt;div id=&#034;nb3-1&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-1&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Notas 3-1&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;1&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;ver Art. Die Linke: Alter Staub in neuen T&#252;ten! Erchienen im IK Sonderheft&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-2&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-2&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Notas 3-2&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;2&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ver Juan Chingo, &#8220; Alemania &#8230;.&#8221;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-3&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-3&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Notas 3-3&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;3&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;El Pa&#237;s: Alemania aprieta a la zona euro, 4.4.10.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-4&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-4&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Notas 3-4&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;4&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ver art. &#8220;Alemania intenta imponer su hegemon&#237;a en Europa&#8230;sobre la cabeza de Grecia y otros pa&#237;ses imperialistas m&#225;s d&#233;biles&#8221;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-5&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-5&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Notas 3-5&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;5&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Las coordenadas de la pol&#237;tica exterior alemana son hoy la de afianzar la &#8220;cooperaci&#243;n transatl&#225;ntica a pesar de intereses econ&#243;micos opuestos, la amplificaci&#243;n de la cooperaci&#243;n estrat&#233;gica con estados emergentes en Asia y en la prevenci&#243;n de la extensi&#243;n en exceso de la Uni&#243;n Europea&#8221;. Drei zentralen Koordinaten k&#252;nftiger deutscher Au&#223;enpolitik ableiten. Sie bestehen in der Sicherung transatlantischer Zusammenarbeit trotz konkurrierender Interessen, im Ausbau strategischer Partnerschaften mit aufstrebenden Staaten in Asien und in der Vermeidung von &#204;berdehnung in der Europ&#228;ischen Union.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-6&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-6&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Notas 3-6&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;6&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Quelle Pressemeldung: [bdi.eu-02.03.10&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-7&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-7&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Notas 3-7&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;7&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Hundt: Das war kein Fehlstart. Die Regierung hat wertvolle Beitr&#228;ge zur &#204;berwindung der Wirtschaftskrise geleistet, denken Sie nur an die Regelungen zur Kurzarbeit. Was mich st&#246;rt, sind die kontroversen Diskussionen. Union und FDP erwecken im Ausland den Eindruck, als habe Deutschland eine hoffnungslos zerstrittene Regierung. Quelle Pressemeldung: [arbeitgeber.de-16.03.10&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-8&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-8&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Notas 3-8&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;8&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&#187;Arbeiter, M&#228;nner, &#196;ltere, Facharbeiter und Inl&#228;nder sind h&#246;her in Gewerkschaften organisiert als Angestellte (&#8222;eklatantes Missverh&#228;ltnis von Besch&#228;ftigten- und Mitgliederstruktur&#8220;), Frauen (&#8222;geschlechtsspezifische Organisa-tionsl&#252;cke&#8220;), Jugendliche (&#8222;bescheidendes Potenzial&#8220;), An- und Ungelernte und Ausl&#228;nder.26 Zus&#228;tzlich steigt der Anteil der nichterwerbst&#228;tigen Gewerkschafts-mitglieder st&#228;ndig.&#171; Gewerkschaften unter Ver&#228;nderungsdruck. Status quo minus VERSUS strategische Neuorientierung, S. 11-12. HUMBOLDT-UNIVERSIT&#196;T ZU BERLIN INSTITUT F&#204;R SOZIALWISSENSCHAFTEN SOZIOLOGIE DER ARBEIT UND GESCHLECHTERVERH&#196;LTNISSE, 2002.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#034;http://www.ib.hu-berlin.de/~mayr/arbeiten/se-gewerkschaften.pdf&#034; class=&#034;spip_url spip_out auto&#034; rel=&#034;nofollow external&#034;&gt;http://www.ib.hu-berlin.de/~mayr/arbeiten/se-gewerkschaften.pdf&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		
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